C'est la vie

Irrtum und Wahrheit

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Home, verpfuschtes Leben

Home, verpfuschtes Leben in "www.franz-rickinger.eu" (verbesserte Version)

Mr. Mahesh auf Deutsch

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Hinweis vorab nochmals: Keines meiner eigenen Fotos und auch nicht meine Texte - , sind freigegeben zur Speicherung in Online-Datenbanken; eine kommerzielle Nutzung der Inhalte meiner WEB-Seitenist ebenfalls ausgeschlossen; man kann Bilder, Grafiken udgl hier ansehen, Texte lesen und fertig. 

                                                         

Home, verpfuschtes Leben:

Wie sich schon andeutete und gemäß dessen worauf ich den letzten ca 4 Wochen gezielt darauf hingearbeitet habe (Die Arbeit an Nyâya in "www.franz-rickinger.eu" mußte der weil ruhen) ist  "Home, verpfuschtes Leben:" nun zum neuen Jahr 2021 aus dieser "homepage" verschwunden.


Ebenso ohne jegliches kommerzielle Interesse findet sich der Inhalt in www.franz-rickinger.eu unter >>https://www.franz-rickinger.eu/Seil-und-Schlange-,-Irrtum-und-Wahrheit << nahezu komplett, erweitert und erheblich verbessert wieder. (Falls der Link nicht klappen sollte, einfach unter www.franz-rickinger.eu und dann im Inhalt)

München, 12.12.2020

Die Übertragung - inklusive Überarbeitung,  Verbesserung samt Ergänzungen - von "home, verpfuschtes Leben" in die, von mir auch TELEKOM-unabhängig betreibbare, homepage "www.franz-rickinger.eu" ist nun soweit abgeschlossen.

Man kann dort besser Kapitel-für-Kapitel lesen (ohne lästiges Scrollen in der Hoffnung die gesuchte Stelle wieder zu finden); man kann einzelne Kapitel separat anclicken. Link dazu:

https://www.franz-rickinger.eu/Seil-und-Schlange-,-Irrtum-und-Wahrheit

(Außerdem kann ich sie viel besser warten, korrigieren und gegebenenfalls überarbeiten;  ferner stehen weitaus mehr interne Links zur Verfügung um einzelne Kapitel rasch nachlesen zu können, klassische Texte usw anclicken zu können, usw)


Es dauert leider noch etwas, da alles nochmals auf "Zitierregeln" usw zu überarbeiten ist. (24.2.2021)


Hinweis:

Insbesondere das separate Literaturverzeichnis ist noch in Bearbeitung.



Worum geht es eigentlich in Home, verpfuschtes Leben"?


Inhalt:

I) Wie ging alles los?

II) Wie geschah es, daß man mich zwang ins Münchner TM-Center zu gehen und um Erlernung der TM nachzusuchen?

 

1) Wahl des Themas für das Referat im Fach Deutsch:

      

a) Erster Vorschlag meinerseits:


b) Ablehnung weiterer Themenvorschläge durch den Lehrer


c) Weitere Vorschläge meinerseits in der Woche danach


c) Weitere Vorschläge meinerseits in der Woche danach

  

2) Kritik an der Entscheidung des Lehrers:


3) Die Veranstaltung des Referats durch den Lehrer und die von Ihm dann noch - unangemeldeterweise - ermanagten 2 Zusatzstunden mit "Diskusion zu jener Thematik.  


4) die 2-stündige Zusatzveranstaltung

       

a) die erste Zusatz-Stunde    


b) die zweite Zusatz-Stunde


c) Eine Vorgeschichte zur zweiten Zusatzstunde:


d) Entgleisung der zweiten Zusatzstunde:


e) nächste Schulstunde, nochmals ca 10 -15 Minuten zu jenem Thema und Ende:


f) Anmerkung: "Das Lied vom Spieler"aus Rigveda X, 34.



III) Antworten.

1) Anmerkung: "Das Lied vom Spieler"aus Rigveda X, 34. 

2) TM-Meditationspraxis anhand der Literatur

             

a) Chândogya-Upanishad, Siebente Lektion, die         Unterweisung des Nârada durch Sanatkumar


                                              

i) Ausführungen zur Chândogya-Upanishad


ii) Parallelen zu bzw Betrachtungen bzgl. möglicher und etwaiger Einflüsse dieser Upanishade auf Johann Wolfgang von Goethe's Werk "Faust".


iii) Nun also zum kurzen, angedeuteten Vergleich der siebenten Lektion der Chândogya-Upanishad zu Mr. Mahesh's Buch "Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens"

               

b) Weitere Parallele zu "Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens": René Descartes


c) Mandukya-Upanishad und die Kommentare dazu von Gaudapada sowie Shankara


c) Mandukya-Upanishad und die Kommentare dazu       von Gaudapada sowie Shankara


d) Parallelität zu Buddha's Lehre vom Nirvana



3) Rückblick darauf, daß es um ein Schulreferat hätte gehen sollen.

4) die Folgen der Zusatzveranstaltung zum Schulreferat

5) Feststellung und Anmerkungen:  


IV) Worum geht es da obendrein noch?

1) Ok, 1976 hatte sich eine Elterninitiative gebildet.

2) Pfarrer Haak's Aktionismus


      

a) Pfarrer Haak ad Shankara


a) Pfarrer Haak ad Shankara


b) Shankara's Lehren aus unparteiischer Sicht


c) Pfarrer Haak bzgl. "Karma und Wiederverkörperung"


d) Karma sowie Geburt und Wiedergeburt in naturwissenschaftlich-mathematischer Sichtweise


e) Swami Brahmanda Saraswati's Lehren


f) einige weitere Bemerkungen zum Gesetz des Karma, das nunmal Pfarrer Haak im Zusammenhang mit seinen Ausführungen in seinem Buch betreffs "Guruismus" thematisierte


3) Ergänzung zur Ausgangslage:

4) Tätigkeiten jener "Elterninitiative", die eher von anderen Personen und deren Absichten sowie Zielsetzungen ausging


       

a) Selbstverständlich bietet dazu das Buch "Gemeinsam gegen Abhängigkeit und Extremismus, 40 Jahre Elterninitiative, Rückblick und Ausblick 1975 -2015"(, Udo Schuster, Dokumentations_Edition 33 der A.R.W., ISBN 978-3-941421-47-9, 1. Auflage München 2015 ) viele interessante Einblicke.


b) Die Elterninitiative legte sich nun mit vielerlei Gruppierungen wie Bhagwan, usw und auch der "TM-Scene" an.


c) Ergebnis

d) Was sagen Moriz Winternitz, Hermann Oldenberg aber auch Swami Vivekananda zum Thema "Sekten" im Hinduismus?



V) Nun, wieso betraf das auch mich?

1) Wieder einmal war ich zwischen die Fronten geschuppst worden.

       

a) Besonders schlimm war, daß meine Situation sehr kompliziert war. Pfarrer Haak & co hatte doch keine Ahnung von Yuri Bezmenow, den KGB-Aktvitäten in der TM-Scene, den Aktivitäten von linken FanatikerInnen


b) Pfarrer Haak bot mir in einer TM-Scene-Veranstaltung in jenem TM-Center sogar mal einen Stuhl an; ja noch auffälliger hätte er es kaum noch machen können, daß er und seinesgleichen es so darstellen wollten, daß ich nun bei ihnen auspacken täte


c) Ein Beispiel noch zu jener Kompliziertheit der Lage


d) Pfarrer Haak's Undifferenziertheiten


e) Das bischen Karriere-Rückstand von ca 1-2 (und wären es 3 Jahre gewesen, na und schon!) Jahren, würde unschwer zu verkraften, ja sogar aufzuholen gewesen sein.


f) In diesem Sinne hat mir niemand so sehr geschadet - an Leib und Seele - wie jene "Elterninitiative" samt dem vorgesehenen direkten Draht zur Politik;


g) Im Buch "Gemeinsam gegen Abhängigkeit und Extremismus, 40 Jahre Elterninitiative, Rückblick und Ausblick 1975 -2015" ([31]) kann man unschwer die - von Anfang an vorgesehen gewesene - Verbindungen in die Politik und va Machtpolitik nachlesen:


h) Umgang mit den Opfern des Wirkens von Pfarrer Haak und seinen MitstreiterInnen


 

VI Fazit:

1) Insgesamt scheint mir nun, nach den Mäßigungen in der Wortwahl der Bundesregierung, usw doch eine Chance zu geben, zur Sachlichkeit, Objektivität, Unparteilichkeit zurück zu kehren.

2) detallierte Befassung mit den Vorwürfen betreffs TM-Puja, TM-Mantren, Qualifiziertheit von TM-LehrerInnen, TM-Organisationen usw: 

3) Ein spezieller Blickwinkel auf die Thematik, der bereits im Rahmen von b) aufgegriffen wird; hier kürzer aus dem Rigveda und weiterer klassischer Überlieferungen bzw Literatur Indiens heraus:

4) Die Rolle des sprachlichen Hintergrunds im Zusammenhang mit dem Lehren von Transzendentaler Meditation ("TM"):

5) Wie Abhilfe schaffen betreffs unbeachtetem Hintergrund?

  

VII) Quellenverzeichnis:

  

VIII) Weiterführende Anmerkungen zum Thema "Spiel"


 1) Betreffs des “Liedes vom Spieler” aus dem Rigveda X,34 schreibt Moriz Winternitz


2) Spielsucht, deren Folgen die Warnung davor gemäß des Mahabaharata

 


a) Auch im Epos „Mahabharata“ - worauf übrigens auch Leopold von Schroeder explizit in seinem Werk "Mysterium und Mimus" hinweist -, wird eindrucksvoll beschrieben wohin Spielerei-Gesinnung im Zusammenhang mit „Gott“ usw führe kann.

        

b) Spielleidenschaft, Spielsucht gemäß des Mahabharta

                  

i) Genaueres zur "Spielsucht" findet man darüberhinaus seit 1922 im Buch "Das Mahabharata - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form" von Hermann Oldenberg, Göttingen * Vandenhoek & Ruprecht *, 1922.


3) Spielsuchtproblematik gemäß "Nala und Damayanti"

4) Spielsucht-Thema anhand abendländischer Werke 

      

a) Da wäre zu nennen "Der Spieler" von Dostojewski.


b) aber auch "Tod im Morgengrauen" von Arthur Schnitzler in der Verfilmung mit Fritz Karl, sei da erwähnt.


5) Spiel-Thematik im Buddhismus.




I) Wie ging alles los?

Ein Lehrer hatte mich mittels mehrerer Veranstaltungen, unter grober Mißachtung der Lern-und Lermittelfreiheit, gezwungen, daß ich die sog. "Transzendentale Meditation", wie sie lt. dem Buch "Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" ( International SRM-Publications, deutsche Übersetzug der neuen und revidierten Ausgabe von 1966) von einem gewissen Maharishi Mahesh Yogi gelehrt worden sei oder auch wurde, zu lernen nicht umhinkam:

Genauere Angaben zu jener Person, die da als Maharishi Mahesh Yogi auftrat oder auch in Scene gesetzt wurde, waren damals für mich nicht zu finden. In "Maharishi Mahesh Yogi, Die Biographie" von Paul Mason, Aquamarin-Verlag, deutsche Übersetzung Dr. Edtih Zorn, 1. Auflage 1995, heißt es  dazu auf Seite 20 heutzutage:

  •  "... Mahesh Prasad Varma wurde am Freitag, den 12. Februar 1917 * als drittes von vier Kindern einer recht wohlhabenden Familie geboren. ...". [13]

Die Fußnote (*) besagt dazu noch u.a.:

  •  "Das ist Maharishis Geburtsdatum, wie es von seinem Onkel Raj Varma angegeben wurde und das seine Anhänger feiern. ..." [13]

Der erwähnte Onkel des Mr. Mahesh, jener Herr Raj Varma spielt bei Paul Mason's Darstellungen eine gewichtige Rolle. In seinem Buch "Roots of TM" (First Published by Premanand 2015, in englischer Sprache; [14]) ist der Begegnung des Herrn Raj Varma mit dem Swami Brahmanda Saraswati ein eigenes Kapitel gewidmet (Seite 53 bis 60); darin findet man die Schilderung des Herrn Raj Varma betreffs dessen Initiation durch Swami Brahmanda Saraswati sowie eine Darstellung von dessen Meditationslehre bzw Auffassung zum Thema Meditation. Aber auch diese Informationen lagen mir vom Spätsommer 1970 bis Ende März 1971 nunmal nicht vor.




II) Wie geschah es, daß man mich zwang ins Münchner TM-Center zu gehen und um Erlernung der TM nachzusuchen?


1) Wahl des Themas für das Referat im Fach Deutsch:

Man durfte in der 13. Klasse zwar das Thema nicht frei wählen, aber Themenvorschläge bringen.

Wie alle Jahre zuvor auch schon, wollte ich das so rasch als möglich hinter mich bringen, um das Referat möglichst noch zum Schuljahresbeginn, bevor es dann mit dem Unterricht so richtig loszugehen pflegte, zu schreiben.


a) Erster Vorschlag meinerseits:

Im Sommer hatte ich bei meinen Chemiestudien und Chemieversuchen dazu festgestellt, daß man Eisen-Sulfid zu Eisen verarbeiten kann, ohne daß dabei Schwefeldioxid als Abgas entsteht. Im Rahmen des Schulfachs Chemie war im gymnasialen Unterricht nur das "Röstverfahren" für Eisensulfid-Erz, das Schwefeldioxid und Kohlendioxid als Abgas ergibt, dargestellt worden.

Meine Reaktionskette war jedoch ohne giftiges Abgas Schwefeldioxid:


  • Das geht so:
  • Man nimmt erst mal Kochsalz und zerlegt es, gelöst in Wasser, per Elektrolyse in Chlor und Natriumhydroxid.
  • Das an der Elektrode hochperlende grünliche Chlorgas leitet man dann in einen separaten Wasserbehälter. Dort reagiert es bei normalen Umgebungsbedingungen zu Salzsäure und unterchloriger Säure. Läßt man das lange genug stehen, so hat sich dann die unterchlorige Säure in Sauerstoff und Salzsäure verwandelt, sodaß man am Ende daher Natriumchlorid in Natriumhydroxid, Salzsäure und etwas Sauerstoff als "Abgas" zerlegt hat.
  • (Den Sauerstoff könnte man für später dann ja in jene Druckflaschen abfüllen und so aufbewahren , aufdaß am Ende ein wirklich geschlossener Kreislauf ohne jegliche Abgase das Resultat wäre.)
  • Ok, Nun nehme man eine geeignete Menge Eisensulfid (Pyrith) in fein genug vermahlenem Zustand und bringe es mit der Salzsäure zusammen. Es entsteht sodann der ziemlich giftige, stinkende "Schwefelwasserstoff" und Eisenchlorid.
  • Parallel dazu muß man dann Eisensulfid gleichzeitig mit Luftsauerstoff - wie bis damals ausschließlich gemacht wurde - "rösten", wobei jenes gefährliche Schwefeldioxid entsteht.
  • Wenn man aber nun das Ganze in den richtigen, nicht sonderlich schwer zu berechnenden Mengenverhältnissen macht, dann braucht man nur noch die zwei produzierten Abgase bei normaler Umgebungstemperatur und normalem Luftdruck zusammen zu bringen und es entstehen daraus Schwefelpulver und Wasser. (Das Schwefelpulver kann man in Blöcke gießen und in alten Bergwerken zwischenlagern, bis man das Eisen mit dem Schwefel in einer einfachen Reaktion, bei der sehr viel Energie vn Form von Hitze frei wird, wieder zu Eisensulfid zur Reaktion bringt.). 

  • In einer "Bergauf-Bergab"-TV-Sendung des BR3 (... damals noch mit Herrn Magerer ...), wurde mal der Krater des Vulkans Stromboli in Italien aufgesucht. Herr Magerer hob vom Boden einige gelbe Steinchen auf und erläuterte, daß es sich um Schwefel handelt. In einem anderen Vulkankrater (Java?) findet man große Blöcke aus Schwefel, die dort - gemäß einer TV-Doku - in höchst gesundheitsschädigender Art&Weise zerlegt und ins Tal getragen werden.
  • Kurzum Schwefel in Blockform ist nichts was so ohne Weiteres von selber verbrennen täte, dh wäre insofern passabel zwischenlagerbar.

  • Nun wendet man sich dem Eisenchlorid zu, das mit der Natronlauge - aus der anfänglichen Elektrolyse des in Wasser gelösten Kochsalzes - schlichtweg zu dem ursprünglichen Kochsalz einerseits und Eisenhydroxid andererseits reagiert.
  • Wenn man dann das Eisenhydroxid erhitzt, zerfällt es in Wasser und rotes Eisen-III-Oxid (... nunja, welches echt zu schade ist, um daraus dann Eisen herzustellen,...).
  • So hat man es dann als Ausgangspunkt zur Eisengewinnung nur noch mit Eisen-III-Oxid - sei es gemäß obiger Reaktionskette, sei es von  Natur aus - zu tun, was dann jedenfalls ohne Schwefeldioxid-Abgas zu Eisen reduziert werden kann. (Evtl ja auch mittels Wasserstoff statt Kohlen, aufdaß kein Kohlendioxid ensteht; auch eine Reduktion mittels Methan scheint in Analogie zu SO₂ + 2 H₂S = S + 2H₂O  denkbar: etwa gemäß CH₄ + CO₂ = 2 C + 2 H₂O, sodaß man direkt bei Stahl statt bei Eisen einerseits angelangen täte und andererseits ohne Treibhausgase per Biogas ans Ziel käme; allerdings wären da normale Umgebungssituationen bzgl Temperatur und Druck sicherlich nicht auseichend. Außerdem wäre Stahl wieder Kriegswaffentauglich und so wäre die letztere Reaktionskette für Menschen, die sich noch nie als fähig erwiesen hatten mit solcherart von Gerätschaften vernünftig-genug umzugehen, unerwünscht und ich würde auch nicht gewollt haben, mich an Solchem zu beteiligen.).
  • Mit wenig weiterer Bemühung hat man einen geschlossenen Kreislauf ohne jegliche Abgase und jedenfalls ohne giftige Abgase. Zweifelsfrei könnte man es in diesem Sinne etwas "besser" machen können, das man sowieso schon zu machen pflegte und zu machen nicht unterlassen hätte.

  • Daß Schwefelbakterien vermutlich eine ähnliche oder auch diese "Reaktionskette" als grundlegenden "Stoffwechsel" und als ihre Atmung haben, kann  ich mir durchaus vorstellen. Allerdings lehne ich es ab und ist es abzulehnen deshalb Baktieren in Versuchslabore zu sperren, daran herumzuexperimentieren, sie zu qäulen und ihnen sonst noch allerlei Leid an zu tun!
  • Ich sah mal das Werk solcher Schwefelbakterien an einem - dem Tourismus Gott-sei-Dank unbekannt gebliebenem kleinen Thermalsee -; der ganze - ansonsten vulkan-schwarze -Strand des Thermalsees hatte einen ca 25cm breiten Zusatzstrand aus hellgelbem Schwefel.
  • Genügt es denn etwa nicht, daß sowas einfach nur wunderschön ist?

  • Daß zB auf der Venus, wo ca 400°C heiße Schwefelsäure-Dämpfe an der Oberfläche zu finden sind (wurde in einer Raumsonden-Doku mal berichtet), dann in kühleren Höhlensystemen im Inneren durch die Böden sickernde Schwefelsäure unter Umständen Salzsäure hervorbringen und so evtl so einen Prozeß aus Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxid ermöglichen könnte  - wobei das Schwefeldioxid etwa durchaus auch aus Schwefelansammlungen per Oxidationsprozessen herkommen könnte -, dh die Vorraussetzungen für das Atmen und Leben von Schwefelbakterien uä gegeben sein könnten, liegt dann auf der Hand. Aber muß/müßte man solche Wunderwesen der Natur deshalb aus lauter Wißbegierde versehentlich oder absichtlich ihrer Heimat berauben, sie qäulen, töten, usw? Gewiß nicht!
  • Daß dann darüberhinaus ähnliche Atmungs-, Stoffwechsel-Prozesse und damit Lebewesen auf der Basis weiterer "schwefelähnlicher" Elemente (zB Selen) denkbar sind, ist wohl anzunehmen.
  • In alten Bergwerken in Südwestspanien fand man in größerer Tiefe Bakterien, die von Eisenmineralien lebten und leben können; ob's Pyrith (wird auch "Katzengold" genannt, lt. Schulunterricht) war und Salzsäure aus der "salzigen Meeresluft" bzw Meeressalz-Salzablagerungen eine Rolle spielen?



Anhand üblicher Gesetzmäßigkeiten der Chemie, war es mir klar, daß es auch für die anderen Elemente innerhalb derselben Gruppe wie Schwefel (siehe "Periodensystem der Elemente", zB https://de.wikipedia.org/wiki/Periodensystem bzw die üblichen Chemie-Fachbücher der staatlichen Schulen in zB Deutschland.), also der "6.'ten Hauptgruppe", wozu nunmal auch noch Selen gehört ähnliche Reaktionen möglich sein könnten.  Desweiteren schien es mir nicht ausgeschlossen, daß auch für Methan und Kohlendioxid, geeignete Silane und Silicium-Dioxid es - uU bei geeigeneten Druck- und Temperaturverhältnisse - es ähnliche chemische Reaktionsketten geben könnte bzw man dazu gelangen könnte. (Eisen-III-Oxid und Methan könnten dabei unter Luftausschluß in einer Art Batterie-System bzw "Brennstoffzelle" - wie man das heutzutage nennen täte - zur Reaktion gebracht werden.)  Aber wenn man erst mal ein konkretes Beispiel hat, wo's nunmal geht ist es mehr oder weniger nur eine Fleißaufgabe ähnliche Reaktionsketten zu suchen, sie im Labor zu erforschen und zu erproben und dann insofern genau benennen zu können.


Zurück zur Referatthemenvergabe und dabei nochmals zur Eisengewinnung ohne giftige Agbase:


Nun, auf dieser Basis wär's dann ja nicht mehr schwer gewesen weitere solche Reaktionsketten zu suchen und zusammenzustellen.

Daher schlug ich dem Lehrer als mein Thema vor:

"Die Produktion chemischer Gebrauchsgüter in geschlossenen Kreisläufen, gegen Tierversuche, gegen und zur Vermeidung von Umweltverschmutzung".

Dabei wäre es also va auch um Kritik an Umweltverschmutzung , Tierversuchen gegangen und - nur mit wenig chemischen Details - um konkreter Möglichkeiten solcher Produktionen in geschlossenen Zyklen. (Schließlich ließe sich das produzierte Eisen am Ende mithilfe des gelagerten Schwefels, der als Zwischenlagerungsprodukt nunmal entstünde - in einer Reaktion, bei der sehr viel Wärme frei wird, wieder zu Eisensulfid (="Pryit") zurückverarbeiten, wodurch der Kreislauf zu einem geschlossener Kreislauf würde. Das war der erste Chemieversuch, der in der Schule einst von Gym.-Prof Wilhelm vorgeführt worden war; die Hitzeentwicklung war so erheblich, daß das Reagensglas aus Jenaer-Glas (hocherhitzbar, hitzebeständig) dabei teils geschmolzen und ganz verbogen worden war. Im zweiten Versuch gab der Lehrer Salzsäure dazu und erzeugte damit jenes stinkende Gas "Schwefelwasserstoff".

Man könnte im Übrigen auch eine Dampfmaschine mit Magnesium-Stückchen in geeigneter Körnung betreiben.

Das Ergebnis wäre dann Magnesiumoxid, ein weißes Pulver statt mehrfach giftiger Rauchschwaden mit Treibhausgas Kohlendioxid samt umweltschädlicher Säure-Anteilen wie Schwefelsäure, Stickoxiden uä der herkömmlich betriebenen Dampfloks.

  • Die Reduktion von Magnesiumoxid zu Magnesium würde dabei praktischerweise in Wüstengegenden mit sehr viele Sonnenbestrahlung mittels Solarenergie zu machen sein.
  • Nuja, man könnte auch gleich mit Solar-Wasserstoff fahren und das wäre zweifslohne in einem gewissen Sinne viel besser; nur hat man dann wieder heiße Wasserdampf-Abgase, wohingegen das noch heiße Magnesium-Oxid im Inneren der Lok verbleiben könnte. (...Nunja, das sind dann durchaus noch kleinere Unterschiede....)
  • Im Übrigen hat Eisen denselben Heizwert wie Steinkohle und Eisenfeilspäne lassen sich u.a. in reinem Sauerstoff mit einem Streichholz zum Verbrennen bringen.
  • Wär doch viel lustiger, wenn so nen eisernes Dampfroß mit Eisenfeilspänen betrieben werden täte und als Asche wieder Eisen-Rost für nen großen Schrotthaufen als Zwischenstation des großen "geschlossenen Betriebs-Zyclusses" hinterließe. Das sähe ja fast schon wieder aus wie jener Lehrspruch der röm.-katholischen Kirche zum Aschermittwoch: "Bedenke Mensch, daß Du aus Asche bist und zu Asche werden wirst". Hier gälte dann: "Bedenke bzgl Dampfroß, daß es aus Rost und Phyrit ist und zu Rost und Phyrit werden soll."

Man sieht, daß mein Themenvorschlag viel mit Kultur, Würde, Geografie & co zu tun gehabt haben würde.

Aber es hätte auch was mit Entscheidungstheorie zu tun gehabt: Schließlich wäre mein  Verfahrne nunmal einfach nur "Pareto-besser" gewesen. Aber ausgehend von dem MAXMIN-besser als weiterm Kriterium, wäre mein Verfahren, wegen der Systematik des geschlossenen Kreislaufs und seiner "umweltschonenden Art-&Weise" auch MAXMIN-besser gewesen. Im ungünstigsten Fall hatte man im Falle der "Röstmethode" & co Waldsterben samt Artensterben, Treibhauseffekt und auch geschädigten Atmungsorgane usw.

In meinem Falle wäre im "ungünstigsten Falle" kein Waldsterben, Treibhauseffekt usw zu erzielen gewesen.

Insofern wäre mein Verfahren sowohl Pareto-besser als auch MAXMIN-besser gewesen.

Allerdings wäre es angesichts der militärischen Mißbrauchsmöglichkeiten auch nicht "best" gewesen; aber dann muß/müßte man eben auf Technik basierend auf Chemie, Physik, Biologie usw ganz verzichten; solchem völligen Verzichte wollte und möchte ich dabei nicht im Wege stehen.

Allerdings ist es nunmal durchaus so, daß man ein Leben damit verbringen kann, im Rahmen der existenten  Straßen, usw, sich am Zurückgeben des gesamten ursprünglichen Lebensraumes an die Natur zu beteiligen. Die Schritte müssten dabei uU groß genug sein, um Umwelt-Katastrophen abwenden zu können.


Der Deutsch-Lehrer, der ja auch Geografielehrer war und insofern mit Umweltthemen, Industrialisierung und deren Folgen zu erwartenderweise fachlich Bescheid gewußt haben hätte sollen, lehnte den Vorschlag als "zu fachlich" rigoros ab.

"Da müßte extra der Chemie-Lehrer kommen und das müsse doch nun wirklich nicht sein", war sein Ablehnungsgrund.



b) Ablehnung weiterer Themenvorschläge durch den Lehrer

Alles was da zur Verantwortung eines Wissenschaftlers und somit zum  Tenor eines mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasiums gehört haben würde, lehnte er kategorisch ab; insbesondere Umweltschutz als Teil der Verantwortung eines Wissenschaftlers wollte er nicht zulassen.

In einer Geografiestunde oder auch Deutschstunde hatte er zwar auf die "Politik der hohen Schornsteine" des damaligen Kanzlers Willy Brandt (von der SPD, der sozialdemokratischen Partei Deutschland) hingewiesen und Kritik daran geübt - ja sich belustigend darüber geäußert - , aber Bemühungen der Umwelt gerecht zu werden, lehnte er kategorisch ab.

Eventuell hatte er ja die Sorge, daß er am Ende noch im abgasfreien Ökozug in die Ferien würde fahren müssen, anstatt in einem Mercedes oä vorzufahren und er fühlte sich da anscheinend persönlich betroffen. Außerdem fürchtete er vielleicht ja noch, daß nichts anders mehr als wie gut-vegane oder auch yogisch-vegane Ernährung am Ende vernünftigerweise überblieben und keine andere Ernährungsweise für erwachsene Menschen der Vernunft gerecht werden würde können.

Oje, unser Biologie- und Chemielehrer hatte ja in jenem 13. Schuljahr auch noch Grundzüge der Ernährungslehre aus biochemischer Sichtweise und Grundzüge des Umgangs mit Nährwerttabellen durchgenommen und man konnte sich daher eine seriös-zuverlässige vegane Ernährung damit zusammenstellen (Na klar würde man sich so eine Zusammenstellung noch von einer fachkompetenten Person dann noch bestätigt haben lassen)  bzw zumindest vorstellen.


c) Weitere Vorschläge meinerseits in der Woche danach

Schließlich bot ich dem Deutschlehrer in der Woche darauf nur noch 2 Themen zu seiner Auswahl an: Jean Paul Sartre, "der Ekel" ; das Buch + Sekundärliteratur wäre unweit der Schule in der Stadtbibliothek vorhanden gewesen (das einzige Buch an jenem Tag - an welchem ich eben nunmal nachsah - wo es die Primärliteratur und Sekundärliteratur in ausreichender Menge gab.

(Es gab ca 1/2 Meter Sekundärliteratur genau wie beim Vorjahrespflicht-Thema "Franz Kafka - das Schloss"; allerdings gab es damals - auch gemäß Bibliothekskatalog das Buch "Das Schloss" nicht in dr Münchner Stadtbibliothek; der Grund mag darin gelegen habeb, daß Franz Kafka dieses Buch per seines Testaments  nicht zur Veröffentlichung freigegeben hatte.)

Das hatte ich vorab explizit überprüft gehabt.

Als zweites Thema erwähnte ich noch das Buch "die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens von Maharishi Mahesh Yogi" als Thema wozu er sein geliebtes "Nein" sollte sagen können und wozu es in der Statdbibliothek gar nichts gab. Was es in der Schulbibliothek zur "Wissenchaft vom Sein und Kunst des Lebens" alles nicht gegeben hatte, hätte  der Lehrer ja eigentlich wissen müssen. 

Damals hatte ich nicht extra in der Stadtbibliothek nachgesehen, ob es zu diesem Buch überhaupt irgendeine Literatur gab. Am Morgen war ich - wie meist - zu Fuß in die Schule gegangen (ca 1/2 bis 3/4 Stunde) - und mein Weg hatte mich an einer Polizeistation vorbeigeführt.

Als ich so auf die Polizeistation, etwas brodelnd vor Wut über des Lehrers Referat-Vereitelungs-Methode und die von ihm verusachte zeitliche Verzögerung, zuging und dann vorbeiging, sagte ich zu mir, eingedenk der Polizei:

"Friede, Friede; er mag ja ein ziemlich außerhalb des Rahmens sein; aber jetzt klatscht Du Ihm nicht nur ein einziges Thema vor die Nase ', sondern sorgst dafür, daß er sein Gesicht wahren kann, indem Du Ihm ein zweites Thema anbietest:

Also, Du hast ein literarisches Thema gesucht; es paßt sowohl zur deutschen Geschichte, als auch zur Tatsache, daß Du als zweite Fremdsprache Französisch gehabt hast und es eigenet sich wohl sehr gut im Rahmen der viel beschworenen sog. 'Deutsch-Französischen Freundschaft'; es also doch egal, was Du als zweites Thema dazu noch anbietest.

Da war doch der Vortrag über ' die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens', den Du nunmal angehört hast und wo ein Buch für 8.-DM dazu angeboten worden war und welches daher auch nicht teuerer käme als das Buch 'Franz Kafka - das Schloss', das Du Dir im Vorjahr hast kaufen müssen, wegen dem notorischen Rahmenverlasser von Lehrer. Also 'Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens gemäß Maharishi Mahesh Yogi' schlägst Ihm als zweites Thema vor - und es ist ja nunmal evident, daß man darüber so ca 1 3/4 Schulstunden referieren kann, weil es doch jene Referentin in jenem TM-Center schließlich auch gemacht und gekonnt gehabt hatte - , um des lieben Friedens willen, noch vor.

Es muß ja doch nicht sein, daß extra die Polizei ins Klassenzimmer kommen muß, um den Lehrer zur Räson zu bringen!

Vertrauenslehrer der Schule war ja selber; muß es sein extra zum Oberstudiendirektor zu rennen?", so sagte ich zu mir selber, während ich so auf jene Polizeistation zu und vorbei ging und bot Ihm daher noch pur-formalerweise jenes zweite Thema an.




Wie war das doch zB mal?

Er redete über Goethe und Goethe's "Faust" (notorischen Schläger und Prügler Goethe meinte er da anscheinend?, Faust wie 'Kinnhaken', 'rechte Gerade', dh Boxerbereich? So kam's mir bisweilen vor!) und dann trat er plötzlich einen Schritt zur Seite und sagte: 'Gell, die >Name einer Schülerin der Klasse < hat schon Sex, hm hm  hm', dann nahm er seinen Schritt zurück und fuhr fort: Also 'Goethe will uns hier sagen, daß...' bla bla bla; der Lehrer benahm sich bisweilen einfach äußerst seltsam.

Im Vorjahr hatte er einen Wandertag dermaßen ver-gemanagtm daß es wortwörtlich aus dem Kama-Sûtra übernommen gewesen sein könnte mit der Absicht die 4 Mädchen in der Klasse zu verführen....Man ging an einen verbotenen Ort; Badegelände unweit Starnberg, das "nur für StudentInnen - mit gültigem Studentenausweis - und Bedienstete der Münchner Universitäten" existierte.



Sartre hatte zusammen mit Camus in der Résistance gegen NAZI-Deutschland gekämpft gehabt (General Charles de Gaulle leitete die Résistance von Großbritanien aus.) und nachdem in dieser Klasse jenes Gymnasiusm jene SchülerInnen zusammengefaßt waren, die als zweite Fremdsprache "fanzösisch" gelernt hatte, hätten sich Sarte, Camus und Andere durchaus angeboten.

Wir hatten im Deutschunterricht 3 russische Schriftsteller vorgesetzt bekommen (Gorki, Tschechow und Gogul); es war die gesamte Schulzeit über kein einziger französischer Schriftsteller je zur Sprache gekommen. Und da wurde dauernd von deutsch-französischer Freundschaft geredet. Oberpeinlich!

In "die schmutzigen Hände" beschreibt Sartre durchaus genau seine Situation: Er war ein Schriftsteller und wollte in der Resitance mitarbeiten und ernst genommen werden.

In einem der Werke von Camus geht es in einem Dialog immer wieder um die sich aufdrängende Frage, ob es besser wäre, sich selbst zu töten oder zu riskieren, den Deutschen in die Hände zu fallen und unter Folter eventuell die Namen von MitstreiterInnen preiszugeben. Alles wirklich gewichtige Themen. Im Buch "Geschichte der Indischen Litteratur" von Prof. Dr. Moriz Winternitz (Professor in Prag gewesen), findet man im Band II auf Seite 34, daß Buddha die Selbsttötung unter gewissen Bedingungen akzeptierte/akzeptiert habe. (Geschichte der Indischen Litteratur, Dr. M. Winternitz, C.F. Amelangs Verlag, Leipzig, 1920. - [24])

Sarte's Werk "der Ekel" wurde ca 2019 am Residenztheater in München aufgeführt; im Jahr danach wurde Sartre's "die schmutzigen Hände" aufgeführt.


d) Die Entscheidung des Gymnasialprofessors:

Aber der sog. "Gymnasialprofessor" wählte "Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens von Maharishi Mahesh Yogi", ein Buch von einem Privatverlag [11] aus. Ich konnte es nicht fassen und nahm an, daß ich mich verhört haben müsse; erst als er 14 Tage vor dem konkreten Referat im März 1971 das Thema der Schulklasse vorab bekanntgab, wurde mir klar, daß er das tatsächlich ernst gemeint hatte. (Gerne  wäre ich in der Woche danach von der Klassenfahrt in die abgasgeschwängerte, giftluftbeladen- stinkende Großstadt Berlin ferngeblieben und hätte zuhause noch das Referat über Sartre geschrieben; ich hätte mir nötigenfalls alle Literatur dazu kurzerhand gekauft, weil es ja nicht notwendigerweise in jener 1 Woche ausleihbar gewesen sein könnte; aber leider hatte ich mich doch nicht verhört gehabt. Jener "Gym.-Prof." hatte das auch noch ernst gemeint gehabt, ja Pfui Teife.)

Ich hatte damals jene "Transzendentale Meditation" [11] nicht gelernt und hatte es auch ganz und gar nicht vor, sie zu erlernen.

Zu einer Freundin, die es anfangen wollte und anscheinend wollte, daß ich es auch anfinge, sagte ich klipp&klar, daß ich es weder lernen wolle noch zu einem jener Info-Vorträge mitgehen möchte.

Sie plante daraufhin einen Infovortrags-Besuch zusammen mit einer Freundin. Als es aber an jenem Tag stundenlang in Strömen regnete, sprang deren Freundin ab und die Freundin rief mich an, ob ich sie nicht einfach nur begleiten könnte. Das tat ich dann. Als dann am Ende des Vortrags Fragebögen ausgeteilt wurden, um sich für TM-Erlernung anzumelden, sagte ich klipp&klar, daß ich das nicht wolle; das respektierte jene Freundin und verzichtete ebenfalls, an einem solchen TM-Erlernungskurs teilzunehmen. (Das war knapp vor dem Anfang des Schuljahres 1970/71 gewesen.)

In jenem Vortrag war von jenem Buch "Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" berichtet worden und daß man es im TM-Center für 8.-DM kaufen könne.

Ich kaufte mir jenes Buch anläßlich jenes Vortragsbesuches nicht.

Für jenes Schulreferat hatte ich es mir dann (auch schweren Herzens angesichts meiner sehr geringen finanziellen Möglichkeiten) kaufen müssen.

Das war also die klare und unmißverständliche Ausgangssituation.



2) Kritik an der Entscheidung des Lehrers:


Nun, der Lehrer hatte "Lern-und Lehrmittelfreiheit" offenbar nicht verstanden gehabt bzw den alliierten Befehl dazu, in einem Buch von Dr. Hans Merkt im kultusministeriellen Verlag als "Unterlagen zur Schulreform in Bayern nach 1945"  mal erschienen war [25], nicht gelesen gehabt bzw nicht wahr haben wollen.

  • (Ich hatte betreffs des Sartre-Themas jedenfalls in der Stadtbibliothek München extra nachgesehen gehabt, ob es dort die Primärliteratur und ebenso viele Bücheregal-Meter an Sekundärliteratur wie zum Vorjahrs-Pflichtthema gibt. Das Vorjahrs-Pflichtthema war Franz Kafka "Das Schloss" gewesen und nicht genug, daß das Buch entgegen des letzten Willens von Franz Kafka herausgegeben wurde; nein das Buch selbst gab es damals nicht in der Stadtbibliothek (eventuell ja nunmal wegen jenes Testaments von Franz Kafka) und ich hatte es mir extra selber kaufen müssen und genau Letzteres hatte ich im aktuellen Schuljahr nicht schon wieder zu müssen gehabt haben wollen)

Es geht dabei um folgendes Buch, dessen Existenz mir freundlicher- und dankenswerterweise Mitarbeiter der Bibliothek des Amerikahauses am Karolinenplatz in München (ca 1986) und dann Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte am ca Tag danach auf meine Frage nach einer Quelle zu jenem alliierten Befehl - von dessen Existenz ich im "geschichtlichen Rückblick" einer Münchner Tageszeitung, welche in einer S-Bahn herumgelegen hatte, erfuhr - mitteilten:




Es sei extra nochmals hervorgehoben:

[25]


Allerdings meinte der damaligen Kultusministers Dr. Dr. Ludwig Huber - der die Lern-und Lehrmittelfreiheit 1968 für abgeschafft zu erklären versuchte, 1/2 Jahr danach nicht mehr im Amt war und miterleben durfte, daß die Lern-und Lehrmittelfreiheit wieder eingeführt wurde -, daß "für alle folgenden Schuljahre" für Ihn nicht gelten täte.  Die Bayerische Staatsregierung brauchte sozusagen eine Extra-Aufforderung.

Definitiv hatte es 1968 einen Aufstand gegen die Nachkriegsordnung vonseiten einiger gestriger Lehrkräfte und Kultusministerium's MitarbeiterInnen - allen voran dem damaligen Kultusminister Dr. Dr. Ludwig Huber - gegeben gehabt. Dieser Aufstand hatte aber betreffs des Lebens einzelner SchülerInnen weitreichende Konsequenzen und richtete, zB in meinem sozialen Leben, allerschwerste Schäden an.

(Dr. Edmund Stoiber versuchte es dann etliche Jahre später erneut: Er, der mit über 60% der Wählerstimmen Ministerpräsident gewesen war und viel Popularität genoß, war es nach 1 Jahr nicht mehr und Dr. Horst Seehofer wurde aus der Bundeshauptstadt nach München geholt, zum Ministerpräsidenten gekürt und Büchergeld & co wurden - ziemlich klammheimlich - wieder abgeschafft.)




Leider wurde dieser Aufstand der Bay. Staatsregierung von 1968 dann - betreffs der "Leichen" , die produziert worden waren - nunmal nie geahndet.

Derjenige, der damals leider mein Deutsch-Lehrer geworden war, hatte im Herbst 1968 anscheinend seinen Unterricht für die kommenden 3 Schuljahre auf der Basis von Nicht-Lern-und-Lehrmittelfreiheit konzipiert gehabt.

Schon das erste Gedicht, das er damals im Rahmen der Lehrplanvorgabe "Gedichtinterpretation" d'rannahm, lag außerhalb dieses Rahmens; wieso?

Der Dichter, der anscheinend auch damals schon in München lebte, war eher nicht so ganz jugendfrei. Von einer Dame erfuhr ich mal - sher viele Jahre später -, daß sie zu einer Party bei jenem Dichter mal eingeladen gewesen war und daß sie mit ihrem, damals 10-jährigen Sohn, hingegangen war. Als die Tür geöffnet wurde, stand der Herr Dichter nackt vor ihr und ihrem Sohn; bis sie ging, sei er nackt herumgelaufen. Als vor wenigen Jahren (einige Jahre vor 2021) mal in Bayern ein Lehrer es wagte im Rahmen seines Unterrichts ein Nacktfoto einer Frau hochzuhalten, wurde er sofort vom Dienst suspendiert, wenn nicht gar dann auch entlassen. Also was sollte es, wenn der Herr Deutschlehrer ausgerechnet diesen Dichter als "Einstieg" in Gedichtinterpreation wählte und die Interpretation eines Gedichts dieses Dichters zur 1.Hausaufgabe (bewertet wie Schulaufgabe) machte?

Das Gedicht war nunmal, solcherart, daß das Gedicht dann eine klare pornographische Doppeldeutigkeit enthielt.

Das war dem Dichter dann später anscheinend selber noch aufgefallen oder aber er war, von zB seinem Verlag, darauf hingewiesen worden.

Jedenfalls schrieb er dann eine Interpretation zu seinem eigenen Gedicht, welche als Buch erschien und wo er jeglichen seuxalbezogenen Anklang tunlichst vermied.


Betreffs "Lern- und Lehrmittelfreiheit" sei noch angemerkt, daß Judith Bourque in ihrem Buch "Robes of Silk, Feet of Clay" [10] sich in den Seiten 43 bis 47 darüber beschwert, daß ein r.-kath. Priester - in sonntäglichen Stunden der religiösen Unterweisung - sie mit Horrorgeschichten betreffs "Hölle" traktiert habe. Man findet solche Horrorgeschichten im sog. "Petrus-Evangelium", welches jedoch im Rahmen von "missio" nicht benutzt werden darf, weil es von der Amtskirche als eine der nicht für ok befundenen Schriften gilt. Judith Bourque sieht darin eine der Ursachen für ihre spätere Beziehung zur TM-Scene.

Es ist insofern ein Beispiel, wie Mißachtung des Lehrrahmens, des Bereichs der zulässigen Literatur ziemlich unerwünschte Folgen oder auch seltsame Lebenswege zur Folge haben kann/könne.



3) Die Veranstaltung des Referats durch den Lehrer und die von Ihm dann noch - unangemeldeterweise - ermanagten 2 Zusatzstunden mit "Diskusion zu jener Thematik.


Das Referat über die "Wissenschaft vom Sein und Kunst des

Lebens" [11], das ich dann im März 1971 zu halten hatte, lief dann zunächst ab, wie sowas gehandhabt wurde. Am Ende konnten die SchülerInnen ihre Kommentare machen usw.


Ein Schüler - der mir, als bzgl allgemeiner kultureller Themen interessiert seiend, durchaus aufgefallen war - schlug dann vor, noch 2 weitere Schulstunden weiter zu diskutieren, weil das "mal ganz was Anderes und sehr interessant wäre".

Der Lehrer managte es, daß die Mathe-und Physiklehrerin ihre Stunde hergab und in jener Stunde die Debatte zum Referat- Thema (ohne jeglicher inhaltlicher Vorbereitetheit und auch ohne eine Möglichkeit gehabt zu haben, sich darauf vorbereitet gehabt zu haben) moderierte bzw, genauer gesagt, die Verantwortung dafür übernahm.

Die zweite Zusatzstunde wollte er dann selber wieder übernehmen, indem er seine Geografiestunde "zur Verfügung" stellte oder auch umfunktionierte.



4) die 2-stündige Zusatzveranstaltung

a) die erste Zusatz-Stunde

Unter der Moderation der Mathematik/Physik-Lehrerin (sehr jung gewesen, kaum 9 Jahre älter als wie ich; leider schon mit 61 Jahren gestorben; sie war damals dann Studiendirektorin gewesen.) blieb alles in einem sachlichen buchbezogenen, abstrakten, unpersönlichen Rahmen. Zunächst war die Fragestellerei an mich also inhaltsbezogen.

Da es am Rande auch um die PhD-Arbeit von Keith Wallace (statistische Testverfahren angewandt im Fach Physiologie) ging, war es selbstverständlich hilfreich, daß diese Fachlehrerin für Mathematik, die wohl sicherlich über ausreichende Kenntnisse in Wahrscheinlichskeitsrechnung und Statistik verfügte, insofern zu Hilfe gerufen worden war.

Während meiner Schulzeit war nunmal Wahrscheinlichkeitsrechnung&Statistik noch nicht Schulfach gewesen.

Nur wieso hatte der Lehrer dann den Chemielehrer nicht dabei gehabt haben wollen?


b) die zweite Zusatz-Stunde

Danach kam wieder der Deutschlehrer, der seine Geografiestunde dafür umfunktionierte.

Als Geografielehrer hätte er eigentlich Einiges von dem Wissen haben können oder auch haben müssen, was in Reiseführern über Indien sowas wie Pflichbestandteil ist, nämlich allgemeines Grundwissen zum Thema "indische Philosophie", "indische Religionen" und eigentlich ja auch über Shankara und wo die vier Lehrzentren, welcher hinterließ, sich in Indien befinden.

Wo der Badrinath-Tempel, der so ziemlich in allen Reiseführern über Indien erwähnt wird, so ungefähr liegt , hätte er eigentlich schon wissen sollen.

  • In der 7. Auflage des Baedeker's  Reiseführers über "Indien", Karl Beadeker Verlag, Ostfildern, ISBN 978-3-8297-1299-6 -[26] läßt sich zB im Register unter dem Suchbegriff "Badrinath" ein Verweis auf Seite 270 finden; unter Suchbegriff "Shankara" oder auch "Shankaracharya" findet man leider nichts finden.
  • In anderen Reiseführern der heutigen Zeit findet man ähnliche kurze Einträge bzgl Badrinath, die man über das Register finden kann. Im Zusammenhang mit jenen Einträgen - nicht aber in den Registern - wird dann häufig auf den Herrn Shankara hingewiesen.
  • Maharishi Mahesh Yogi wird in auf Seite 269 im "Baedeker Indien" ([26] im Zusammenhang mit dem Ort Rishikesh und der Popgruppe "Beatles" erwähnt.
  • Den Begriff oder auch Namen "Jyotir Math" kann man auf Seite 7 im Buch "Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" [11] finden. Allerdings ist unter diesem Begriff oder auch Namen (Es ist übrigens eine Ortsbezeichnung bzw Bezeichnung von einem der vier Lehrsitze, welche Shankara zum Erhalt seiner Lehren einst gründete) auch in der 7. Auflage des Baedeker's  Reiseführers über "Indien" [26] im Register kein Eintrag zu finden.
  • Als letzte Chance wäre da noch der Begriff "Shankaracharya", den Mr. Mahesh auch in seiner Einleitung in seinem Buch "Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebes" [11] auf Seite 24 erwähnt. Auch da hilft zB der umfängliche Reiseführer vo  Baedeker über "Indien" in der siebenten Auflage  [26] nicht weiter.
  • Wie hätte ich damals da hinfinden sollen bzw können? Mittels der "englischsprachigen" Ausgabe von mr. Mahesh's anderem Buch, das es damals gab, dh jener "Übersetzung" der ersten 6 Kapitel Bhagavad Gita und seinem Kommentar?
  • Nun das war mir damals schlichtweg zu weit weg vom Schulfach "Deutsche Sprache".
  • Im Katalog der Stadt Bibliothek München war damals aber unter den Suchbegriffen "Maharishi Mahesh Yogi", "Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" sowie  "Transzendentale Meditation" leider gar nichts zu finden.

Aber aus welchen Gründen auch immer, der Deutschlehrer, der auch Geografielehrer war und in dessen Geografiestunde jene Debatte zum Thema des Deutchreferats stattfand, schwieg sich aus.


c) Eine Vorgeschichte zur zweiten Zusatzstunde:

  • Einschub: eine Vorgeschichte
  • Genau 6 Tage zuvor hatte mich im Rahmen der Klassenfahrt nach Berlin ein weibliches Mitglied der Schulklasse, zu meinem 19.'ten Geburtstag in die Wohnung einer erwachsenen Freundin, einer Diplompharmazeutin und Apothekerin im praktischen Jahr gelockt. Ich lehnte die Einladung 2-mal höflich ab; als die Schülerin, die sich bis dahin stets tadellos kameradschaftlich benommen gehabt hatte und sich auch stets auf Kameradschaftlichkeit und nicht auf Sexappeal hin gekleidet hatte, dann immer noch nicht aufgeben wollte und schier zu betteln anfing, daß ich doch kommen möge, willigte ich ein kurz vorbeizukommen. Die Party verlief zunächst sehr nett, passend zum netten Benehmen jener Schülerin. Als ich dann aufstand um zu gehen, fragte sie mich erstaunt, was los sei. Ich erklärteihr, daß ich und die anderen SchülerInnen um 23.00 Uhr - im Gegensatz zu Ihr, die mit Erlaubnis jenes Lehrers bei ihrer Freundin übernachten  durfte, lt. jener damaligen Schülerin -    in der Klassen-Unterkunft zu sein hätten. Sie sagte, daß noch etwas Zeit dafür sei und ihre Freundin  extra noch einen Geburtstagskuchen gebacken habe. Zum Beweis der Richtigkeit der Aussage wurde der Guglhupf hereingetragen und mir ein kleines Geschenk überreicht. In der Schachtel befanden sich viele Reformhauswarenpröbchen, die mich freuten. Ganz zu unterst  lagen dann jedoch 2 Filmtabletten drinnen. Als ich diese umdrehte stand "Barbiturat" darauf. Lt. einer jener üblichen Zeitschriften, die bei Zahnärzten & meinem Sportarzt auszuzliegen pflegten, galt "Barbiturat" jedoch als Droge und wurde als solches gehandelt; jedenfalls war es verschreibungspflichtig und lt. einer CIA-Spezialistin (siehe "deadly intelligence", Sendung im TV, genauer: >> Deadly Intelligence: Atomwissenschaftler als Zielscheibe - ZDF ;https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/deadly-intelligence-atomwissenschaftler-als-zielscheibe-102.html        Deadly Intelligence: Atomwissenschaftler als Zielscheibe . Wissenschaftler im Fadenkreuz. Während der späten 1980er Jahre sterben mehr als 20 Wissenschaftler eines plötzlichen Todes. Es keimt ... <<) könne Barbiturat als "KO-Pille" gegen erwachsene Männer mißbraucht werden.
  • Unverzüglich sprach ich - deutlich aber wohlwollend - an, daß diese 2 Filmtabletten da wohl nicht hinein gelangen hätte sollen; aber die Gastgeberin, die immerhin Diplompharmazeutin und "Apothekerin im praktischen Jahr" war, unternahm nichts; sie nahm nicht einmal das "hochgefährliche pharmazeutische Zeugs" an sich, um es über die Apotheke, in welcher sie mitarbeitete, zu entsorgen.
  • Nun war mein  Entschluß gefaßt bei nächster Gelegenheit zu gehen.
  • Aber es klopfte noch an der Tür, ein - dem Anschein nach - Nachbar stand anzüglich grinsend vor der Tür, wurde hereingelassen, polemisierte nach kaum 2-5 Minuten gegen die Party und daß sie "stinklangweilig" sei, öffnete eine Zigarette, tat was hinein, verschloss sie wieder und ließ sie reihumgehen.
  • Als er auch noch die Unverschämtheit besaß sie mir anzubieten, antwortet ich icht mehr wohlwollend, sondern zurückweisend, schroff und unmißverständlich, daß ich grundsätzlich keine Drogen nehme und er sie sich sonst wo hinschieben könne.
  • Er bot sie noch jener Klassenkameradin an, die es verschleierte, ob sie die Zigarette rauch oder auch nur so täte.
  • Bevor sie ihre Hand wieder herunterlassen hatte, fiel ich auf dem Sitzsack, auf welchem ich bis dahin gesessen hatte, bewußtlos um.
  • Der Frau Apothekerin im praktischen Jahr kam es nicht in den Sinn einen Arzt zu rufen.
  • Um ca 5.30 am Morgen kam ich wieder zu mir; die Anderen saßen mit seltsam hängende Köpfen wie am Vorabend auf denselben Stühlen und waren allesamt irgendwie völlig weg.
  • Die Frau Apothekerin im praktischen Jahr war gekleidet wie am Vorabend, saß wo sie am Voraben auch gesessen hatte und folgte sofort jedem meiner noch etwas benommen umherwandernden Blicken.
  • Die Klassenkameradin, die mich gedrängt gehabt hatte, zu jener "Party für mich" zu kommen, lag  - in jener Winternacht mit leichtem Schneefall die ganze Woche - über in Strapsen ohne Bettdecke auf dem einzigen Bett in der Mitte des Raumes. Der "Unsympath von Nachbar" war verschwunden..
  • Erst 1984 fragte ich mal nach, ob man bei einem Passiv-Haschisch-Rauchen plötzlich so einschlafen könne. Ich hatte mich im Gesamtzusammenhang an den MAD gewandt, da ich damals als Zivilarbeiter im Bundeswehrbereich tätig war.
  • Zur konkreten Drogen-Frage schickte man mich zum LKA, das plötzlich tatsächlich bereit war, meine Frage zu beantworten -....beim Kultusministerium hatte ich "Verhöhung", Nichtstun und "Beleidigungen" bzw ausweichendes Nichttun und "bewußtes Nichtverstehenwollen" - Begriff vom früheren Bay. Ministerpräsidenten Dr. Horst Seehofer-  als Antworten bekommen....- und nach kurzer Befragung zum Ergebnis kam, daß man mich ko-gepuillt haben müsse; die mir gegeben Erklärungd es warum&wieso das anzunehmenderweise so gewesen wäre, war hahnebüchen und schlichtweg absurd. Nunja, dazu hatte man sich eben zu wenig Zeit genommen und sich auf "zwischen Tür und Angel" beschränkt gehabt.


  • Der Lehrer war stocksauer über die nächtliche Abwesenheit eines Pärchens aus der Klasse, die auch zu jener Party eingeladen gewesen und gekommen waren. Im Falle der 2 besseren Schüler - inklusive mir - unternahm er nichts Konkretes.

Durch diesen Einschub versteht man nun, was er bei jenem TM-Referat an mir - zumindest anscheinend - ausließ und daß er mir etwas exorzismus-istisch austreiben wollte.

  • Daß am Tag vor der Bewußtlospillung meiner, 2 Mitglieder der Schulklasse anläßlich des "Pflichtbesuchs Ostberlin" angeblich - ich war nicht dabei gewesen - "schwarz tauschten", verhaftet wurden usw, kommt noch hinzu. Aber die obligatorische Inaugenscheinahme der "Berliner Mauer" hätte der Herr Lehrer mit der Schulklasse schließlich auch vom Westen aus hinter sich bringen können.
  • Auch im Zusammenhang mit dieser Misere hat er sich als hazadeurhaft, d'raufgängerisch, unseriös und vom strategischen Denken her schlichtweg als völlig abwegig gezeigt; seine Entscheidungen ließen den "Ungünstigsten Fall" einfach außer Acht; er war eben ein Träumer, der es vorzog von günstigeren Fällen auszugehen und hohe Risiken in Kauf zu nehmen.
  • Daß er minderjährige SchülerInnen dabei hatte, war ihm anscheinend nicht bewußt.
  • Es war die erste Klasse mit Mädchen höheren Alters an jener Schule gewesen und vor lauter Jungens und Mädchens sah er nicht mehr "SchülerInnen", den Lehrplan, die Fachthemen, usw.


Daß man mich nur bewußtlos pillen hatte können, weil er dem ebenfalls minderjährigen weiblichen Mitglied jener Schulklasse erlaubt hatte, übernacht weg zu bleiben, soweit zu denken war er nicht bereit oder auch nicht fähig gewesen.

Weil seine falsche Entscheidung, jener Schülerin nächtliche Abwesenheit zu gestatten, von jener und derer Freundin mißbraucht worden war, um mich - anläßlich meines Geburtstages -  in eine Falle zu locken, wollte er mir nun auch noch anhängen und mich dafür verletzen und bestrafen. Pfui Teufel!

Dem Bay. Kultusministerium fiel auch nichts Besseres ein, als ihn dafür zu belobigen und ihn zum Oberstudiendirektor zu befördern, nachdem ich von der Geschichte -  dank des MAD und der Mithilfe des LKA - die Sachlage soweit darzustellen in die Lage gekommen/versetzt worden war. Ich war ja mit  der Aufklärung der Vorfälle und Bewertbarmachung der Verläßlichkeit jenes damaligen Gymnasialprofessors eh noch viel schneller als das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowie jene ehemalige Schule, der ich anvertraut worden war!



d) Entgleisung der zweiten Zusatzstunde:

Nun begann die "Diskussion" - versehentlich oder auch absichtlich - mehr und mehr zu entgleisen.

Schließlich, nach ca 15 -25 Minuten fing ein Schüler an die Frage an mich zu richten: "Wie macht man denn diese TM?".

Ich erklärte Ihm sachlich,  daß mein Referatthema der Inhalt jenes Buches war und daß es dort aber nicht d'rinnen stehe.

Er fragte nach: "Wie macht man das?".

Ich sagte Ihm, daß es lt. jenem Buch darum gehe tiefe Ruhe zu erlangen und daß ich es nicht wisse wie man das mache, weil ich es weder erlernt habe, noch es im Buch stehe.

Er fragte wieder - mit zunehmend unverschämterem Unterton  - nach: "Wie macht man das?"

Ich antworterte, daß ein "Zur Ruhe kommen man sich eventuell ja vorstellen könne als Abnahme der Amplitude einer Welle".

Er fragte wieder nach: "Wie macht man das"

Ich sagte: "Weiß ich nicht, steht nicht im Buch!"

usw

Schließlich wurde er noch unverschämter und mehr und mehr wie der "Schachter'l-Teife" persönlich fragte er:

"Ich will wissen wie man das macht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!".


Der Lehrer grinste allenfalls abartig dazu und brach die Debatte weder ab, noch griff er moderierend ein.


Irgendwann sagte ich dann: "Wenn diese Frage nun nochmals kommt, muß ich das auch noch anfangen auch!".

Nun plärrte der Gymnasialprofessor den Schüler an: "..., jetzt hör endlich auf!"

Jener Schüler hob abermals seinen "Finger" und stellte präzise dieselbe Frage - wofür ihn der Lehrer angeschrien hatte - in aller Boshaftigkeit erneut und der Lehrer griff nicht disziplinarisch durch, sondern schwieg - noch abartiger - weiter.


Alsbald war die Stunde (... nunmehr also für mich die vierte Stunde ohne Pause...) per Gong zuende gegangen, der Lehrer - der auch der Klassleiter, Vertrauenslehrer der Schule und Sportlehrer der Jungens gewesen war - schlich sich wortlos, dümmlich winkend aus dem Klassenzimmer.


e) nächste Schulstunde, nochmals ca 10 -15 Minuten zu jenem Thema und Ende:

Nach den 5 Minuten Zwischenpause, in der die Debatte also weiterging, nachdem der Lehrer sie nicht abzubrechen willens bzw fähig gewesen war, kam der Sozial-und Geschichtskunde-Lehrer ins Klassenzimmer.

Er stellte sich, wie üblich, vor die Klasse und fragte erst mal beschwichtigen wollend, menschlich wohlwollend:

"Worum geht es denn hier?".

Nun mußte ich mir also noch ein ca 10-15-minütiges Kurzreferat über "die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" einfallen lassen, bis der Lehrer meinte nun ausreichend im Bilde zu sein.

Ohne Literaturrecherche, unabhängige Quellen und schon gleich ganz und gar ohne Orginalquellen-Studium entschied er dann:

"Ach diese Weltverbesserungslehren sind doch alle gleich! Ich will jetzt Unterricht machen!".

Der zweite Teilsatz war lobenswert und irgendwie ja erkenntnisreich.

Dazu ist man ja nunmal auch Lehrer, nicht wahr?

Insofern klatsche ich dazu Beifall und gratuliere dem Lehrer.

Den ersten Teilsatz hätte er sich besser gespart, denn davon verstand er nunmal nichts. Außerdem war der erste Teilsatz als Einleitung zum Zweiten absolut nicht erforderlich.

Ein "ich will dazu nichts sagen, ich habe mich mit jenen Quellen nicht befaßt und mich ja auch nicht vorbereiten können, weil man mir davon niemand was gesagt hatte" würde als erster Halbsatz vollauf genügt haben.

Aber nunja, er war ja auch von seinem, willkürlich und blindwütig agiert gehabt habenden, Kollegen überrumpelt und in jene Situation gestellt worden.





III) Antworten.


1) Anmerkung: "Das Lied vom Spieler"aus Rigveda X, 34.

Aus dem Werk:

>>

Die Litteraturen des Ostens in Einzeldarstellungen

Neunter Band

Geschichte der indischen Litteratur

von Dr. M. Winternitz

Professor an der deutschen Universität in Prag

Erster Band

Zweite Ausgabe

Leipzig

C.F. Amelangs Verlag

1909

 <<  


Auf den Seiten Seite 97 und 98 findet sich das Lied vom Spieler:


Zitatanfang:

„...

Das schönste aber unter den nicht-religiösen Gedichten der

Rigvedasammlung ist das Lied vom Spieler, Rv. X, 34. Es ist das Selbstgespräch eines reuigen Sünders, der durch seinen unwiderstehlichen Hang zum Würfelspiel sein Lebensglück zerstört hat. In ergreifenden Versen schildert der Spieler, wie ihn die Würfel um sein Familienglück gebracht haben:

 

  • >> Mein Weib hat nie mich aufgereizt, gescholten.
  • Sie meint es gut mit mir und meinen Freunden;
  • Obschon sie treu war, stieß ich sie doch von mir
  • Dem Würfel, der mir alles gilt, zuliebe.
  •  
  • Nun haßt die Schwieger, weist mich ab die Gattin,
  • Des Spielers Klagen finden kein Erbarmen;
  • Ich weiß auch nicht, wozu ein Spieler gut wär’,
  • So wenig als ein treuer Gaul im Alter.
  •  
  • Nach seinem Weibe greifen fremde Hände.
  • Indes mit Würfeln er auf Beute auszieht.
  • Der Vater, Bruder und die Mutter rufen:
  • Wer ist der Mensch? Nur fort mit ihm in Banden!<<

 

Aber auch die unheimliche Macht der Würfel wird in kräftigen Worten geschildert:


  • >> Und sag’ ich mir: ich will nun nicht mehr spielen,
  • So lassen mich im Stich die Freunde alle;
  • Doch hör’ ich wieder braune Qüerfel fallen,
  • So eil’ ich wie zum Stelldichein die Buhle.<<

 

Und von den Würfeln heißt es:

 

  • >> Sie sind wie Angeln, die sich bohren in das Fleisch,
  • Betrüger sind sie, brennen, quälen, peinigen;
  • Nach kurzem Glücke rauben sie den Sieger aus,
  • Dem Spieler sind sie dennoch süße Herzenslust.
  •  
  • Sie rollen nieder, hüpfen in die Höhe,
  • Und ohne Hände zwingen sie die Fäuste.
  • Die zauberhaften Kohlen auf dem Plane
  • Versengen jedes Herz, obwohl sie tot sind.<<

 

Und so sehr er auch sein Schicksal bejammert, so fällt er doch immer wieder in die Gewalt der Würfel:

 

  • >>Verlassen, grämt des Spielers Weib sich einsam,
  • die Mutter, weil der Sohn - wer weiß, wo - umirrt.
  • Er selbst verschuldet geht voll Angst auf Diebstahl,
  • Verbirgt zur Nacht sich unter fremden Dache.
  •  
  • Ein Weh ergreift ihn, wenn er sieht die Gattin
  • Und wohlbestellte Heimat eines andern.
  • Am frühen Morgen schirrt er schon die Braunen ¹),
  • Erlischt das Feuer, sinkt der Wicht zusammen.<< ²)

 

Zum Schlusse besinnt er sich doch eines Besseren: er fleht die Würfel an, ihn freizulassen, da er, dem Gebot des Savitar folgend, das Spiel aufgeben wolle, um seinen Acker zu bestellen und seiner Familie zu leben. ....

 

         _____________________

¹) D.h. er beginnt mit den braunen Würfeln zu spielen.

²) Übersetzung von K.Geldner in >>Siebzig Lieder des Veda<<, S.158 ff.

Zitatende

(aus den Seiten 97 und 98 in [41]))



2) TM-Meditationspraxis anhand der Literatur

a) Chândogya-Upanishad, Siebente Lektion, die Unterweisung des Nârada durch Sanatkumar


i) Ausführugen zur Chândogya-Upanishad

Vor wenigen Wochen (Ende 2020/Anfang 2021) und nach Jahren der Literaturrecherchen, stellte ich nun fest, daß das Buch "Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" samt den Einzelheiten der "TM- Meditationstechik" sich, durchaus auffallend passed, in Beziehung setzen läßt zu der Unterweisung des Nârada durch Sanatkumar (... für religiöse Hindus ist Sanatkumar "der Kriegsgott", schrieb mir mal nen indischer Wissenschaftler, in einer Veranstaltung betreffs Shankara, freundlicherweise. Es ist auch zu finden bei Professor Deussen:

  • >>... Von dieser Art ist auch der vorliegende Abschnitt, in welchem wie gewöhnlich ein Brahmane durch einen Kshastriya) Nârada als höchster Repräsentant des Brahmanentums ("unter den Götter-ishis bin ich Nârada", sagt Kṛisha, Bhag. G. 10,26) durch den Kriegsgott Sanatkumâra oder Skanda als höchsten Vertreter der Kshatriyas (unter den Heerführern bin ich Skanda, ib. 10,24) belehrt wirde. ...<< Siehe  "Sechzig Upanishad's des Veda, aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Dr. Paul Deussen", Professor an der Universität Kiel, zweite Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1905, Seite 171,[2]

Mr. Mahesh wiederum war nunmal - von seiner Abstammung her angeblich - "Kshatriya", dh Angehöriger der "Kriegerkaste", sodaß jene Upanishade demgemäß zu Ihm einfach paßte....), welche man in der Chândogya-Upanishade in der siebenten Lektion finden kann.



Erfreulicherweise gibt es eine Übersetzung dieser siebenten Lektion der Chândogya-Upanishade, dh diese Upanishade betreffs der Unterweisung des Nârada duch Sanatkumar, in die deutsche Sprache bereits seit dem Jahre 1808. (siehe in der Bay. Staatsbibliothek, dort Online lesbar, www.BSB-muenchen.de), Ein Professor Rixner hatte - u.a. diese siebente Lektion - per Übersetzung des Oupnek'hat aus dem Lateinischen ins Deutsche angefertigt und verfügbar gemacht.( "Versuch einer neuen Darstellung der uralten indischen All-Eins-Lehre ...", von Thaddae Anselm Rixner, Professor der Philosophie am königlich Baierischen Lyceum zu Passau, Nürnberg, in der Steinischen Buchhandlung, 1808, Seite 161 bis 189; siehe [1], Das Buch kann dank der Bayerischen Staatsbibliothek in München Online gelesen werden: https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb10251268/bsb:1146545 ; eine Inhaltsverzeichnisangabe dazu ist auf Seite 50; diese siebente Lektion der Chândogya-Upanishade beginnt auf Seite 161 und ist direkt erreichbar per: https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb10251268/bsb:1146545?q, dann innerhalb jener Menüoption des Menüs "im Dokument blättern" 165 hochblättern und dann auf das "Los"-Feld drücken.)

(Interessanterweise ist der Schriftyp da noch ganz wie die modernen üblichen Schifttypen nunmal auch sind, problemlos auch in der heutigen Zeit lesbar, auch wenn einige Worte anders geschrieben wurden, wie zB "giebt" statt "giebt".)

In seinem Vorwort auf Seite 10 weist Rixner auf das Folgende hin:

  • "...daß Herr Anquetil selbsten ... von der deutschen Metaphysik ... so vortheilhaft urtheilte, daß er zu Richtern seines vorliegenden Werkes, mit Vorbeigehen seiner eigenen Landsleute, deutsche Philosophen aufrief; und besonders von einem Kant, Göthe, Schiller, Humboldt, Jakobi, Maimon, Fichte, Bouterweck, Reinhold, Bardili und Köppen, gelesen und gewürdiget zu werden, sich wünschte. S. Oupnekhat Tom 1. annot et emendat.p.722."
  • Seite 10 in [1]


Die Gesamtübersetzung der ca 1000-seitigen Ausgabe von Anquetil Dupperon - welche in den Jahren 1801 bis 1802 erschienen war (Oupnek'hat: (id est, Secretum tegendum): continens ... doctrinam, è 4 sacris Indorum libris ... excerptam ... / 1. (1801). - 734 S.; siehe zB.: https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb10219768/bsb:1146546  und Oupnek'hat: (id est, Secretum tegendum): continens ... doctrinam, è 4 sacris Indorum libris ... excerptam ... / 2. (1802). - XVI, 880, 36 S.  Argentoratum [u.a.], 1802 siehe zB.: https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb10219769/bsb:1146547) -, der es, auch lt. Professor Rixner's Vorwort, aus dem Persischen ins Lateinische übersetzt hatte - des Oupnek'hat erfolgte dann erst 1882 durch Dr. med. Mischel, Dresden, Komissionsverlag und Druck von  Heinrich, 1882 - siehe [3] - ; dieses Ausgabe war dann in jener, heutzutage von so Manchem eher nicht mehr lesbaren, "deutschen Schrift" gesetzt. Die siebente Lektion findet man dort auf den Seiten 36 bis 45. (...Das Buch mit 592 Seiten ist  Online lesbar in der Bayerischen Staatsbibliothek in München... https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0011/bsb00117812/images/); zum Inaltsverzeichnis kommt man per: https://daten.digitale-sammlungen.de/0011/bsb00117812/images/index.html?id=00117812&groesser=150&fip=193.174.98.30&no=&seite=15  und die siebente Lektion der Chândogya-Upanishad ist zu erreichen auf Seite 36 bzw mittels des Links: https://daten.digitale-sammlungen.de/0011/bsb00117812/images/index.html?id=00117812&groesser=150&fip=193.174.98.30&no=&seite=64


1889 reichte Otto von Boethlingk noch eine Übersetzung aus dem Sanskrit ins Deutsche nach. "KHÂNDOGJOPANISHAD, kritisch herausgegeben und übersetzt", von Otto von Böthlingk, Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1889. (siehe [4]). Man findet die "siebente Lektion" dort auf den Seiten 71 bis 82.

1905 erschien dann die zweite Auflage von "Sechzig Upanishad's des Veda" von Professor Paul Deussen, in heutzutage durchaus auch von allen lesbaren Lettern gedruckt. Siehe  "Sechzig Upanishad's des Veda, aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Dr. Paul Deussen", Professor an der Universität Kiel, zweite Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1905. (siehe [2]) Zu finden ist die siebente Lektion darin auf den Seiten 170 bis 187. In der Bayerischen Staatsbibliothek findet sich da ein Link zu einem Werk, titels: "Klassische Upanishaden. Die Weisheit des Yoga: Auszüge aus dem Werk Sechzig Upanishads des Veda von Paul Deussen" , welches per einer Linkangabe vermöge "https://opacplus.bsb-muenchen.de/metaopac/hitList.do?methodToCall=pos&identifier=100_SOLR_SERVER_127794295&curPos=11#100" aus der Bayerischen Staatsbibliothek, München, Ludwigstraße, "https://www.bsb-muenchen.de/" zu erreichen ist führt zu https://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Upanischaden/Vorwort1.htm.

Die siebente Lektion der Chândogya-Upanishade, genannt "Siebenter Prapathaka" kann man via "https://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Upanischaden/Vorwort1.htm" auffinden.

Zu "Paul Deussen, Kiel 1897, Vorrede, Inhaltsverzeichnis und  Einleitung von Professor Deussen zu Sechzig Upanishad's des Veda" erreicht man im Übrigen mittels des Links "https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV042552675" aus der Bayerischen Staatsbibliothek, München, Ludwigstraße, https://www.bsb-muenchen.de/)


In dem Buch "Vivekananda Leben und Werk" von Swami Nikhilananda, Drei Eichen Verlag München 60 + Engelberg /Schweiz, deutsche Bearbeitung von Spengler-Zomak aus dem Jahre 1972 (siehe [5]) kann man auf den Seiten 191 bis 192 Swami Nikhilananda's Bericht über die Begegnung von Prof Deussen und Swami Vivekananda lesen.

Es heißt auf Seite 191 u.a.:

  • "... Professor Deussen beherrschte Sanskrit vollkommen  und war vielleicht der einzige Gelehrte in Europa, der diese Sprache fließend sprechen konnte. ...". [5]


Da wäre noch die, teils in Prosa gehaltene, Übersetzung von Alfred Hillebrandt zu nennen, die im Buch "Upanishaden, die Geheimlehre der Inder, mit einem Vorwort von Helmuth von Glasenapp" in Diederischs Gelbe Reihe vom Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2003 (siehe Seite 118 bis 121) neu vorgelegt wurde, Hillebrandt's  Erstausgabe stammt aus dem Jahre 1921, wird auf Seite 9 unten in der Diederichs-Ausgabe erwähnt. (Im Literaturverzeichnis findet man dieses Buch als [6].)


Hinzukommen so manche Ausgaben in Englischer Sprache.

Eine Ausgabe von Eknath Easwaran.

Eine Ausgabe der noch neueren Art ist dabei jene von S. Panoli.


ii) Parallelen zu bzw Betrachtungen bzgl. möglicher und etwaiger Einflüsse dieser Upanishade auf Johann Wolfgang von Goethe's Werk "Faust".



Die Belehrung des Nârada in Stufen, hebt insbesondere Professor Deussen in seinen Anmerkungen hervor.

Zu erwähnen ist auch René Descartes allbekanntes Ergebnis seiner Suche nach einem zweifelsfreien Satz: "Ich bin" (Siehe [23]). Nachdem "bin" als Infinitiv nunmal "sein" hat, bedeutet "ich bin" auch "Ich habe das Sein erreicht".


Nârada klagt erst sein Leid, daß er zwar alles studiert habe, was es da zu studieren gegeben habe und aber die innere Zufriedenheit nicht habe finden können.

Detailierter als bei Rixner findet man das bei u.a. Prof Deussen und Prof Easwaran dargestellt.

Bei Prof Deussen heißt es da:

  • >> ...
  • 2. Und jener sprach: Ich habe, o Ehrwürdiger, gelernt den Ṛigveda, Yajurveda, Sâmaveda, den Atharvaveda als vierten, die epischen und mythologischen Gedichte als fünften Veda, Grammatik, Manenritual, Arithmetik, Mantik, Zeitrechnung, Dialektik, Politik, Götterlehre, Gebetlehre, Gespensterlehre, Kriegswissenschaft, Astronomie, Schlangenzauber und die Kunst der Musen [ wörtlich: der Halbgötter]; - das ist es, o Ehrwürdiger, was ich gelernt habe;
  • 3. und so bin ich, o Ehrwürdiger,  zwar schriftkundig aber nicht ātmankundig;  denn ich habe gehört von solchen, die dir gleichen, daß den Kummer überwindet, wer den Ātman kennt; ich aber o Ehrwürdiger, bin bekümmert; darum wollest du mich, o Herr, zu dem jenseitigen Ufer des Kummers hinüberführen! "-
  •   Und er sprach zu ihm: "Alles was Du da studiert hast, ist nur Name (nâman). ... << ( siehe [2], dh "Sechzig Upanishad's des Veda, aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Dr. Paul Deussen", Professor an der Universität Kiel, zweite Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1905. Zu finden ist die siebente Lektion darin auf den Seite 174)


In Goethe's Faust I findet man da etwas Ähnliches.

In seinem Vorwort erwähnt, wie bereits zitiert, Professor Rixner übrigens extra, daß er es begrüßen würde, wenn gewisse Gelehrte der damaligen Zeit sein Werk lesen und ihre Meinung dazu äußern würden. Einer der genannten Gelehrten war ein Herr Göthe, der im  Urfaust jene Klage des Dr. Faust - wonach er alles studiert habe, aber nun allenfalls die Schüler an der Nase herumführen könne, weil er eigentlich doch kein wirkliches Wissen gefunden habe bzw gar der Meinung sei, daß man nichts wissen könne. -  noch nicht d'rin gehabt hatte. Seite der lateinischen Ausgabe - 1801/1802 erschienen - hatte Johann Wolfgang von Goethe also Zeit genug gehabt, um diese siebente Lektion der Chândogya-Upanishade gelesen und in seine Faust I, der auch 1808 erschien, eingebaut zu haben).


Bei "Projekt Gutenberg"  findet man die gesuchte Stelle aus Goethe's Faust I via folgendem Link: https://www.projekt-gutenberg.org/goethe/faust1/chap004.html [8]


Bei http://www.digbib.org/Johann_Wolfgang_von_Goethe_1749/Faust_I_.pdf ist die folgende Stelle auf Seite 8 und 9 zu finden:


>>

  • Nacht.
  •    In einem hochgewölbten, engen gotischen Zimmer Faust,
  • unruhig auf seinem Sessel am Pulte.

 

  •    FAUST:
  • Habe nun, ach! Philosophie,
  • Juristerei und Medizin,
  • Und leider auch Theologie
  • Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
  • Da steh ich nun, ich armer Tor;
  • Und bin so klug als wie zuvor!
  • Heiße Magister, heiße Doktor gar
  • Und ziehe schon an die zehen Jahr
  • Herauf, herab und quer und krumm
  • Meine Schüler an der Nase herum-
  • Und sehe, daß wir nichts wissen können!
  • Das will mir schier das Herz verbrennen.
  • Zwar bin ich gescheiter als all die Laffen.
  • Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen;
  • Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel,
  • Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel-
  • Dafür ist mir auch alle Freud entrissen,
  • Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen,
  • Bilde mir nicht ein, ich könnte  was lehren,
  • Die Menschen zu besseren und zu bekehren.
  • Auch hab ich weder Gut noch Geld,
  • Noch Ehr und Herrlichkeit der Welt;
  • Es möchte kein Hund so länger leben!
  • Drum hab ich mich der Magie ergeben,
  • Ob mir durch Geistes Kraft und Mund
  • Nicht manch Geheimnis würde kund;
  • Daß ich nicht mehr mit saurem Schweiß
  • Zu sagen brauche, was ich nicht weiß;
  • Daß ich erkenne, was die Welt
  • im Innersten zusammenhält,
  • Schau alle Wirkenskraft und Samen,
  • Und tu nicht mehr in Worten kramen. ...

>>

von Seite 8 und Seite 9 in http://www.digbib.org/Johann_Wolfgang_von_Goethe_1749/Faust_I_.pdf;  dieser Link ist vom 1.März.2021; [27])



Aber auch diese klare Parallelität zwischen Goethe's Theater-Figur "Dr. Faust" und der Person "Nârada" (Prof. Rixner schrieb ihn als "Nard") wurde vom Deutschlehrer nicht erwähnt, obwohl Goethe's Faust I Pflichtlektüre der 13.Klasse gewesen war, es eine obligatorische Schulaufgabe darüber gab und der Lehrr Faust II dann noch im Stile eine Seminars von der Schul-Klasse ducharbeiten ließ.

Nunja, das wird er eher nicht gewußt haben, da es anscheinend auch sonst kaum jemand wußte.

Im "Goethe-Jahr" (ca 2019) gab es zwar eine große Neuaufführung von Goethe's Faust I in München im Residenztheater, aber eine theater-artige (zugegebenermaßen eher sehr kurze und u.U. erst zu einem Drehbuch zu bearbeitende) Aufführung der Unterweisung des Nârada durch Santatkumar gab es parallel bzw ergänzend dazu leider nicht.

In einem Google-Scan der Übersetzung der Chândogya-Upanishad von Otto von Böthlingk [4], die im Internet zu finden ist, findet man an einer Stelle am Rand eine handschiftliche Notiz mit Hinweis auf Goethe's "Faust", sodaß also irgendwelchen Sprach-WissenschaftlerInnen jener Uni, von der das gescannnte Buch stammte, diese Parallele - unabhängig von mir - auch schon mal aufgefallen war.

Aber das könnte ja eventuell gerade noch ein Schulreferatsthema gewesen sein können: Parallelen zwischen Goethe's Faust mit Goethe's Ideen bzgl der Situation des Faust einerseits und Nârada's Ausgangssituation sowie Sanatakumar's Belehrung des Nârada andererseits.

Insofern war das gesamte Schulreferat-Thema ohne jeglichem schulisch-unterrichtlichem Bezug.



iii) Nun also zum kurzen, angedeuteten Vergleich der siebenten Lektion der Chândogya-Upanishad zu Mr. Mahesh's Buch "Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" :


Als Einleitung zu "4) Antworten." schrieb ich:

Vor wenigen Wochen (Ende 2020/Anfang 2021) und nach Jahren der Literaturrecherchen, stellte ich also nun fest, daß das Buch "Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" samt den Einzelheiten der "TM- Meditationstechik" sich, durchaus auffallend passed, in Beziehung setzen läßt zu der Unterweisung des Nârada durch Sanatkumar (... für religiöse Hindus ist Sanatkumar "der Kriegsgott", schrieb mir mal nen indischer Wissenschaftler, in einer Veranstaltung betreffs Shankara, freundlicherweise.

Mr. Mahesh wiederum war nunmal anscheinend "Kshatriya", dh Angehöriger der "Kriegerkaste", sodaß jene Upanishade demgemäß zu Ihm einfach paßte....), welche man in der Chândogya-Upanishade in der siebenten Lektion finden kann.

 

Die Belehrung des Nârada in Stufen, deren Prinzip insbesondere Professor Deussen in seinen Anmerkungen hervorhebt, hat dann auffallende Parallelen zur "TM-Meditationtechnik" selber.


Insgesamt sollte es also nicht allzu schwer sein, die Parallelen zwischen diesem Lehrgespräch zwischen Santakumar und Nârada und dem Buch des Mr. Mahesh "Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens", SRM-Publications  sich anzusehen.


Festzustellen ist an Prof Rixner's Übersetzung, daß jenes Höchste, das nicht mehr übertroffen werden könne, sich als "Seyn" ( siehe "Versuch einer neuen Darstellung der uralten indischen All-Eins-Lehre ...", von Thaddae Anselm Rixner, Professor der Philosophie am königlich Baierischen Lyceum zu Passau, Nürnberg, in der Steinischen Buchhandlung, 1808, Seiten 162, 163, 179) bezeichnet findet.


Die Belehrung des Nârada in Stufen, deren Prinzip insbesondere Professor Deussen in seinen Anmerkungen hervorhebt, hat dann auffallende Parallelen zur "TM-Meditationtechnik" selber.

 

In der Chândogya-Upanishade beginnt das siebente Kapitel, je nach Übersetzung etwa so:

      

Habe nun ach alle Veden, klassischen indischen Philosophien, die vorhanden gewesene Literatur und am Ende auch noch die Schlangenbeschwörung studiert und er habe damit aber die "innere Zufriedenheit" nicht erlangen können; er kenne zwar all die Namen, könne es zitieren usw, aber es fehle Ihm eben "die innere Zufriedenheit".



Weiter in der siebenten Lektion der Chândogya-Upanishade:

 Sanatkumar klärt ihn auf, daß er Ihm sagen solle, was er weiß. 

Nârada zählt all das auf was er studierte hatte.

Dann erklärt Sanatkumar dem Nârada, daß alles, was er bisher gelernt habe, nichts als Namen seien. (Dem gegenüber bei Goethe: Goethe's Faust verirrt sich in den Lügen des Mephisto und gerät auf den völlig falschen Weg.)


Interessanterweise lauteten die Mr. Mahesh-Ausführungen betreffs der TM-Meditationspraxis (Herbst 1970/Frühjahr 1971 bis April 1976 und lt. "weekly international press-conferences" mit Mr. Mahesh in/aus Vlodropp - schon gegen Ende seines Daseins auf Erden, dh. wenige Jahre vor seinem Tod - habe sich daran nie was geändert) wie folgt: bei TM fängt man mit einem Mantra an, das aber von Anfang als ein "Wort ohne Bedeutung" vorzustellen sei. Es so zu lehren, wurde dann auf dem TM-Lehrerausbildungskurs in Playa La Antilla, Spanien, März bis Anfang Mai 1973, auch gelehrt worden.

Auch bei Pfarrer Haak, einem nicht unparteiischen Kritiker der TM-Scene, kam das so an.

Auf Seite 12 in "Transzendentale Meditation", Münchner Reihe, 1977, 2. Auflage, Evangelischer Prressedienst für Bayern, (Abteilung Schriftenmission), schreibt Friedrich-Wilhelm Haak, neben seinen üblichen parteiischen - so alà gemäß "Im Zweifelsfalle gegen TM" - , Vorwürfen usw :

  • "Es muß darauf hingewiesen werden, daß TM behauptet, daß das Mantra ein sinnloses Wortstück ist."
  • Seite 12 in "Transzendentale Meditation", Münchner Reihe, 1977, 2. Auflage, Evangelischer Prressedienst für Bayern, (Abteilung Schriftenmission)

(Nun falsch an Pfarrer Haak's Aussage ist auch jenes "TM behauptet". Nun "TM" ist eine Meditationsübung, wo es um die Erlangung tiefstmöglicher Ruhe, einen Zustand von "reinem Bewußtsein" geht und "TM" behauptet absolut gar nichts! Sein Satz ist die - nahezu boshafte oder aber auch schlichtweg von Nicht-Wissen geprägte (in www.franz-rickingr.eu setze ich mich mit Pfarrer Haak's Kritik - aufgrund der Nicht-Unparteilichkeit und seinen Entscheidungen gemäß "im Zweifelsfalle gegen die TM und TM-Scene" eher als Anfeindungen zu bezeichnen - ausführlicher auseinander.) - Unterstellung: TM-Meditationsausübung rede den Menschen was ein; da wird duch die TM-Ausübung den Menschen gepredigt - obgleich kein Prediger und nichts dergleichen da ist - .)


In einer Neuauflage aus dem Jahre 1992, blieb man bei der Schilderung dieser Darstellung betreffs "TM-Mantren" und wie sie vonseiten der TM-LehrerInnen dargestellt wurde:

  • "... Es ist einfach ein Wort oder Gedanke, der nicht auf der Bedeutungsebene, sondern auf der des Klanges benutzt wird..."
  • von Seite 18 in "Transzendentale Meditation", Münchner Reihe, 6. überarbeitete und erweiterte Auflage, 1992, Evengalischer Presseverband für Bayern, Abteilung Schriftenmission, ISBN-3-583-50622-7, herausgegeben von Thomas Gandow

Auf Seite 27 (in "Transzendentale Meditation", Münchner Reihe, 6. überarbeitete und erweiterte Auflage, 1992, Evengalischer Presseverband für Bayern, Abteilung Schriftenmission, ISBN-3-583-50622-7, herausgegeben von Thomas Gandow) findet man dann noch die Aussage, daß es sich bei den "TM-Mantren" um "Sanskrit-Mantren" handle.


Die Selbstdarstellung der TM-Scene war also im Prinzip diese:

Bei "TM" geht es um eine unpersönlich, objektiv-wissenschaftlich ausübbare Meditationsmethode, wo man den den Klangaspekt eines Sanskritwortes benutzt, um in unparteiisch-unvoreingenommener, objektiv-wissenschafticher Geisteshaltung das Phänomen "Transzendentalen Bewußtseins" kennen lernen zu können und das regelmäßig, bis die Beziehung dessölbigen zu Wachen, Träumen, Schlafen usw in unzweideutiger, unstrittiger Art&Weise samt dessen Bedeutung und Rolle im Gesamtgefüge der Bewußtseinszustände klar geworden ist.



Die Beziehung zur siebenten Lektion der Chânadogya-Upanishad liegt insofern also auch in Folgendem:

Nachdem man bei TM dort anfängt wo die Gedanken sind, welche nunmal Inhalte haben und insofern "Namen" seien, geht man dann zum Mantra, dh dem über, was kein Name mehr ist. In diesem Sinne wird Sanatkumar's Lehre klar umgesetzt.


Nârada frägt weiter, ob es etwas größeres als Namen gäbe und Santakumar klärt Ihn darüber auf, daß "Rede" größer sei.

Nunja, wenn man sich in der Meditation beim "Redenschwingen", beim Denken erwischt, so sage man zu den Gedanken "Dies ist nicht die Zeit dazu" (siehe Swami Shantanda Saraswati, "SAYINGS OF SWAMI SHANTANAND SARASWATI" - Paul Mason,  https://www.paulmason.info/gurudev/sources/pdf/Sayings of Swami Shantanand Saraswati.pdf  im Abschnitt "meditation"; [9]) und fahre mit dem Meditieren fort. In der TM-Meditationspraxis geht es eben auch darum, daß es während der täglich zwei Zeiten der TM-Ausübung um "transzendieren" geht und nicht um  verbales nachsinnen, inhaltliches denken, Kontemplation und auch nicht um Konzetration auf irgendwelche Inhalte wie irgendeine konkrete Gottesvorstellung hin.

(In www.franz-rickingr.eu setze ich mich mit Pfarrer Haak's Kritik - aufgrund der Nicht-Unparteilichkeit und seinen Entscheidungen gemäß "im Zweifelsfalle gegen die TM und TM-Scene" eher als Anfeindungen zu bezeichnen - ausführlicher auseinander.)


Nârada frägt auch weiter, ob es etwas Höheres als die "Rede" gäbe und erhält zur Antwort, daß es die "Anschauung des inneren Sinnes sei"

Beziehung zu "TM": Eine "Anschauung des Inneren Sinnes" ist nun schon weniger Aktivität, es ist sicherlich eine subtilere Ebene; es geht, vom Begriff her "Bei Anschauung des Inneren Sinnes" im Zusammenhang mit der"TM-Meditationsmethode" offenbar um so was wie das Gewahrsein, daß man meditiert und das während der Zeit des Meditierens; aber eben auch das ist noch etwas anderes als das "Sein" und man habe, so auch Swami Shantanand Saraswati folglich weiter zu gehen im Prozeß des Transzendierens.


Nârada frägt noch weiter, ob es etwas Höheres als die "innere Anschauung" gäbe und erhält als Antwort, daß es "der Entschluß" sei.

Beziehung zu TM: Der Entschluß nicht bei der "inneren Anschauung" zu bleiben, weil das eben immer noch ein Phänomen des Wachzustandes ist und daher fortzufahren im Prozeß  des Transzendierens, ist subtiler als die "innere Anschauung" es war. Außerdem ist der Entschluß etwas das schon vorher ist und nicht erst zu schaffen, zu finden ist und stellt insofern ein höheres Maß an "Ruhe" dar.


Nârada frägt abermals weiter, ob es etwas Höheres als den Entschluß gäbe.

Sanatkumar erklärt Ihm daraufhin, daß dies das "ergriffene Reale" sei und daß besser als "Wissen und Thun" das "Haben und Erlangen" sei.

Beziehung zu TM: Die Erfahrung des mehr und mehr zur Ruhe zu kommen, ist aber erst noch eine gewisse reale Erfahrung, es ist ein Gefühl - wie es in der nächsten Frage des Nârada heißt - und keinesfalls das transzendente Selbst, das Sein. Ein "Ergreifen" ist es immer noch eine subtile Tätigkeit. Das "Ergriffene Reale" drückt eben aus, daß da was ergriffen wurde und man mit mit dem Geist noch bei dem "Ergriffenhaben" verweilt. Die Meinung, die Idee, daß diese-oder-jene  Erfahrung bei der TM-Ausübung nun doch "transzendentales Bewußtsein" wohl sei, ist eben immer noch "gedankliche Aktivität" und so ist ein in diesem Sinne "ergriffenes Reale" nicht "das Reale".


Nârada fragte weiter:

  • "kann es über den Besitz und das freudige Gefühl des ergiffenen Realen, noch etwas wünschenswertheres als das menschliche Begehrungsvermögen geben?"
  • [1]


Sanatkumar antwortet:

  • "das klare Bewußtsein ... des ergriffenen Realen ist noch herrlicher als der blose Besitz desselben. Wer das klare Bewußtsein hat des ergriffenen Realen..."
  • [1]

Beziehung zu  "TM":  Nar klar, bei TM ist das "Gefühl", die "Gewahrheit des Besitzes von sowas wie bzw dem "Ergriffenen Realen" noch nicht das "Sein"; die Gewahrheit von etwas und sei es "das ergriffene Reale" ist immer noch  erst die "Gewahrheit von etwas"; da ist immer noch jene Dualität von Gewahrseiendem und dessen was man gewahr ist und sei Letzteres noch so subtil. Aber es ist sicher subtiler noch als jene subtile Tätigkeit des "Ergreifens" des "Ergriffenen Realen"; der Geist wendet sich aber dem "Gewahrsein", dem "klaren Bewußtsein" von etwas - hier dem "Ergriffenen Realen" - zu. Es ist sehr naheliegend, daß der Geist, nach dem Verwerfen des "ergriffenen Realen" als noch nicht "transzendentales Bewußtsein seiend und einfach nicht sein könnend", sich dem Gewahrsein des "ergriffenen Realen" zuwendet, da das nunmal sehr naheliegend ist und untrennbar mit dem "Ergriffenen Realen und dem Entschluß sowie der Gewahrheit, weiterzumachen im Meditationsprozeß" verbunden ist.

Nârada fragte aber erneut weiter und wollte wissen, ob es da "noch etwas wünschenswertheres geben könne."

Sanatkumar antwortet:

  • "Die durch Wissenschaft bewirkte Gewißheit und Uiberzeugung von dem einzigen Realen (vekian) ist noch herrlicher als das klare Bewußtsein desselben ohne wissenschaftliche Uiberzeugung" [1]

und erläuterte weiter

  • "...der ist zum Mittelpunkt aller Ruhe gelangt..." [1]

(Bei Goethe läßt sich, am Ende von Faust I, das Gretchen lieber hinrichten, als sich von dem teuflischen Anti-Freund des Faust, dem Mephisto retten zu lassen. Gretchen sagt zu Faust: "Oh Heinrich, mir graut vor Dir!" und sie sagt es so klipp und klar und unmißverständlich, daß es einer Gewahrwerdung, der Falschheit seines eingeschlagenen Weges gleich kommt und er erkennt, daß er auf dem falschen Weg war und auf eine Lügner hereingefallen war.

Faust wendet sich daraufhin - im Faust II wird das erzählt - dem Bemühen zu "Gute Werke" zu vollbringen)

Beziehung zu "TM": Der Zustand transzendentalen Bewußtseins, reiner Gewahrheit, reinen Bewußtseins ist das was jenseits von Wachen, Träumen und Schlafen ist und ist ein Zustand tiefster Ruhe. Im sog. "Kosmische Bewußtsein", dem "nitya Samadhi" ist das dann ein natürlicher dauerhafter Bestandteil des Lebens geworden; aufgrund seines Transzendentseins kann es co-existieren und behindert Wachen, Träumen und Schlafen nicht.

Aber gibt es mehr, gibt es etwas, das über jenes "Ich bin Das"  - ="Tat twam Asi" - hinausgeht?.

"Die durch Wissenschaft bewirkte Gewißheit..." heißt es bei Rixner und das drückt aus, daß es sich nicht um einen Zustand von "Gefühlsduselei", "Sich Hineingesteigerthaben in irgend Etwas" oä handelt, sondern um die Wahrheit des Erlangthabens jenes "Vierten", eines momentanen oder auch des dauerhaften "Samadhi". Es geht um einen Zustand von aus sich selbst heraus wahrseiendem Transzendentalen Bewußtsein.


(Bei Prof. Deussen - siehe das schon erwähnte Buch: "Sechzig Upanishad's des Veda" -  findet man diese Stufen dann übersetzt als:

"Name" -Seite 174 in [2],

"Rede" - Seite 175 in [2] - ,

"Manas" -Seite 175 - in [2] - ,

"Entschluß" - Seite 176 - in [2] - ,

"der Gedanke" - Seite 177 - in [2] - ,

"das Sinnen" - Seite 178 - in [2] - ,

und

"die Erkenntnis" - Seite 179 - in [2] - .

Es ist festzustellen, da es sich dabei um immer subtilere Arten des Denkens handelt.

Ein "Entschluß" ist etwas "Festgefügtes" und insofern noch sehr Konkretes.

Gedanken sind da schon subtiler, weniger konkret, nicht so festgefügt ("Nunja man könne ja mal darüber nachdenken, auch wenn...").

Sinnen ist zweifelsohne subtiler als "Gedanken" und

"Erkenntnis ist subtiler als Sinnen".

Aber all das ist es noch nicht jenes Gesuchte, das zu erlangen begehrte "Höchste".)



 



Nârada hatte nun soweit begriffen, daß es nichts Höheres gäbe und fragte nun nach den Bedingungen für das Erlangen-Können desselben nach. (Faust sah am Ende von Faust I, als Gretchen ihn im Gefängnis angesichts ihrer Hinrichtung zurückwies, endlich ein, wie tief er gesunken war, daß er Schreckliches angerichtet hatte und dem Bösen verfallen war.)


Über "körperliche Gesundheit", "Nahrung", "Wasser", "Feuer","Luft", "Besonnenheit", "unendliches Sehnen" führt es schließlich zu "Pran, d.i. Seyn und Leben!" (Seite 179 in [1])

und auf Seite 180 heißt es dann:

  • "Nard hatte itzt endlich anschauend erkannt, was (Pran) das Seyn und das Leben seye; und er fragte daher auch nicht weiter". [1]


Bezüglich TM, geht es also in diesem 2.'ten Teil des Suchens, um etwas außerhalb seines Inneren und wie man unschwer feststellen kann am Ende um die Erkenntis, daß es da jenes alldurchdringende "transzendentale Bewußtsein" gibt; es geht um jenes sog. "EInheitsbewußtsein", dh jenes "Ich bin das, Du bist das" und die Erkenntnis, daß jenes Alldurchdringende ein aus sich selbst heraus Existierendes ist.

(Man setzt sich zum meditieren hin, dh da ist, von der "Außenwelt" her betachtet, Körper ín besonderer Weise eng mit "TM-Ausübung" und jenem erlangten "Zustand transzendentalen Bewußtsein" verbunden; jener Ruhezustand in transzendnetalem Bewußtsein ist beruhigend und ist ein Zustand des Wohlbefindens. Hungergefühle können währen der Meditation auch mal auftauchen und wenn man eben nicht unmitrelbar nach einer schweren Malzeit meditieren sollte, so ist "Hunger" eben auch ein Teil der - nun  schon subtileren - Außenwelt, welche beim Körper als nächstliegendem Teil der Außenwelt, beginnt und welches alle 5 Sinne einbezieht. Weiter geht es mit Durst, in welchem nur noch vier der 5 Sinne nicht zur Ruhe - in der Wahrnehmung transzendentalen Bewußtseins auf der Sinnesebene - gelangt sind. Im Feuer, das in Beziehung zu Zorn stehend nunmal noch etwas abstrakter ist als Durst, sind noch 3 der Sinne einbezogen. (Berührung, Ton, Form( In der Luft hat man es noch mit 2 der Sinne zu tun (Berührung und Ton); in der Besonnenheit bleibt noch 1 Sinn übrig, nämlich der Ton. Aber all diesen Stufen war und ist eines gemeinsam, nämlich das unendliche Sehnen: Ob zuvor auf der geistig-intellektuellen Ebene die Stufen zurm "transzendentalen Bewußtsein" oder nun wieder beim Sehnen der unmitrtelbaren, wahrheitsgemäßen und nicht sich einredenden oder auch auch eingeredet wordenen Wahrnehmung des unmittelbaren transzendentalen Bewußteins in der Außenwelt, da war jenes "mehr und mehr", jenes "Sehnen" nach etwas, ja nach was eigentlich?

Und jenes Sehnen ist ja immer nur ein Sehnen gewesen ; das war ja schon beim Weg zum Transzendentalen Bewußtsein so und, lt. Mr. Mahesh, ist es die treibende Kraft hinter und bei der TM-Ausübung. Aber worum es geht ist jenseits des "unendlichen Sehnens" und das ist, ja was ist es?" Pran, d.i. Seyn und Leben!"

Wird die Wahrnehmung des transzendentalen Bewußtseins als natürlicher Bestandteil der Außenwelt gelebt, kommt irgendwann das wahrheitsgemäße Verständnis, daß das was man da seit längerem infolge der TM-Ausübung  da wahrnimmt, dasselbe transzendentale Bewußtsein ist, das man aus seiner eigenen Meditationsausübung per TM im Sinne von "ich bin Das" gesucht, angestrebt hatte und bei sich gefunden hatte.

Dann wird erkannt, daß daß jene stranszendnetale Bewußtsein ein aus sich selbst heraus Existentes, ein "Seyn" ist, da man schließlich nicht auch der/das Gegenüber sein könne und das mit dem "ich bin das" also so eine Sache sei bzw gewesen sein müsse. Ja was wird dann aus einem? Ma wird erstmal zu einem körperlosen, aus sich selbst heraus existenten Wesen und teils aus Gewohnheit, teils weil man ja per der Meditation da etwas von eiem selber Nie&nimmer Bezweifelbares, eine "Wahrheit" also festgestellt habe, meditiert man weiter.


(Bei Professor Deussen wird das "Seyn" - Vers 23 und Vers 24; Seite 185 in [2] - als "Unbeschränktheit" übersetzt; bei Otto von Böthlingk in [4] als "Fülle" übersetzt.)

(Bei Faust hat man als Ende, daß Ihm verziehen wird und er doch noch in den Himmel kam. Faust's Weg eines Yoga des Handelns gemäß Faust II habe sich als erfolgreich erwiesen und das nicht aufgrund seines eigenen Vermögens sondern durch Gnade und Macht Gottes.

So in etwa ist der Reim, den sich Goethe auf jene Geschichte "Nârada bei Sanatkumar" gemacht gehabt hat/hätte, wenn er denn - wonach es allerdings aussieht - jene Geschichte tatsächlich in den Urfaust einbaute und so den Faust I und schließlich noch den Faust II, jenes "Über-Werk", das wie ein Werk aus einer anderen Welt die gesamte deutsche Literatur überrage, deutscher Dichtkunst verfaßte.)


 


Bei Mr. Mahesh findet man betreffs der TM-Meditationsübung "zunehmendes Entzücken auf dem Weg" und bei Nârada findet man "gibt es noch etwas Höheres" und damit die Freude darüber, daß er wenigstens zu etwas Höheren wieder mal gelangen habe können....


Nunja, man muß da schon selber "TM" ne Zeit - je nach der individuellen Vorgegebenheit länger oder auch weniger lang - über machen, wenn man die Parallelen dann detailierter sehen will.



Auch geht es in "Nârada bei Sanatkumar" dann auch um richtiges und falsches Handeln. (Wie ja auch bei Goethe's Faust I - das falsche Handeln- und dann Faust II - das richtigere Handeln.)

Bei Mr. Mahesh findet man auch eine Zweiteilung des Strebens nach der Verwirklichung des "Seins".

Der zweite Teil heißt dann auffallend passenderweise "Die Kunst des Handelns".


iv) Einiges betreffs Mr. Mahesh persönlich

Allerdings fällt bei Mr. Mahesh auf, daß seine Meditationslehre bis zum sog. Einheitsbewußtsein", jenem "Ich bin das, Du bist das" soweit ok ist und er entsprechende Meditationserfahrungen anscheinend wirklich selber hatte.

Sein Benehmen und Handeln jedoch ließen erheblich zu wünschen übrig und hatten mit einem yogischen Lebensstil dann nicht mehr das Not-Wendige zu tun.

Der Bereich des Brahman und damit verbunden das Thema "Maya" (Illusion, Täuschung, Mißverständnisse) blieb Ihm anscheinend verschlossen. Schon jener ältere Sadhu, der ihn nach Rhameshwaram schickte um jenen Gedanken an die Außenwelt (Mr. Mahesh hatte immer wieder mal an Rhameshwaram denken müssen; einfach so, sei immer wieder diese Gedanke gekommen; nicht pausenlos, aber eben immer wieder mal: aus dem Gedächtnis zitiert vom TM-Lehrerausbildungskurs in Playa La Antilla/Spanien, März bis Mai 1973; man findet es auch in [13], dh jener Biographie von Paul Mason in der deutschen Übersetzung) so loszuwerden und dann zurückzukehren, hatte das, ihn darauf hinweisend, bemängelnd. (Siehe Mr Mahesh & TM auf Deutsch ). Aber statt den Rat zuende zu befolgen verirrte er sich immer weiter und weiter in die Welt. Im Buch "Schopenhauer - Urwille und Welterlösung, ausgewählte Schriften"(erschienen im Sigbert Mohn Verlag) geht es auf den Seiten 435 bis 464 im Kapitel um gewisse Überlegungen von Arthur Schopenhauer' zum Thema "Maja".

Siehe auch:

  • " Einmal sprach Narada zum Herrn des Weltalls: >>Herr, zeig mir die Maya, damit das Unmögliche möglich wird.<<
  • Der Herr nickte seine Zustimmung und ging mit Narada auf Reisen. Nach einiger Zeit wurde er durstig und setzte sich ermattet nieder.
  • >> Narada, ich habe großen Durst, bitte hole mir ein wenig Wasser.<<
  • Narada lief sogleich, um Wasser zu holen.
  • Da er in der Nähe kein Wasser fand, ging er weiter fort  und erblickte etwas in der Ferne, das einem Fluß glich. Als er sich ihm näherte, sah er eine bezaubernde Frau dort sitzen und war von ihrer Schönheit gefangen. Sie sprach liebliche Worte zu ihm, und nach kurzem waren sie in Liebe zueinander entbrannt.
  • Nun begann Narada mit ihr das Leben eines Hausvaters zu führen, und sie bekamen eine Anzahl Kinder.
  • Während er mit Frau und Kindern in Freude lebte, brach die Pest über das Land aus, und der Tod sammelte überall seine Beute ein.
  • Da beschloß Narada, diesen Ort zu verlassen und anderswo hinzugehen. Seine Frau stimmte ihm zu, und sie verließen ihr Haus, die Kinder an der Hand.
  • Als sie zur Brücke kamen, um den Fluß zu überqueren, erhob sich eine fürchterliche Flut, und der wütende Strom riß seine Kinder fort. Zuletzt ertrank auch sein Weib.
  • Von Schmerzen übermannt, setzte Narada sich an das Ufer und weinte bitterlich. Da erschien der Herr vor ihm und sprach: >> Narada, wo ist das Wasser und warum weinst du so erbärmlich?<<
  • Der Anblick des Herrn scheuchte Narada auf, und er verstand, was geschehen war. Da rief er: >>Herr, Verehrung dir und deiner wunderbaren Maya.<<
  •                     Seite 106 und 107 in "Leben und Gleichnis" von Hans Thorwesten,  Otto Wilhelm Barth Verlag, 1. Auflage der Neuausgabe 1983, ISBN 3-502-62503-4

   

Auch insofern besteht da eine Beziehung zu Mr. Mahesh, den jener ältere Sadhu betreffs seines Gedankens "Rhameshwaram" nunmal extra darauf hinwies, daß die Welt außerhalb des Gangestals dann die "Welt der Maya" sei.(Siehe: "Andererseits gibt es da noch Mr. Mahesh's eigenen Bericht über das Entstehen der TM-Bewegung und einen Erklärungsbedarf bzw meine Erklärung dazu:" in "Mr Mahesh & TM auf Deutsch")

Mr. Mahesh ging hin und wollte zurückkehren, als er meinte, daß es nun soweit ok sei. Dann aber geriet er in die Welt und ein  Vortrag folgte dem Anderen, er hatte schließlich Freundin/Freundinnen (siehe [10]), verdiente Geld, lebte buchstäblich - per allgemeiner Flugzeuge und schließlich Privatjets - in Saus und Braus und lebte nicht mehr das Leben das er vorgehabt hatte zu leben, wovon er geträumt hatte (Siehe: "Andererseits gibt es da noch Mr. Mahesh's eigenen Bericht über das Entstehen der TM-Bewegung und einen Erklärungsbedarf bzw meine Erklärung dazu:" in "Mr Mahesh & TM auf Deutsch)" . Stattdessen träumte er von einer "Weltregierung des Zeitalters der Erleuchtung" , von "Königen", die es bewahren und darüber wachen sollten. Schließlich wurde versucht ihn zu ermorden (siehe Dr. Chopra "The Untold Story") und er wurde wütend auf diese Welt in welcher er lebte und die er mit der "westlichen Welt" identifizierte, usw.


Ich denke nicht, daß Mr. Mahesh anfängliche heimliche politische Absichten gehabt hatte oder "hinduistischen Hintergrund verschleiern" wollte. Das Bundesverfassungsgericht urteilte mal, daß sowas der Fall sei.

Allerdings verstieg sich Mr. Mahesh im Laufe der Jahre und insbesondere ab der kommunististischen Machtergreifung in Äthiopien (im eindeutig zeitlichen - und anscheinend auch darüberhinausgehenden - Zusammenhang, aufgrund von linken Revoluzzern, die sich in der TM-Scene verbargen und sie für ihre Zwecke zu mißbrauchen getrachtet hatten) in immer kühnere, absurdere Vorstellungen und mit der "Königskronen-Organisation" ereichte er da schon einen Höhenpunkt der Inakzetabilität. Alleine schon das hin&her - heute so eine Organisation, morgen wieder anders usw - zeigt da seine ziemliche Hilflosigkeit und sein sich sehr fahrlässiges Getrieben-Haben-Lassen.

Judith Bourque berichtet in ihrem Buch "Robes of Silk, feet of Clay" [10], daß sie ca 4 Jahre lang seine Geliebte war. Sie schreibt aber auch über andere Mädchen und daß er einem der Mädchen aus dem "inneren Kreis" mal einfach in die Bluse gegriffen habe, usw.

Nun gerade Letzteres mag Ihm zwar keine Anzeige eingebracht haben, weil jemand Gnade vor Recht ergehen ließ, aber daß er die "Kunst richtigen Benehmens" beherrscht hätte, erscheint da doch nicht mehr glaubhaft.

In jenem Teil "theoretisiert" Mr. Mahesh ziemlich.


Allerdings hat Mr. Mahesh sehr genau verstanden (siehe auch seinen  Kommentar zu den ersten 6 Kapiteln der Bhagavad Gita), daß es auf ein "Handeln, verankert im Sein" ankäme und das deckt sich mit Rixner's Darlegung jener Upanishade wenigstens insofern.

Nunja, dies soll nur einen erster Einblick dazu vermitteln.


b) Weitere Parallele zu "Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens": René Descartes

In Mr Mahesh & TM auf Deutsch gehe ich kurz auf Parallelen zwischen René Descartes' "Betrachtungen über die Grundlagen der Philosophie" und jener Ausgabe  der siebenten Lektion der Chândogya-Upanishade, verfaßt von Dr. Rixner von 1808 (siehe [1]) - Es handelt sich im Werk des Dr. Rixner um eine Übersetzung aus dem Lateinischen, nachdem es im ca 16.`ten Jhd. ins Persische und in der Zeit der der französischen Revolution vom Persischen ins Lateinische übersetzt worden war. - ein.

Auch da hat man verblüffelnde Parallelen.

Dabei ist es bedeutend, daß es zur Zeit von René Descartes noch keine Übersetzung jener Upanishade in die lateinische oder auch französische Sprache gegeben hat, sodaß René Descartes das wohl "unabhängig" von der klassichen indischen Philosophie gefunden hat.


c) Mandukya-Upanishad und die Kommentare dazu von  Gaudapada sowie Shankara

(Shankara' s Kommentar aus dem Englsichen ins Deutsche zu übersetzen, wurde zwar von mir angefangen, ist aber zum April 2021 noch nicht fertig - v.a. auch wegen der Notwendigkeit der Klärung juristischer Fragen -).

In dem Buch "Sechzig Upanishad's des Veda" von Professor Paul Deussen findet man eine weitere Verständnismöglichkeit zu den grundlegenden Lehren des Mr. Mahesh betreffs "Meditation", dh zu "Transzendentaler Meditation".

Die unpersönliche, nicht-religiöse Art&Weise dieser Meditationspraxis kommt damit sehr klar & deutlich zum Ausdruck.

Der Philosoph Prof. Paul Deussen geht auch in anderen Werken und in seinen Kommentaren auf die Bedeutung dieses Werkes im Zusammenhang mit der Advaita-Philosophie ein.

Siehe Mandukya-Upanishad auf den Seiten 573 bis 604 in der orginalen zweiten Auflage ("Sechzig Upanishad's des Veda, aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Dr. Paul Deussen", Professor an der Universität Kiel, zweite Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1905.  ), siehe [2] im Literaturverzeichnis.

In der Ausgabe von Peter Michel, marix-Verlag, fußend auf der 3.Auflage findet man es auf den Seiten 695 bis 731 ( "Upanishaden, die Geheimlehre der Inder", marix-Verlag,, 2006, neu gesetzt und überarbeitet nach der 3.Auflage der Ausgabe F.A. Brockhaus Lepizig 1938, ISBN-10: 3-86539-090-0, ISBN-13: 978-3-86539-090-5).

Siehe auch: http://12koerbe.de/hanumans/mandukya.htm

oder auch: https://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Upanischaden/Mandukya12.htm

(per Link von www.bsb-muenchen.de, genauer: https://opacplus.bsb-muenchen.de/metaopac/hitList.do?methodToCall=pos&identifier=100_SOLR_SERVER_619762272&curPos=1#100

Es geht in der Mandukya-Upanishade um vier Bewußtseinszusände, nämlich die drei allgemein bekannten des Wachens, Träumens und Schlafens; aber genau im Sinne der Darstellung der Lehre der "Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens", verfaßt von Mr. Mahesh, geht es darüberhinaus um den Zustand des "Vierten", welches in der Mandukya-Upanshade - genauso wie in den Shiva-Sutras - als "Turiya" bezeichnet wird.

Schließlich geht es noch um die Integration dieser vier zu einem Ganzem  dargestellt als AUM. jeder der 3 Buchstaben stehe für einen der allbekannten Bewußtseinszustände. Der Zwischenraum zwischen den drei Buchstaben steht für das Vierte.

Aber last but not least ist nunmal festzustellen, daß diese 4, dh "A", "U", "M" und der Zwischenraum zwischen den genannten 3 Buchstaben ein, darüberhinausgehendes, Ganzes bilden, was dann erst jenes "AUM" ausmacht. Jenes darüberhinausgehende "Ganze" steht dann eben dafür, daß aufgrund des transzendentalen Charakters des "Turiya" eine Coexistenz des Vierten mit Wachen, Träumen, Schlafen natürlicherweise möglich ist, was dann wohl dem "Turiyatita" der Shiva-Sutren ebenso entspricht wie dem "Nitya-Samadhi" in den Patanjali-Yogasutren. Der Kshanika-Samadhi, dh "Momentane Samadhi" steht dabei für den Zustand, des sich im "Vierten" Befindens, der sich mit Wachen, Träumen und Schlafen - durch Hinzunahme von regelmäßiger Meditation am Morgen und Abendvon ca 20 Minuten anfangs und nach ca 1-2 Jahren von 30 Minuten der TM-Ausübung - anfangs einfach "nur" abwechselt, bis in  natürlicherweise - durch  die Erkenntnis des natürlicherweise völlig transzendentalen Charakters des "Vierten" eine natürliche Coexistenz voNW achen, Träumen und Schlafen die Folge der regelmäßigen Ausübung jener "TM-Meditationsübung" ist, wie sie Mr. Mahesh von ca 1958 bis zumindestg ca 1975/1976 lehrte. Später - ab ca 1976 - fügte Mr. Mahesh dann unverständlicherweise noch "TM-Siddhi"-Techniken hinzu. Jenes Phänomen des "Samyama" gibt es zwar und es ist eine natürliche Lebenserfahrung nach Erlangen der Erkenntnis des alldurchdringenden Charakters des "Vierten" - im Sinne von Nicht nur "tat twam asi" (weitverbreiteter Weise und oftmals weniger verstandenerweise übersetzt mit "ich bin Das", sondern von "ich bin das, Du bist das", dh der Wahrnehmung des transzendentalen Bewußtseins im Gegenüber - egal ob Mensch, Tiere, Pflanze,  Gewässer, Berg, Stein, Engel, Gott, Dämon, Rakshasa....- und der darauf fußend unzweideutigen, nicht anzweifelbaren Erkenntnis, daß jenes im Gegenüber wahrgenommene transzendentale Bewußtsein tatsächlich dasselbe ist, wie jenes "Transzendentale Bewußtsein", das man als natürliche  Bestandteil des eigenen Lebens aus der eigenen TM-Ausübung kennengelernt hat/hatte. Diese Erkenntnis ist allerdings dann solcherart, daß - nachdem man ja selber nicht der Gegenüber sein kann können - es eben ein aus sich selbst heraus existentes "absolutes Bewußtsein" (wie benannt im Yogavashsihta, Ansanta-Verlag) bzw "Reines Bewußtsein" (wie benannt im Buch "Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" des Mr. Mahesh) gibt. Mit dieser Erkenntnis und dem Erlangen jenes Distanz zu jenem "Turiya", jenem "Vierten" geht dann das natürlicherweise Feststellen, Begreifen, Verstehen, Akzeptieren und Leben sowie Erleben jenes Phänomens des "Samyama" , welches die Grundlage der "Siddhis" (Vielfach mit "übernatürliche Kräfte" übersetzt) ist, wie sie in den Patanjali-Yogasutren beschrieben werden. (Siehe etwa: [37] Prof. Paul Deussen, "Allgemeine Geschichte der Philosophie I.3", 4. Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1922, Seiten  528 bis 537 speziell zu en "übernatürlichen Kräften" und den 507 bis 578 zu den Patnajali-Yogasutren insgesamt.

Bemerkenswert in Professor Deussen's Darsellungen und Ausführungen ist dabei auch, daß auf seinen Abschnitt über de Patnajali-Yogasutren, dh Seite  507 bis 578 sich mehrere Abschnitte über Vedanta anschließen (Seiten 579 bis 670).

So paßt es auch dazu, daß Shankaracharya Shantananda Saraswati - gemäß Paul Mason -  jene "TM-Meditationsübung", welche Mr. Mahesh bei Shankaracharya Swami Brahmanda Saraswati erlernt hatte, als "Unversalschlüssel des Vedanta" bezeichnete:

  • >>... Während seiner Amtszeit zeigte sich Shantanand gegenüber einem anderen ergebenen Schüler von Brahmananda, Maharishi Mahesh Yogi, "hilfsbereit" und "trat öfters mit Ihm zusammen öffentlich auf". [10][11] Im Jahr 1961 kam er zu einem der TM-Lehrerausbildungskurse des Maharishi in Rishikesh und sprach zu den Auszubildenden; er beschrieb die Meditationsmethode als den "Zentralschlüssel zum Wissen des Vedanta": "Es gibt andere Schlüssel, aber ein Universalschlüssel reicht aus, um alle Riegel öffnen zu können". [12] 1963 gab Sri Shantanand seine Unterstützung für Maharishi's "All Indian Campaign". [12] ...<<
  • [10] “On Tuesday, 30 May 1961, eight years to the day after his master's death, the Shankaracharya of Jyotir Math, Swami Shantanand Saraswati graced the teacher training course with his presence and was received with all due ceremony. Arriving at the site where the new Academy was being built, he addressed the Maharishi and the gathered meditators . . . . He commended the practice of the Maharishi’s meditation, describing it as a 'master key to the knowledge of Vedanta' and added, 'There are other keys, but a master key is enough to open all the locks.'” (Paul Mason: The Maharishi: the biography of the man who gave transcendental meditation to the world. Shaftesbury, Dorset 1994, ISBN 1-85230-571-1, S. 57 (englisch)., deutsch: „Am Dienstag, dem 30. Mai 1961, 8 Jahre nach dem Tod seines Meisters, begab sich Swami Shantanand Saraswati zu einem (stattfindenden TM-Lehrer -)Ausbildungskurs und wurde mit allem gebührlichen Zeremoniell empfangen. An dem Platz angekommen, wo die neue Akademie gerade gebaut wurde, begrüßte er Maharishi und die anwesenden Meditierenden und hielt eine offizielle Rede, eine Ansprache. Er lobte ausdrücklich die Meditationspraktik des Maharishi und beschrieb sie als einen ‚Generalschlüssel zum Wissen des Vedanta‘; er fügte noch hinzu: ‚Es gibt auch andere Schlüssel, aber ein Generalschlüssel reicht aus, um alle Türen zu öffnen‘.“)

  • [11] Lola Williamson: Transcendent In America. New York University Press, New York 2012, ISBN 978-0-8147-9449-4, S. 87 (englisch).
  •   [12] Paul Mason: The Maharishi: the biography of the man who gave transcendental meditation to the world. Shaftesbury, Dorset 1994, ISBN 1-85230-571-1 (englisch). Deutsche Übersetzung: Maharishi Mahesh Yogi : die Biographie. Aquamarin Verlag, Grafing 1995, ISBN 3-89427-071-3.

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Shankaracharya_Shantanand, Link vom 21.4.2021


d) Parallelität zu Buddha's Lehre vom Nirvana:


Bei Buddha geht es nunmal um die Leidvollheit des Veränderlichen bzw der Gebundenheit, dem Verhaftetsein in das Veränderliche. Er empfielt per Meditation zu dem zu gelangen, was jenseits der Welt des Leidvollen ist.

Dabei erscheint Nirvana vielen Menschen als sei ein "Nichts"   oder auch "das Nichts", ein Erlöschen von Allem damit gemeint. Dem ist nicht so, wie die Mathematik schon jedem Abiturienten lehrt:

Erst lernt man Punkt, Gerade, Ebene gemäß der Euklidischen Darstellungen, welche David Hilbert als erster - im Sinne der heutzutage üblichen Vorstellung präziser Mathematik  - in Rahmen eines Axiomensystem darstellte. Ein Punkt erscheint enem da, wie etwas was unendlich klein, infinitesimal klein sei. Bei Euklid hieß es in dessen "Elementen" noch, daß ein Punkt ohne Länge und Ausdehnung sei.

Seit René Descartes gibt es aber einen weiteren Zugang   zur euklidischen Geometrie wo man alle Axiome des Hilbert erfüllen kann und doch erscheint da ein Punkt als etwas, das zar einerseits beliebig klein ist und dennoch Eigenheit hat und dem Unendlichkeit nicht abgesprochen werden kann: Ein Punkt des 3-deimensionalen Raumes ist eine Gebilde aus 3 reellen Zahlen. Reelle Zahlen haben aber nunmal in einer gewissen Mehrzahl der Fälle - nämlich überabzählbar viele derselben-  Regel unendlich viele Dezimalstellen und sind anders gar nicht vorstellbar.

Summasumarum ist also ein Punkt nicht einfach nur ein Nichts, sondern hat eben auch Unendlichkeit, eine eigenes Charakteristisches-er-selber-sein.

Wieso sollte dann ein "Nirvana" nur als "Nichts" vorstellbar sein? Jawohl Zuflcht, Zuhause, Geborgenheit, Erfüllung gefunden haben in transzendentaler Unendlichkeit jenseits der Welt des Veränderlichen und damit jenseits der Welt des Leidens führt zu einem Seienden (weil nicht Veränderlich) zu einem "Chit" (weil ja beim Erangen desselben Buddha keinesfalls der Vorstellung eines "Haufen Materie gleich" tot umfiel, sondern es ein bewußtes, bewußt bleibendes Erleben oder auch Wiederfinden eines einst Vergessenen war  - das Verwechseln eines Seils mit einer Schlange - oder auch umgekehrt - hatte ein bleibendes Ende und insofern war das was dauerhaft "Hängengeblieben" im "Bewußtsein" des Gautama Buddha. ) und weil es nunmal Leidfreiheit war ´, welche Buddha erlangt und gefunden hatte/habe kann es sich nur um etwas handeln, was die Qualität von "Ananda", Wonne hat. So widersprechen sich Buddha und Shankara per der Lehre vom Nirvana einerseits und der Lehre des Sat-Chit-Ananda andererseits ganz und gar nicht.

Es war die Lehre Buddhas in Vergessenheit geraten und Shankara lehrte  in seinen eigenen Worten, fußend auf den klassischen Texten der Upanishden, des Vedânata und der Brahma-Sûtren. Shankara zeigte damit, daß man sehr wohl auf der Basis solcher Texte Wahrheit, Glückseligkeitsbewußtsein ("Sat-Chit-Anananda") lehren kann.

Buddha war nahezu ausschließlich von seiner eigenen Erleuchtung ausgegangen, legte persönliches Zeugnis für die Existenz jenes Phänomens ab und als "Prinz" konnte er das auch - ohne Sorge um Verfolgtwerden  - tun. Shankara, der eigentlich ja ein Nobody war und nicht sowas wie einen regierenden Fürsten als sicheren Verbündeten hatte, ging von vorgefundeen Schriften aus, die er mit viel Geduld, verständnis udn Ausdauer Anderen lehrte. Auf diese Weise war auch er sicher vor Verfolgung. So lebten eben beide eine Strategie passend zu dren ganz persönlcher sozialer Gegebenheit.



3) Rückblick darauf, daß es um ein Schulreferat hätte gehen sollen:

Zweifelsohne lag alleine schon die dafür nötige Literaturarbeit nicht mehr im Rahmen eines Schulreferats.

Desweiteren erfordert das Feststellen jener Parallelen zur siebenten Lektion der Chândogya-Upanishad - oder ja auch echten Identität mit jener eigentlichen, ursprünglichen Lehre -dann schon eine sehr genaue Kenntnis jener "TM-Meditationstechnik", wie sie aus langjähriger regelmäßiger - morgens und abends ca 20 Minuten bis 1/2 Stunde - neutral-unparteiischer-unvoreingenommener Ausübung sich wohl bei dem Einen oder auch Anderen, Wenigeren oder auch Mehrerer irgendwann ergeben kann.




Alleine schon die Bay. Staatsbibliothek war nicht mehr "zum Schulweg" gehörend!

In der Stadtbibliothek München fand sich zum Thema "TM" 0,0.

Die Bücher von Professor Deussen, Rixner & co waren leider auch nicht als Reprints im Fach zum Thema "Yoga, Meditation", sondenr allenfalls sowas wie "die Autobiographie eines Yogi" von Paramahansa Yogananda, was ich als "Nicht schülerfrei" bezeichne, wenn man mal seine Methode des erfolgreichen Studienabschlusses dort nachliest; schlichtweg unerträglich!


Kurzum die unüberlegte Feststellung "Ach diese Weltverbesserungslehren sind doch alle gleich" hätte auch Goethe und die damalige Pflichtlektüre "Faust I" betroffen.

Sie wäre, ganz Goethe-unabhängig -  einfach nicht angemessen gewesen.

Es geht eben nicht um"Weltverbesserung", wie es zB Wissenschaft und Technik, mit dem doch sehr erbärmlichen  Ergebnis von Umweltverschmutzung, Klima-Chaos, Artensterben, der versehentlichen oder auch absichtlichen oder auch es-billigend-in-kaufnehmender Züchtung multiresistenten Keime, usw zu betreiben versuchten und immer noch versuchen.

Es geht um Einsicht, Erkenntnis, Verstehen, Überwinden eines "Unendlichen Sehnens" durch Erlangen  des "Seins", einer "Wahrheit", einer "ewigen inneren, tiefsten Ruhe". (Durchaus Anders als wie es Sektenbeauftragte oftmals bzgl ihrer eigenen Lehren darstellen - etwa SWR, Nachcafé, 5.3.2021 - , geht es nicht um eine Art gütiges Wesen, das von sich aus auf einen zukommt; so ein auf einen Zukommen, kann nunmal zu allerlei Mißverständnissen bis hin zu illusorischen Fantasie-Gebilden führen, worin dann so mache Person "verhaftet" ist und in einer Art Panik allerlei Unfug anstellt. Aber in Patañjali's Yogasûtren Yoga ist auch ein Weg der "Hingabe an Gott" verzeichnet, sodaß der Yoga eben über das hinausgeht, was von zB jener ev. Sektenbeauftragten in der Nachtcafé-Sendung vom 5.3.2021 eben mal wieder als Super-Vorzug seiner "ev.-luth. Theologie" darzustellen versuchte.)


Kurzum, der Geschichte&Sozialkunde-Lehrer hatte mich nicht überzeugen können und hatte es versehentlich beinahe noch schlimmer gemacht. Auch er hatte ein "Urteil" getroffem , ohne eine Ahnung von jenem Thema gemacht zu haben.

Nunja, er hatte es wenigstens versucht und so sei Ihm die mangelnde Vorbereitetheit soundso sowieso verziehen; wieso auch sollte er auf so nen Thema vorbereitet gewesen sein?

Das stand nirgends auf einem Lehrplan und es gehörte einfach nicht ins Klassenzimmer  und Letzteres eventuell ja auch aus simplen urheberrechtlichen und zitierrechtlichen Gründen  heraus .



4) die Folgen der Zusatzveranstaltung zum Schulreferat

Wie angekündigt, was passieren würde, wenn diese Frage nach dem "wie macht man TM" nochmals käme - der Lehrer hätte ja die Veranstaltung blos abzubrechen und jenen boshaft fragenden Schüler disziplinarisch zu maßregeln brauchen -  ging ich Tag danach ins TM-Center, das in München 1971 in der Adalbertstraße in München war.

Jetzt wäre eigentlich doch noch alles gut gegangen und hätte gut gehen müssen, aber der angesprochene TM-Lehrer nutzte die Situation grausam aus:

Entgegen der Vorgaben des Mr. Mahesh, wonach Minderjährige ohne eines schriftliches Ok nicht initiiert werden dürfen, wurde ich von einem  Studenten der Ökonomie im Abschlußsemester entgegen meinem Wollen und entgegen der klaren Ablehnung der alleinig erziehungsberechtigten Eltern initiiert und es kann nicht anders bezeichnet werden als "zwangsinitiiert".


Ohne eine andere Chance als "objektiv" naturwissenschaftlich-mathematisch mit der Scene umgehen zu können, kam da so Einiges dann an Informationen und Meditationserfahrungen im Laufe der verbliebenden nahezu exakt 2 Jahren der Minderjährigkeit zusammen. Mit dem "roten Faden" der Unparteilichkeit, Objektivität und einem Bemühen um Fairness machte ich mich dann ab Erreichtwordensein der "Volljährigkeit" erst mal auf dem Rückweg aus jener Art von Sumpf-Landschaft oder wie auch immer man es angemessen nennen könnte.

Nachdem das Irregeführtworden sein ca 2 Jahre gedauert hatte, sehe ich es als eine sehr gute Leistung meinerseits an, daß ich nach ca 1-2 Jahren einen ersten Ausweg sah.

Ich schlug 2 Professoren vor, meine Diplomarbeit über "TM" im Fach Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik zu machen und nahm in Kauf, daß "Stochastik" dann einstweilen mein "Spezialfach" werde.

Als die Voruntersuchung zur Ermittlung des Stichprobenumfangs im Dezember 1975 stattfinden sollte, schoß der Assistent des Professor für Sportpsychologie (der Professor für Sportpsychologie war einer der beiden Profs) mit einer Luftdruckpistole aus 1 Meter Entfernung auf seinen Chef, den Professor und das genau am Tag bevor meine Untersuchung beginnen sollte.

Als ich an jenem Morgen zur Untersuchung gehen wollte, legte mir meine Mutter eine Tageszeitung auf den Tisch und sagte dazu: "Das ist doch dein Professor, auf den da geschossen wurde, nicht wahr?".

Ich las den Artikel, sagte "ja", ging los, suchte jenen Prof auf, der noch sichtlich unter Schock stand und sagte zu Ihm:

"Unter diesen Umständen sehe ich keine Möglichkeit diese "wissenschaftliche Studie" fortzusetzen. Haben Sie bitte Verständnis dafür." Er fragte mich noch, was mit jenem "Test", den Er mal entwickelte hatte geschehen solle, den ich für diese Untersuchung, bei einem "noch echten" Buchdrucker (einem Onkel von mir), hatte drucken lassen und ich antworte Ihm: "Können Sie gerne behalten, schenke ich Ihnen". Das erfreute ihn ein wenig.

Daraufhin fuhr ich in das mathematische Institut der TU-München, suchte den Statistik-Professor auf, Professor Dr. Josef Heinhold, und berichtete Ihm was vorgefallen sei und er doch bitte sehr damit einverstanden sei, daß ich unter diesen Umständen von diesem "Diplomarbeitsthema" zurücktrete. Ok, wieder ca 1 Jahr verloren. Zuvor hatte mich schon die TM-Scene und die ständigen Bemühungen des damaligen Centerleiters Dr. Hans Vater - per Schaffung von Notsituationen - vom Studium abzuhalten und für seine Art von nicht-bürgerlichem Leben als Vollzeit-TM-Lehrer (nahezu stalking-artig) zu begeistern bzw zu überzeugen (siehe auch [16]), ca 1 Jahr Zeit gekostet.

Meinen Sie, daß die sich sagen hätten können: "Der ist Student, der gehört in den Hörsäale? Da müssen wir schon Rücksicht nehmen darauf; der kann nicht noch jeden Abend im TM-Center ver-eingeteilt werden?" Nein, das konnten jene "TM-Center-Verantwortlichen einfach nicht. Das war schon alles andere als in Ordnung. Da verzählten sie immer wieder was davon , daß ihr großer Ober-Guru der Swami Brahmanda Saraswati, damals zu Mr. Mahesh gesagt habe "Mach erst mal dein Studium fertig, dann kannst Du kommen." (Siehe auch [13] und [14], sowie das Buch von Bernhard Müller-Erlmau "Kräfte aus der Stille", Econ-Ratgeber, 2. Auflage 1985, ISBN 3-612-20021-6). Aber selber konnten/mochten sie nicht danach handeln.

Soll sowas eine geeignete Scene für mich gewesen sein?

Gewiß nicht!

Nunja, der Lehrer hatte es aber so gemeint gehabt und brutal Druck dahingehend gemacht gehabt.


Nun mußte ich mich erst von jenem Schock, der gewaltätigen Vereitelung meiner und (insofern einer) hochoffiziell genehmigt gewesenen wissenschaftlichen Arbeit, erholen.

Auf einem sog. ATR-Kurs ("TM-Lehrerfortbildungskurs") in der kommenden vorlesungsfreien Zeit ab Anfang März 1976, geschah es nun, daß sich für mich ein anderer Weg fand, die - mir von Anfang an lästig-gewesene und unerwünscht-gewesene TM-Scene, aus Unparteilichkeit heraus objektiv los zu werden. Das war so:

Mr. Mahesh hatte 1974 einen TM-Lehrerausbildungskurs in Äthiopien geleitet. Unmittelbar im Anschluß daran kam es zur kommunistischen - genauer: sowjetischen - Machtübernahme in Äthiopien.

1974 wurde auch der echt-yogische Einsiedlerfreund des Mr. Mahesh, Herr Tat Wale Baba auf seinem Rückweg von seinem morgentlichen Bad im Ganges zu seiner Höhle, in welcher er nunmal lebte, per Schüssen ermordet.

Nach den Äthiopienereignissen redete Mr. Mahesh mal darüber:

In jenen Räumlichkeiten des Zusammenseins ( ... meist in großen Hotelhallen; die Hotels waren üblicherweise in der Nicht-Saison günstig angemietet worden... )
mit den Leuten von der "internatiolen Ebene"
(... also den engsten Mitarbeitern des Mr. Mahesh...) war nahezu immer eine aufzeichnungsbereite Videokamera  - in Kössen 1971 war es noch eine normale, alte Filmkamera gewesen - samt Kamera-Person da.

Auf diese Weise wurde auch diese "Rede" des Mr. Mahesh betreffs der Ereignisse in Äthiopien aufgezeichnet.

Mr. Mahesh meinte - so ziemlich völlig im Dunklen tappend, tief getroffen und auch verletzt -, daß durch solche Kurse mit vielen Meditierenden die viel meditieren sehr viel "Sattva" produziert würde und wenn dann alle plötzlich weggingen - so wie auch in Äthiopien am Ende des Kurses - täte jene gemutmaßte "Sattva-Produktion" abrupt aufhören und dann, so vermutete er, könnte sowas, wie das, was in Äthiopien faktisch und unbestreitbarerweise geschehen war, schon passieren.

Mir kam das völlig absurd vor und auch heute noch halte ich es für einen vergeblichen, vom Ansatz her falschen, Erklärungsversuch.

Daß Mr. Mahesh das nicht losließ und subjektiv - aus meiner Sicht zurecht - ganz sicher war, daß es mit seinem Kurs und seinem Dortgewesensein etwas zu tun gehabt habe, war für mich einfach unübersehbar.

Nun, im Frühjahr 1976 hörte ich - noch die Schüsse auf meinem Professor im Kopf habend - dieses Video betreffs der Äthiopienereignisse im Jahr 1974 zum ca 4'ten mal.

Ich hörte sachlich, ungerührt, unparteilich, objektiv und noch geschockt zu.

Plötzlich stieg eine Erinnerung in mir hoch, an welche sich eine Vermutung anschloß:

He, äh, äääh, da war doch was? Achja, da gab es doch in den 68-er Jahren jene "linken Möchtgern-Revoluzzer", die einen "langen Weg durch die Ämter vorgehabt hatten" und weil das nunmal von den Behörden in weiten Teilen vereitelt werden hatte können, haben jene anscheinend - so die aufgekommende Idee -  sich bemüht einen "langen Weg durch internationale Organisationen" (also sowas wie TM, Umweltvereine, usw usf) zu gehen.

Achja, jene waren eventuell zu Tarnzwecken TM-Lehrer geworden und jene haben dann Mitstreiter zu "TM-Ausübenden" - nach außen hin - gemacht und im Rahmen internationaler Kurse bewegten sie sich dann - anscheinend bestens getarnt - um in Ländern wie Indien, Äthiopien usw ihre "Kontakte" und "Kommunikationsnetze" aufzubauen, um Revolutionen vorzubereiten, daran mitzuwirken usw.


Nunja, ich war mir sicher, daß meine Idee da nicht ganz zutreffend sein müsse; aber daß es jedenfalls auf alle Fälle in Betracht zu ziehen ist, daß Profis aus dem kommunistischen Machtbereich sich in der TM-Scene breit gemacht hatten und die TM-Scene irgendwie zu mißbrauchen begonnen hatten einerseits und andererseits auch hatte mißbrauchen können, das war nicht auszuschließen.

Ich verlor keine Zeit und beschloß die TM-Scene nun so unfreundlich als nötig aber dennoch noch sanft als möglich zu verlassen. Meine Idee eines "Endes" in Harmonie und gegenseitigem Wohlgefallen gab ich auf und es ist ja nunmal einfach pure Logik, daß ein Weggang von solchen Umfunktionierern im "gegenseitigen Wohlgefallen" nie&nimmer möglich sein kann.

Nach jenem Kurs im März/Aprl 1976 fuhr ich extra noch nach  zu Mr. Mahesh (Seelisberg/Schweiz?) mit, um Ihm eine Chance zu bieten mit mir zu reden bzw in der Hoffnung, daß sich eine Chance böte, Ihm von meiner Einschätzung der Ereignisse in Äthiopien anno 1974 und der allgemeinen Situation der "TM-Scene mit eingeschleusten bzw sich eingeschleust gehabt habenden linken Revolutionmachenwollern" zu berichten. Aber Mr. Mahesh beschränkte sich stur auf die Vergabe von "Fortgeschrittentechniken" - was für mich ohne Bedeutung war - und hatte so die Chance verstreichen lassen.

Ich erinnerte mich auch, daß mich eine junge Dame auf jenem Kurs in Kössen im Herbst 1971 auf 3 frühere linke "Führungskräfte" der 68-er Unruhen, die zusammen um Mr. Mahesh herumstanden, aufmerksam gemacht hatte.

Es fiel mir wieder ein, daß Mr. Mahesh gebeten wurde einen "Koordinator für die Beziehungen zum kommunistischen Machtbereich und der UDSSR inbesondere" zu ernennen. Ich entsann mich genau, daß Mr. Mahesh damals einen Peter H. zu jenem Koordinator - ohne viel Nachdenken und Zögern oder sich mit Anderen beraten - ernannte und zu Ihm wörtlich sagte: "Take a Mercedes and go".

Ok, ich war also aus der aufgezwungenen TM-Scene endlich auf rationale Weise hinausgelangt. Die Sonne schien warm in der Frühlingssonne in Bad Zwischenahn und ich war bestens gelaunt und fühlte mich, nach den 5  Jahren endlich zurück auf dem richtigeren, meinem, nur noch sehr kurzen Weg; genauer war ich endlich aus der TM-Scene und den Vereinnahmmethoden Einzelner jener Scene "draußen".



5) Feststellung und Anmerkungen:

Es sei gleich angemerkt, daß der frühere KGB-Agent Juri Bezmenow im Jahre 1984 im US-TV bei einem Herrn Eduard Griffin eingeladen war und in jener Talk-Sendung ausführlich über seine Ausbildung zum Spezialisten für indische Sprachen sowie indische Philosophie, seinen Einsatz in Indien, seine Flucht in die USA und seine Aufgaben bezüglich Mr. Mahesh und der Scene der "Medtierenden" berichetete. Betreffs Mr. Mahesh hatte er ein Foto mitgebracht, daß er bei seiner Flucht mitgenommen hatte (war insofern der UDSSR gestohlen worden und gehört heute saher anscheinend irgendwie Niemandem.), daß ihn, seinen Vorgesetzten und Mr. Mahesh in einem Flugzeug zeigt.

Nun war Juri Bezmenow des Sanskrit anscheinend wesentlich mächtiger als Mr. Mahesh und ebenso war es - so scheint es - mit detaliierten, literatur-gestützen Kenntnissen über "indische Philosophie".

Mr. Mahesh hatte eigentlich dem nichts anders entgegen zu setzen als ein paar Brocken Sanskrit ein bischen was Aufgeschnapptes (aber nie systematisch Studiertes) betreffs indischer Philosphie und - da war er Juri Bezemenow eventuell weit überlegen - Meditationsausübungen sowie den Folgen davon.

So wundert es dann auch gar nicht, daß Mr. Mahesh in Juri Bezmenow und jenen Anderen KGB-Agenten und KGB-Romeagentinnen usw bis zu letzt nichts anders erblickte als gute Freunde, weil sie Ihm eben per Sanskrit, passenden Zitaten aus klassich-indischen Schriften usw immer wieder mal erfolgreich aus der Patsche hatten helfen können und anscheinend dazu auch bereitwilligst waren.


Hinzu kommt noch Mr. Mahesh's Liebesleben, worüber Judith Bourque in ihrem englischsprachigen Buch "Robes of Silk, feet of Clay" ([10]) ausführlich genug aber ohne Gehässigkeiten schreibt.

Es wäre nahezu ein Wunder, wenn der KGB die Steilvorlage, die Mr. Mahesh per seiner Undiszipliniertheiten da lieferte, nicht systematisch ausgenutzt haben könnte.



Dr. Hans Vater schreibt in seinem Buch ("Zu Füßen Maharishis", ISBN 978-3-945004-36-4, alpha-veda.com) auf Seite 126 zB.:

  •  >> ...Eine dieser Sitzungen ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Die Abreisenden waren fast ausschließlich Amerikaner. Maharishi sprach über die üblen Methoden der amerikanischen Regierung, überall in der Welt Kriege anzuzetteln, um dann  beide Seiten mit Waffen versorgen zu können. Er nannte die USA "the most criminal country of the  world - das kriminellste Land der Welt" - auch in Bezug auf die hohe Verbrechensrate in den USA.
  • Dann sagte er: "It's just back luck to be born in America - Es ist einfach ein Unglück in den USA geboren zu sein." ...<< [16]
  • (Dies sei keine Reklame für das Buch von Dr. Hans Vater; ich kenne nunmal jenen Autor aus seinen Jahren in München von Ende 1972 bis ca Mittsommer 1975; sein Buch zeugt von wenig Selbstkritik, Beschönigung seines damaligen Tuns, usw. Manches was er schreibt zeugt nicht gerade von Glaubwürdigkeit.)


Jahre später sagte Mr. Mahesh in einer seiner wöchtlichen Internet-Pressekonferenzen mal auf die Frage eines US-Journalisten (Der Washington Post?): "I damn the democracy" (= Ich verfluche die Demokratie) und ca 14 Tage danach auf die Frage "What do you think of the free democratic system of the United States of America" (= Was halten Sie von dem freiheitlich-demokratischen System der Vereinigte Staaten von Amerika?) desselben Reporters (oder eines US-Staatsanwaltes?):  "The sooner it's off, the better" (= "je eher es verschwunden ist, um so besser" und legte dann noch nach: "The system of election is a waste of social resources" (= Das Wahlsystem ist eine Verschwendung sozialer Resourcen").


(... Nun ich frage mich, was er noch alles hätte sagen und tun müssen, bis die EU ihn endlich ausgewiesen haben würde. ...).

Ok, was zeigen u.a. obige Zitate aus jenem Buch des Dr. Hans Vater?

Die KGB-Methode hatte gefruchtet; Mr. Mahesh war zum nützlichen  Idioten der UDSSR "mutiert".

In Jenen KGB-Agenten sah er anscheind nichts als Freunde, weil sie so brav Sanskrit sprachen, so bewandert waren in indischer Philosophie, den Schriften, (siehe etwa auch Walter Ruben's Bücher "Die Geschichte der indischen Philosophie", 1954, VEB, Leipzig - [17]; darin scheibt er sehr deutlich die wahre Anschauung des dialektischen Materialismus und Absichten des Marxismus-Leninismus. In "Die Philosophen der Upanishaden", 1947, A. Francke AG, Verlag Bern -[18] -; schreibt er - auffallend zurückhaltender - ziemlich unparteilich. Zusammen mit seiner Doktorarbeit aber auch der Veröffentlichung seiner Übersetzung von Nyâya in "Deutsche Morgenländische Gesellschaft", ca 1927 zeigen sich seine detallierten Kenntnisse, die jenen des Mr. Mahesh nunmal weit überlegen waren. Jenen Spezialagenten des KGB werden Walter Ruben und Anderen da kaum in irgendetwas nachgestanden haben.), sich so elegant den Gepflogenheiten in Indien in Sachen Kleidung, Benehmen anzupassen vermochten, daß es täuschend normal aussah, usw usf.

Und dann dafür als "Gegenleistung" sozusagen - ohne zu wissen warum und wieso er das tat - "immer feste d'ruff auf USA, Europa, Freiheitlichkeit, das Gandhi-Indien nach der Kolonialzeit und versehentlich auch noch auf Swami Brahmanda Saraswati, der vor dem irren starren alten System in Indien samt Kinderehe & co als kleines Kind von ca 9 Jahren - so wird berichtet, siehe Paul Mason, Mr. Mahesh's Schilderungen auf TM-Lehrerausbildungskursen, ATR-Kursen usw - einfach davonzulaufen nunmal nicht umhingekommen war.

Und weil ihm Worte noch als zu wenig "feste d'ruff" - anscheinend und doch offensichtlich - erschienen, gründete er seine, sich und die so ziemlich gesamte TM-Scene lächerlich machende, "Königskronen-Witz-Organisation" aus lauter Superreichen, die für 1 Million Euro sich bei Mr. Mahesh Erleuchtung zu kaufen unternommen (genauer versucht) gehabt haben mußten, um sich dann als so ein 'Ram' bezeichnen zu dürfen"!

Ist's nicht offensichtlich genug, von welchem politischen Lager aus Mr. Mahesh's Denken, Entscheiden, Meinen infiltriert und umfunktioniert worden war?

Wenn man Juri Bezmenows's Ausführungen, betreffs der "echt russischen Hochzeit, veranstaltet von lauter aktiv-gewesenen KGB-MitarbeiterInnen für Eduard Kennedy" ansieht/hört, so kann  sich durchaus ernsthaft fragen ob Mr. Mahesh zu der einen oder auch Anderen "Unverständlichkeit" schlichtweg erpresst wurde.

Das könnte auch den Mordanschlag auf Mr. Mahesh erklären , was Juri Bezemenow schließlich als - zwar eher seltener erforderlich gewordene - "Option des KGB-Geschäftes" darlegte.

Betreffs jenes Mordanschlags auf Mr. Mahesh gibt es "the Untold Story", verfaßt  von Dr. Chopara, (siehe etwa: https://www.huffpost.com/entry/the-maharishi-years-the-u_b_86412) der damals einer der behandelnden Ärzte war. Darin findet man u.a. daß es Ende Juli/Anfang August war, als jener Mordanschlag erfolgt war. Die UDSSR endete im Dezember 1991 (siehe etwa: "Russland: Ende der Sowjetunion 1991 - vor 25 Jahren trat ...", https://www.spiegel.de/geschichte/russland-ende-der-sowjetunion-1991-vor-25-jahren  "Kein Jubel liegt über Moskaus Rotem Platz, als die Sowjetunion am 25. Dezember 1991 ihren letzten Atemzug tut. Kein Protest, nur nasskalte Winterluft und wenig Schnee. Der triste Alltag hat die..." heißt es dort u.a.), sodaß tatsächlich auch aus den Kreisen des einstigen KGB jener Mordanschlag auf jenen "nützliche Idioten", der es nicht mehr und noch nie sein wollte, erfolgt gewesen sein könnte.             



Nun zurück zu Mr. Bezmenow's Ausführungen:

Wer nicht spurte bzw es merkte, was gespielt wurde für den gab's - gemäß Juri Bezmenow - erst "Rufmord" und falls das nicht klappte "klassischen Mord" (wobei Letzteres dann eher das Betätigungsfeld jener "linken Spinner" waren, von denen sich fernzuhalten KGB-Agenten ausgebildet worden waren und welche Juri Bezmenow als "Leftisten" bezeichnete. Man denke dabei zB an RAF-Profi-Auftrags-Killer, die sich aber immer ganz sicher waren aus eigenem Antrieb und eigenem Entscheiden heraus gemordet zu haben. Die hatte man teils in der NVA in der EX-DDR ausgebildet (ne TV-Doku der ARD oder des ZDF oä berichtete das mal  ausführlich) und teils waren sie einfach Drogenabhängige  (Baader-Meinhof. Diese waren bei ihrer Festnahme gerade mit einer Clique von Drogenjunkies beisammen und zu Gegenwehr nicht fähig.)


Damit sollte klar sein, wieso die einen mich für wahnsinnig hielten, die anderen für einen Verräter an der TM-Scene.

Es ist wohl deutlich genug dargelegt, was mir da im März/April 1976 bzgl der TM-Scene aufgefallen war, welche Maschinerie ich da am Werke erblickt hatte.

Irre ist es, wenn man meint "Augen zu und durch" oder auch "einfach weiter so", könnten bei sowas das Mittel der Wahl sein. Dann bräuchte man in der TM-Scene  Shankara's Geschichte von "Seil und Schlange" schließlich gleich gar nicht zu beachten bzw je verzählt zu haben.


Verräterisch an der ursprünglichen TM-Lehre war, sich per jener Fantasien alà "Super Radiance Effect & co" uä durchzumogeln versucht zu haben.

Den 1%-Effekt & co kann man durch regelmäßige Ausübung der TM nie&nimmer verifizieren.

Ja, "tiefe Ruhe", Entspannung, Momente reinen Bewußtseins, Nitya-Samadhi (=Turiya) kann man per TM-Ausübung verifizieren und in Beziehung setzen zu der einen oder auch anderen Upanishade, insbesondere auch zur siebenten Lektion der Chândogya-Upanishade ([1],[2],[3],[4],[6]) aber auch - abstraktererweise - zur Mandukya-Upanishade (Siehe etwa [2], Seite 573 bis 604, Shiva-Sutren (Deutsche Übersetzung ist im Intrnet zu finden)  und Anderen.

Aber sowas wie "1%-Effekt" ist per TM-Ausübung niemals verifizierbar; das wäre ja auch nur eine Art "Erkenntnis", ein stochastisches Rechenergebnis" (...und ganz und gar nicht im Sinne von "Tat twam asi" - ="Ich bin Das" - oä ...) und insofern, gemessen an der siebenten Lektion der Chândogya-Upanishad in der Übersetzung von Dr. Rixner, nie&nimmer das "Seyn", welches Mr. Mahesh gerade genauso als "Being" (= "Sein" in der deutschen Sprache) bezeichnet hatte.

Nunja, ich trennte mich im März/April 1976 so ruppig als unvermeidlich von der TM-Scene; es gab und gibt aber keinen Grund sich von "TM" zu trennen.

Nunja vielleicht kam ja auch Mr. Mahesh's TM-Lehre gar nie bei mir an, weil  man mich ja - gemäß seiner Vorgaben - eh nicht initiieren hätte dürfen. Also wieso sollte ich Ihn anfeinden für das was mir widerfuhr?

Na klar wieso machte er jenen Dr. Hans Vater zum TM-Lehrer, wo er doch wußte, daß Dr. Hans Vater sich an seine Anweisungen nicht hielt, ihm gar nicht zuhörte sondern stattdessen zu meditieren versuchte, radikales Fasten einem nicht minder radikal vielem TM-Ausüben hinzufügte und hinterher der Welt weiszumachen versuchte, daß zu viel TM schaden könne und er das selber erlebt habe. Bei seinem Versuchsaufbau mit radikal viel Fasten (obwohl Mr. Mahesh im Rahmen jenes TM-Lehrerausbildungskurses nicht zu fasten von den Kursteilnehmern inkl. jenem Dr. Hans V. gefordert hatte) und gleichzeitig selbst während der Vorträge des Mr. Mahesh weiter zu "mediteren", kann er hinterher einfach nicht wissen, was von was kam. (Seiten 17 bis 20 in [16]).

Nur eines wußte und schrieb er in seinem Buch: Noch Jahre lang danach hatte er die Misere und meditierte nur 10 Minuten, wobei er offen läßt ob 10 Minuten morgens und abends oder 10 Minuten pro Tag. (Seite 17 bis 53 in [16]

Was kann jemanden bewogen haben, der schreibt, daß TM die Ursache seiner jahrelangen schlechten Verfassung gewesen sei, ein TM-Center zu gründen und als Vollzeit-TM-Lehrer so vielen als möglich TM zu lehren?

Wieso machte Mr. Mahesh sojemanden jemals zu einem TM-Lehrer? Wieso damals als die Gedanken des Dr. Hans V. noch dauernd rasselten & co? (siehe Seite 20 unten in [16]; Mr. Mahesh wußte über Dr. Hans Vater's "wildes Experiment" Bescheid!)

Nunja, aber das, dem Dr. Hans V. ausgesetzt gewesen sein, war ja doch die Folge dessen, daß mich jener Ökonomiestudent im Abschlußsemester dermaßen radikal und rücksichtlos zwangsinitiiert hatte.

Aber auch dann, wenn ein TM-Lehrer die Umstände meines "TM-Aufgezwungenbekommenhabens" nicht wußte, so konnte sich einE TM-LehrerIn so und so verhalten. Manche bemühten  sich eifrigst es auszunutzen; Andere hatten einen vorsorglicheren Handlungsansatz, eine bessere Strategie, die solchen TM-Scene-Opfern gegenüber robust genug war.



IV) Worum geht es da obendrein noch) ?

1) Ok, 1976 hatte sich eine Elterninitiative gebildet.

Die Gründungsmitglieder waren der damalige Vorsitzende des Münchner Anwaltvereins - ein bay. Senator -, der ev.-luth. Sektenbeauftragte Pfarrer Haak, der r.-kath. Sektenbeauftragte Hans Löffelmann, der Pfarrer Kurt Österle und Andere. (Seite 5 in [31], also in "Gemeinsam gegen Abhängigkeit und Extremismus, 40 Jahre Elterninitiative, Rückblick und Ausblick 1975 -2015", Udo Schuster, Dokumentations_Edition 33 der A.R.W., ISBN 978-3-941421-47-9, 1. Auflage München 2015).

Die Zusammensetzung zeigt, daß man hinterher als "Opfer" derer - etwaiger dann ja mal - Angriffe und Falschdarstellungen -, die mich teils an Inquisition erinnerten, - reduzierte Chancen hatte, einen Anwalt zu finden, reduzierte Chancen hatte im Petitionsausschuss des Landtags eine wirkliche Chance zu erhalten (Siehe u.a. die Seiten 139 und 159 in [31]) und reduzierte Chancen in den Kreisen der Kirche als "Verfolgter" - von Leuten aus den Reihen der Kirchen -, Hilfe finden zu können.


Das war schon sehr ergebnisvorwegnehmend-raffiniert gemacht gewesen:

Fachleute zu den Themen wie Upanishaden,"TM", "Bhagwan", Shankaracharya-Tradition sowie "Swamis" wie u.a. Swami Vivekananda usw, dh kompetente Indologen - wie einst Paul Deussen - der mit Swami Vivekananda übrigens bekannt war - , Otto von Böthlingk, Hermann OIdenberg, Seidenstücker, Prof. Richard Garbe, Alfred Hillenbrandt, Franz Bopp, Moriz Winternitz, Dr. Otto Strauss usw gewesen waren, fanden sich unter jenen "richtungsgebenden" "Gründungsmitgliedern" nunmal keine.

(Jener "Bhagwan", der sich später - nach jenen Ereignissen in dem Verfahren gegen Ihn durch US-Staat und seiner Verurteilung - in wenigen Anklagepunkten -  als "Osho" bezeichnen ließ, sei immerhin mal Professor für indische Philosophie in Indien gewesen.

Allerdings habe ich mich mit jener Scene nie näher befaßt. Sein lächerlicher, absurder Sexismus war leider eine Realität und so wurden seine etwaigen Sachkenntnisse davon leider überlagert und darunter litt seine etwaig mal vorhanden gewesene Glaubwürdigkeit.

Immerhin könnten seine Fachkenntnisse ihn selbst vor sowas wie "Täuschungsmanöver" durch KGB-Agenten bewahrt haben; allerdings griff in seinem Fall, auf der Basis seiner dumm-sexistischen Steilvorlagen, da dann vermutlich die Methode wie einst angewendet auf Eduard Kennedey  - gemäß der Aussagen von Juri Bezmenow als er zu Gast bei Eduard Griffin im US-TV im Jahre 1984 war. - umso besser.)


2) Pfarrer Haak's Aktionismus:

a) Pfarrer Haak ad Shankara

So schrieb Pfarrer Haak in seinem Buch über Guruismus (siehe etwa [30]), daß Shankara den Buddhismus in Indien "besiegt" und mit anderen Worten "zerstört" habe; er stellt ihn insofern als jemanden dar, welcher den Buddhismus habe "besiegen" und zum Verschwinden bringen wollen. Er stellt ihn dar als dumm-blöd-blindwütig-zerstörungslustigen Anhänger jener - damit auch noch zwischenzeilig beförderten - falschen, irreführenden  Darstellung bzw Vorstellung bzgl "Shiva", als blindwütigen, hasserfüllten Chaoten und das so nach dem Motto: "Shankara's Gottesvorstellung sei doch jene des Gottes Shiva gewesen; wer so einer Vorstellung anhängt sei nunmal destruktiv gesonnen, dh wolle vernichten, zerstören; wer aber der Obersuper-Gottesvorstellung der ev.-luth-Kirche - welcher Pfarrer Haak angehörte - anhänge, der wäre rein gut, brav und nur gut-förderlich-würdevolles käme dabei dann heraus." (Nunja, Inquisition, Kreuzzüge, Hexenverbrennung, Lügen, zwangspychiatrische Folter im Zusammenhang mit Pfarrer Haak's Elterninititaive sprechen da aber eine ganz andere Sprache!).

Daß Shankara auch Philosoph war, übergeht Pfarrer Haak kaum versehentlich. (Siehe etwa: Mandukya-Upanishad in [2]; Gaudapada war der Großmeister von Shankara und den Kommentar von Shankara zu jener Mandukya-Upanishade findet man in englischer Sprache in der Übersetzung von Swami Nikhilananda.

Ebenso zeigen das "Kleinod der Unterscheidung" des Shankara und andere seiner Werke usw kaum "religiöse" Züge (es gibt da mehrere Übersetzungen ins Deutsche), u.a. eine Übersetzung aus dem Jahre 1957, die im Otto Wilhelm Barth-Verlag, einer GmbH, in München-Planegg erschien und mit einer Einleitung von einem Swami Prabhavananda und Christopher Isherwood.

Daß Shankara auch eine religiöse Seite hat kann man Ihm wohl kaum vorwerfen; wenn dann viele seiner AnhängerInen dann einen religiöse Weg wählten, aber seiner Philosophien gedachten, so war und ist das deren Sache:


Aber Pfarrer Haak schreibt, der Einseitgkeit huldigend:

  • >> Adi Shankara, der große Erneuerer des Hinduismus und der Besieger des Buddhismus in Indien, setzte zur Festigung seiner Bemühungen ein System in Kraft, das bis heute einer der tragenden Pfeiler des Hinduismus geblieben ist <<
  • Seite 15 in [30]


Nachdem Pfarrer Haak dann über die Organisation des Herrn Shankara schrieb, in Äußerlichkeiten und bei Namen blieb, kommt er dann zum Ende seiner Ausführungen über Shankara:

  • >>....Der Orden war als Gegenmissions-Orden (gegen den Buddhismus) gegründet worden. In neusteer Zeit sind aus ihm so missionarisch aktive Institutionen hervorgegangen wie die Ramakrishna Mission ... <<
  • Seite 16 in [30]

 


Professor Paul Deussen (lt. Angabe in der bayerischen Staatsbibliothek, bsb-muenchen.de, etwa https://opacplus.bsb-muenchen.de/metaopac/search?View=default&tpql=3340%3d%22118671707%22+OR+100%3d%22Deussen%2c+Paul%2c+1845-1919%22 , lebte Professor Paul Deussen in den Jahren 1845 bis 1919) schrieb 1922 zur Situation des Shankara in seiner Allgemeinen Geschichte der Philosophie, Bd I.3 Folgendes:

  • >> ... So wurde der Buddhismus mit der Zeit zu einem äußerlichen Kultus, ohne Kraft und inneres Leben, und in dieser Entartung konnte er dem von einer großen Tradition getragenen Brahmanismus gegenüber seine Stellung nicht mehr behaupten und mußte aus Indien weichen. Das Verschwinden des Buddhismus aus seinem Heimatlande scheint sich etwa zwischen 800 und 1000 p.C. nach und nach vollzogen zu haben. In der Rückerinnerung, welche längere historische Vorgänge zu einem einmaligen Ereignisse zu kondensieren pflegt, erscheint diese Vertreibung des Buddhismus als Resultat einer furchtbaren Verfolgung, in welcher alle Buddhisten „von der Brücke bis zu den Schneebergen“, d.h. von Ceylon bis zum Himâlaya, ausgerottet wurden. Über diese Buddhistenverfolgung haben wir in dem angeblich von  Mâdhava (um 1350 p.C.) verfaßte Çañkaradigvijaya Kap. 1, 26-98 (S. 15 - 29 der Puna-Ausgabe), einen mythischen Bericht, den wir hier übersetzen wollen, nicht als wenn er irgendeinen historischen Wert beanspruchen könnte, sondern weil er für die feindselige Stellung der Brahmanen gegen die Buddhisten zur Zeit ihrer Austreibung ein charakteritisches Zeugnis ablegt. Der nicht weiter bekannte König Sudhanvan, der die Vernichtung der Buddhisten befohlen haben soll, erscheint als eine Inkarnation des Gottes Indra. In Kumârilabhaṭṭa, dem bekannten Kommentator der Jaimini-Sûtra’s, der in hervorragender Weise an der Vertreibung der Buddhisten beteiligt gewesen sein soll, ist der Kriegsgott Kumâra (Skanda), ein Sohn Çiva‘s, Mensch geworden, während in Çañkara (geb. 788 p.C.), dem berühmten Kommentator der Brahma-Sûtra‘s, der, wie der Titel des Werkes besagt, dem Brahmanismus die Weltgegegenden wiedereroberte und jedenfalls für dessen Regeneration durch sein ausgebreitetes Wirken wesentlich beigetragen hat, der höchste Gott Çiva selbst auf die Erde herabgestiegen ist.
  • Mythischer Bericht über die Ausrottung des Buddhismus.

  • (nach dem Çañkaradigvijaya cap. 1, Verszählung und Lesearten nach Gildemeisters Ausgabe in Lassens Anthologie S. 86 - 92.)
  •  
  • 1. Einstmals nahten sich die Götter dem auf dem Silberberg (Meru) weilenden Göttergott (Çiva), welcher dem Kaltstrahligen (Monde) vergleichbar war, wie er über dem Ostbegebirge sich erhebt.

  • 2. Vor ihm, durch dessen Gnade die Erfüllung ihres Zweckes bedingt war, fielen sie nieder, falteten die Lotusblüten ihrer Hände zu Kelchen zusammen und trugen ihm mit Bescheidenheit folgendes vor:

  • 3. „Es ist dir, o Heiliger, ja schon bewußt, was zu unserm Besten dient: um die Sugata’s (Buddhisten) zu verführen, hat der Heimsucher (Vishṇu) die Gestalt des Buddha angenommen.                            

  • 4. Auf die von ihm aufgebrachten Lehrmeinungen sich stützend und die philosophgischen System herabwürdigend, erfüllen die Buddhisten gegenwärtig die Erde, wie Finsternisse die Nacht.

  • 5. Die Kasten, die Lebensstadien und der fromme Wandel werden von ihnen, den Brahmanhassern, gehaßt; sie behaupten von den Worten der heiligen Texte, daß sie nur dem Zwecke des Lebensunterhaltes dienten, o Herr.

  • 6. Die Abendandacht und die übrigen Werke sowie die religiöse Tätowierung der Glieder werden von keinem menschen jemals mehr betrieben; sie sind alle in die Ketzerei verfallen.

  • 7. Vor dem Anhören der Schrift verschließen sie die Ohren und ebenso vor den Silben, die da lauten ‚Opfer‘. Wie können dabei die Opferwerke gedeihen, und wie können wir die Opfer genießen?

  • 8. Die Lehren des Çiva und Vishṇu als das Höchste schützend *) und Liñgam oder Diskus u. dgl. als Abzeichen tragend, werfen die Ketzer das Opferwerk von sich gleichwie schlechte Menschen das Mitleid.

  • 9. Mit einer nichts anderes anerkennenden Verehrung wenden sie sich an ihren höchsten Geist; welche heilsame Schriftstelle gibt es wohl, die nicht von diesen rauschtrunkenen Anhängern der Çakti (schöpferische Naturkraft) herabgewürdigt würde?
  •  
  • 10. Tagtäglich ehren sie ihren Bhairava (Çiva), indem sie [als Blumenspende für ihn] die Lotosblumen der Köpfe der Zwiegeborenen abschneiden; ja, welche Weltordnung gibt es, die von diesen niederträchtigen Schädelträgern nicht erschüttert worden wäre?

  • 11. Und auch noch viele andere, mit Schwierigkeiten behaftete Wege gibt es auf der Welt, auf welchen die Menschen, sich betretend, in schlimmes Leid sich verstricken.
  •  
  • ---------------------------

  • *) Hier wird wohl der Buddhismus mit den Ketzereien der vom Vedânta gleichfalls nicht anerkannten çivaītischen und  vishṇuitischen Sekten vermengt, von denen wir mehrere im folgenden Abschnitt kennen lernen werden.
  •   
  • 12. Darum  mögest du, o Herr, zur Errettung der Welt die Bösewichter insgesamt ausrotten und den schriftgemäßen Weg wiederherstellen, so daß die Welt mit Lust auf ihn wandeln kann.“

  • 13. So sprachen die Götter und schwiegen; da sagte [Çiva] der geliebte der Bergbewohnenden [Durgâ] zu ihnen:

  • „Euren Wunsch werde ich erfüllen, indem ich Menschengestalt annehme.

  • 14. und zur Vernichtung der Übeltäter sowie zur Aufrichtung des Gesetzes einen Kommentar verfasse, welcher den Sinn des Inhaltes der Brahmasûtra’s klarlegen soll.

  • 15. Als Mittagssonnen in dem verwirreden Dunkel des Prakṛiti-Dualismus werden die vier [behenden] Schüler leuchten, mit denen ich versehen sein werde, wie Hari (Vishṇu) mit seinen [vier] behenden Armen.

  • 16. Als Fürst unter den Askten mit Namen Çañkara,

  •  werde ich auf der Erde weilen, und  wie ich, so sollt auch ihr in einen Menschenleib eingehen

  • 17. und mir nachfolgen, alle ihr Bewohner des dreifachen Himmels. Dann wird euer Wunsch in Erfüllung gehen, daran ist kein Zweifel.“
  •  
  • 18. So sprach er zu den Himmelsbewohnern und richtete seine Seitenblicke, wie sie andern nicht leicht zu Gebote stehen, auf den Kumâra (den Kriegsgott), wie die Sonne ihre Strahlen auf eine Lotusblume.
  •  
  • 19. Als Guha (der Kriegsgott) diese Seitenblicke,

  • welche schon [bei der Quirlung des Amṛitam] auf den Wellen des Milchozeans geruht hatten, empfing. da freute er sich, wie die Lotosblume über die Strahlen des Mondes sich freut.

  • 20 Da sprach zu seiem leben Sohne Skanda (dem Kriegsgotte) alsbald der den Mond als Stirnschmuck tragende Gott (Çiva), r, der mit seinen schlnen Augen-Rebhühnern des elfenbeingleichen Mondlichtes sich erfreut [die Augen heißen Rebhühner, weil sie, wie diese, das Mondlicht trinken]:

  • 21. „Vernimm o Trauter, das heilsame, die Rettung der Welt betreffede Wort; wird der aus drei Teilen bestehende Veda gerettet, so sind damit die Zwiegborenen gerettet.

  • 22. Mit seine Rettung ist dieRettung des ganzen Erdkreises vollbracht, darum weil von ihm die Ordnung der Kasten, Lebensstadien und Pflichten abhängig ist.

  • ... <<

Seite 180 bis Seite 184 [37], dh in „Allgemeine Geschichte der Philosophie, Erster Band, dritte Abteilung, „Die Nachvedische Philosophie der Inder, nebst einem Anhang über die Philosophie der chinesen und Japaner“, Paul Deussen, 4. Auflage, Leipzig/F.A. Brockhaus, 1922

    

(Anmerkung zu „Gildemeisters Ausgabe in Lassens Anthologie S. 86 - 92“. Lt. Wikipdia gab es einen Johann Gildemeister, der Orientalist war und vom 20.7.1812 bis 11.3. 1890 gelebt habe. Dort wird auch ein Christian Lassen aus Norwegen erwähnt, bei dem u.a. er orientalische Sprachen studiert habe. Er war Mitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Gildemeister.

Johannes Lassen, norwegischer Indologe, schrieb u.a. eine Sanskrit Chrestomathie, die von Gildemeister bearbeitet wurde. Lassen lebte von 22.10.1800 bis 8.5.1876 Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Lassen.)


Anmerkung vom Autor diesr homepage:

Ok, es gibt Menschen, die Shankara als eine Inkarnation des Gottes Śiva verehren.

Nur Mr. Mahesh hat so eine Verehrung des Gottes Śiva nunmal nicht gelehrt!

Immerhin zeigt der von Professor Deussen zitierte oder auch selbst übersetzte "mythische" Text "Çañkaradigvijaya cap. 1", daß es irgendwelche Götterinzwis gewesen seien, welche Gott Śiva baten, den Menschen wieder einen möglichst routinemäßig beschreitbaren spirituellen Weg zu geben.

Gott Śiva habe versprochen, sich dazu selbst zu inkarnieren und einen seit langem schon verfügbaren Text zu kommentieren. Von "Buddhismus-Verfolgung" keine Spur!

(Dieser Text, das Brahma-Sûtra, ist nochdazu seit Längerem von Professor Deussen thematisiert worden; siehe: "Das System des Vedânta nach den Brahma-Sûtras des Bâdarâyana und dem Commentare des Çañkara über dieselben als ein  Kompendium der Dogmatik des Brahmanismus vom Standpunkte des Çañkara", dargestellt von Dr. Paul Deussen, Professor an der Universität Kiel, zweite Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1906; (gibt es auch in "Classical Reprint Series", Forgotten Books, 2018, ISBN 978-1-332-35463-4).

Ergänzend dazu gibt es von Professor Deussen noch das Buch

"Die Sûtras des Vedânta oder die Çârîraka-Mîmânsâ des Bâdarâyaṇa nebst dem vollständigen Commentare des Çañkara, zweite Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1920.

Siehe auch: https://archive.org/details/diestrasdesvedn00deusgoog/page/n37/mode/2up

https://archive.org/details/diestrasdesvedn00deusgoog/page/n9/mode/2up

https://archive.org/details/bub_gb_JFfl9uh-azMC

Neuerdings gibt es auch das Buch:

"Badarayana, Brahmsutra, Übersetzung aus dem Sanskrit und Kommentar von Raphael", ISBN 978-3-89901-141-8, Deutsche Erstausgabe, 1.Auflage 2008, 2005 Asram Vidya, Rom, J. Kampfhausen Verlag & Distribution GmbH.)



Prof. Klaus Mylius schreibt in seinem Buch "die Vier edlen - Wahrheiten", Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig, 1983 - auf Seite 42:

  • "Eine Buddhismusverfolgung hat es vor der mohammedanischen Ära jedenfalls nicht gegeben, wenn auch lokale Bedrückungen vorgekommen sein mögen."
  • [29], Seite 42


Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang darüberhinaus die Feststellung von Hermann Oldenberg bezüglich des einstigen Vordringen des Buddhismus durch Buddha selbst:

  • >> ... Das persönliche Ansehen der Brahmanen stand durchaus nicht unerschüttert da. Vom großen Brahmanen, der als hochgestellter Beamter das Volk im Namen des Königs drückte und dann wieder den König betrog, bis hinab zu den kleinen Pfaffen, die, wenn man ihnen einen Mahlzeit gab, duch unpassendes Benehmen bei Tische unliebsam auffielen, forderte ihre Persönlichkeit und ihr Lebenswandel zur Kritik, heraus, und man hielt mit dieser Kritik nicht zurück. Längst wog für das Volksbewußtsein ein Samana (Asket) um kein Haar leichter, als ein Brahmane. Der Veda, der große Adelsbrief des Brahmanenstandes, konnte doch kein wirkliches Fundament der Macht und der Popularität für sie bilden. Wer im Volk fragte viel nach dem Veda, nach der abstrusen Opfertheorie, deren Sprache man kaum verstand, oder nach den alten Hymnen, deren Sprache man noch viel weniger verstand,  den Hymnen an vergessene Götter, den Kleinodien der Grammatiker und Antiquare? Mißbräuche wie der der schwungvoll und frech betriebenen Wahrsagerei und Zeichendeuterei oder des Sühneopferwesens mit der platt äußerlichen Auffassung von Schuld und Reinigung, hinter der sich anspruchsvolle priesterliche Begehrlichkeit verbarg, mußten in ernsten und klar denkenden Naturen den Widerwillen gegen dies Pfaffentum lebendig erhalten.
  • So war der Brahmanismus kein Feind für Buddha, dessen Überwindung nicht hätte gelingen können. Oft mag er den lokalen Einfluß angesehener Brahmanen hindernd auf seinem Wege gefunden haben ¹), dafür aber standen hundert andere Brahmanen als Jünger zu ihm oder hattren sich als Laien für ihn erklärt ¹). Ein Kampf großen Stiles ist hier nicht gekämpft worden. Äußere Waffen für einen solchen Kampf standen den Brahmanen nicht zu Gebote, und wo geistige Waffen entschieden, mußten sie verlieren.
  •    Buddha diskreditierte das Opferwesen; mit bitterer Ironie geißelte er die vedische Gelehrsamkeit als eine leere Torheit, wenn nicht als frechen Schwindel; der brahmanische Kastenhochmut ward nicht gelinder behandelt. ...<<

Seite 192, 193 in [33] , dh "Buddha, Sein Leben Seine Lehre, Seine Gemeinde" von Hermann Oldenberg, siebente Auflage, Stuttgart und Berlin 1920, J.G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger


Andererseits schreibt Hermann Oldenberg in seinem Buch "Reden des Buddha, Lehre/Verse/Erzählungen", übersetzt und eingeleitet von Hermann Oldenberg, Kurt Wolff Verlag,, München, 1922 (es heißt dazu auf der Seite vor dem Inhalt: "Aus seinem Nachlaß von Herman Oldenberg ... herausgegeben") Folgendes:

  • "... Am Hof von Nepal lebte seit 1821 als englischer Resident Brian Houghton Hodgson; ..." [34], Seite VIII der Einleitung
  • "... Seiner Aufmerksamkeit konnten die reichen Schätze buddhistischer Handschriften in Sanskrit und in einer eigentümlichen Mischung von Sanskrit und Volksdialekt nicht entgehen, die in Nepal, von der europäischen Wissenschaft bis dahin nicht bemerkt, vorhanden waren. Das trockene Klima, die Geschützheit des Landes vor mohammedanischen Invasionen hatten diese Handschriften vor dem Untergang bewahrt; hier fanden sich ältere Sanskritmanuskripte, als bis dahin irgend anderweitig bekannt geworden waren. Sie sind ausgezeichnet erhalten; oft wurden sie und werden sie noch in schönenen seidenen Umhüllungen auch von Leuten, die selbst keinen Buchstaben davon zu lesen imstande sind, mit abergläubischer Verehrung als wertvollste Erbstücke hochgehalten: eine nepalesische Chronik erzählt, wie im 12. Jahrhundert n. Chr. aus einem brennenden Dorf eine Brahmanenwitwe entfloh mit mit dem kleinen Abbild eines eines heiligen Bauwerks, mit einer uralten in Goldbuchstaben geschriebenen Handschrift des buddhistischen Buchs von der 'Weisheitsvollkommenheit', und mit ihrem Knaben Yaśodhara...
  •   Hodgson, selbst kein philologischer Erforscher dieser alten Lieratur..."
  • [34], Seite IX der Einleitung.


Ebenso war es eben mit den "kritisierten" Brahmanen. Sie hielten ihre Überlieferungen so gut sie konnten in Ehren und das auch dann, wenn sie sie gar nicht mehr lesen oder auch verstehen konnten.

Auch Buddha hatte nunmal, in der Anfangszeit seines Strebens nach Erleuchtung, sich in Yogagruppen und bei Brahmanen aufgehalten. Er nutzte also, das ist nicht auszuschließen, wohl auch diese Überlieferungen. Es frägt sich, ob Buddha jemals nach Erleuchtung gesucht gehabt hätte, wenn es keinerlei Überlieferung mehr jenbezüglich gegeben gehabt hätte.

Buddha's Kritik an den Brahmanen sollte wohl eine Ermunterung sein, nach dem zu streben, was ihre Lehren doch lehren sollten können.

Man kann dazu die siebente Lektion der Chânadogya-Upanishad näher betrachten: Nârada klagte ja eingangs genau darüber, daß er zwar all die Bücher usw gelesen, alles aus dem damaligen Wissensangebot studiert gehabt habe und er aber unzufrieden sei und die "innere Ruhe" finden habe können. Siehe zB [1], [2], [3], [4], [6].

Bei Moriz Winternitz heißt es bezüglich der Beziehung zwischen der buddhistischen Literatur des Pâli-Kanons und den Upanishaden auf Seite 16 folgendermaßen:

  • "... Je mehr uns diese buddhistische Sanskritlitteratur erschlossen und je eingehender sie mit dem Pâlikanon verglichen wird, desto mehr erweist es sich, daß Oldenberg recht hat, wenn er sagt: >> Das Pâliexemplar, natürlich nicht von unfehlbarer Korrektheit, muß doch als hervorragend gut beurteilt werden.<< ¹). Es ist ja auch kein Kanon und kein buddhistischer Texte aus so alter Zeit erhalten, wie der im ersten Jahrhundert v. Chr. aufgezeichnete Pâlikanon, in dem der große buddhistische König Aśoka noch mit keinem Wort erwähnt wird ²). In Sprache, Stil und Inhalt schließen sich die Pâlitexte aufs engste an die Upaniṣads an, während uns die buddhistische Sanskritlitteratur weit  mehr an die Purāṇas erinnert."
  • [24], Seite 16


Irgendwann wandelte sich dann die Situation und aus dem Bereich der Brahmanen kam Shankara, der eben "die innere Zufriedenheit", das Sat-Chit-Anananda gefunden hatte.


Dabei bezeichnet Sat nunmal das Seiende; Chit bedeutet Bewußtsein und Anananda "Wonne, Freude".

Im Buch "Reden des Buddha, Lehre/Verse/Erzählungen", übersetzt und eingeleitet von Hermann Oldenberg, Kurt Wolff Verlag,, München, 1922 heißt es auf den Seiten 339 in der Erzählung "Der Älteste Cūḷapanthaka" am Ende:

  • "Des Wissens Dreiheit, sie ist mein geworden;
  • Buddhas Gebot, Erfüllung hat's gefunden"
  •  [34], Seite 339

Auf Seite 342 in [34] findet man diese Redewendung erneut beim Bruder des vorhin genannten, dem "Ältesten Mahāpanthaka"; der "älteste Paccaya" gebraucht diese Redewendung  (Seite 342 in [34]) ebenso wie der Älteste Gayākassapa (Seite 344 in [34]) sowie der Älteste Mettikā (Seite 348 in [34]).

(Bei Yoga-Vidya findet man dazu eine Aussage, betreffs eines "Yoga der Dreiheit", dessen Ansätze bereits Buddha gelehrt habe; dabei gehe es um "Ruhe", "Liebe" und "Kundalini-Yoga". - https://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/der-gro-e-schatz-im-leben-yoga-der-dreiheit-1 der Link ist vom 7.3.2021 -)

Meiner Ansicht nach steht "Ruhe" nunmal für Sat, das Seiende. "Liebe" hat was mit "Bewußtsein" zu tun, weil auch jenes christliche "Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst" offenbar grundlegend etwa mit Bewußtsein zu tun hat und "Kundalini" hat was mit Nicht-Verhaftetseins in das Angenehme, mit Entspanntheit  zu tun.       


Shankara traf auf Buddhisten, die das, was Buddha gelehrt hatte - zwar den Worten nach - noch begeistert, geehrt usw überlieferten, aber das Nirvana nicht mehr wirklich kannten; sie kannten nur noch das Wort bzw die Worte und sie waren in einer Situation wie zB Nârada.

Diesesmal war es nunmal Herr Shankara, der einer Brahmanenfamilie entstammt war oder auch sei, der die innere Zufriedenheit jenseits der Worte, Grammatik usw gefunden hatte und auch Buddhisten zu ermuntern in der Lage war, doch das zu suchen, wozu die Worte in ihren Schriften aufforderten und auffordern.

Was soll da Pfarrer Haak's Reden von "Besiegen" und "Besiegtem"?


b) Shankara's Lehren aus unparteiischer Sicht:

Seriöserweise würde man Shankara mal selbst zu Wort gekommen haben lassen und zumindest auf die vorhandene deutschsprachig vorhandene (warum eigentlich nicht auch Englischsprachige, nachdem der "euorpäische Gerichtshof für Menschenrechte" doch eh nur auf Englisch und Französisch verhandelt?) Werke des Shankara hingewiesen haben.

1975 gab es in deutscher Sprache zumindest:

  • "Das Kleinod der Unterscheidung", Übersetzung aus dem Jahre 1957, die im Otto Wilhelm Barth-Verlag, einer GmbH, in München-Planegg erschien und mit einer Einleitung von einem Swami Prabhavananda und Christopher Isherwood.
  • Die Sūtra's des Vedānta: oder die Çârîraka-Mîmâṅsâ des Bâdarâyaṇa : nebst dem vollständigen Commentare des Çañkara, aus dem Sanskrit übersetzt von Professor Paul Deussen, F.A. Brockhaus, 1887; siehe: https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV007134706  - (die zweite Auflage erschien 1920, lt. www.archive.org)                                   
  • "Das System des Vedânta: nach den Brahma-Sûtra's des Bâdarâyaṇa und dem Kommentare d. Çañkara über dieselben als ein Kompendium der Dogmatik des Brahmanismus vom Standpunkte des Çañkara aus", Prof. Dr. Paul Deussen, zweite Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1906 (siehe zB.: https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV008483637)



Englischsprachige Literatur gab es wesentlich mehr.

Darunter viele Übersetzungen von Upanishaden zu welchen es einen Kommentar von Shankara gab.

(Auch die Bhagavad Gita mit dem Kommentar von Shankara?)

Auch einige der kleineren Schriften hätte es gegeben.


Pfarrer Haak schrieb auf Seite 16, wie schon zitiert:

  • >> In neuster Zeit sind aus ihm so missionarisch aktive Institutionen hervorgegangen wie die Ramakrishna Mission ... <<
  • Seite 16 in [30

 

Ok, dann sieht man sich eben zB die Biografie betreffs Swami Vivekananda von Swami Nikhilananda ("Vivekananda Leben und Werk" von Swami Nikhilananda, Drei Eichen Verlag München 60 + Engelberg /Schweiz, deutsche Bearbeitung von Spengler-Zomak aus dem Jahre 1972) mal an:

Auf Seite 261 findet man da zB:

  • >> Eine der bemerkenswertesten Niederlassungen, die Swami Vivekananda gründete, war der Advaita-Ashram in Mayavati in den Vorbergen des Himalayas.
  • Seit seinem Aufenthalt in den Schweizer Alpenwar in dem Swami der Wunsch gewachsen, ein Kloster in der Einsamkeit des Himalayas zu erbauen, wo der Nicht-Dualismus gelehrt und in seiner reinsten Form geübt werden sollten<<  Seite 261 in [5]

und weiter heißt es dazu in der erwähnten Biografie über Vivekananda:


  • >>Religiöse Sucher, ohne Rücksicht auf Glaubensbekenntnis und Rasse, waren im Kloster Mayavati willkommen. Keine äußere, zeremonielle Gottesverehrung war innerhalb seiner Grenzen gestattet. Sogar die formale Verehrung Sri Ramakrishnas war ausgeschlossen. <<
  • Seite 262 in [5]

Und damit ist man dann deutlich beim Unterschied zwischen der Herangehensweise eines Professor Deussen oder auch Richard Garbe und jener des - selbsternannten oder auch  einem "evangelisch-lutherischen" Landesbischof ernannten - "Guruismus-Experten" Pfarrer Haak angelangt:


Im "Kapitel XVI. Der Vedânta des Çañkara."" schreibt Prof. Paul Deussen in "Allgemeine Geschichte der Philosophie I.3, 4. Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1922" ab Seite 579  über Advaiata:

Vorab erläutert Prof. Deussen:

  • >>   Drei Sätze sind es, wie oben I, 2, S. 357 fg. nachgewiesen, in denen die Lehre des Yâjñavalkya (was auch immer sich unter diesem Namen verbergen mag) gipfelte:
  •      1. der Âtman ist unerkenbar;
  •      2. der Âtman allein ist real;
  •      3. der Âtman ist die Seele in uns.

  • Diese drei Sätze, richtig verstanden, haben und behalten für alle Zeit den Wert unverlierbarer metaphysischer Wahrheiten.<<
  • Seite 580 in [37]



Auf Seite 582 heißt es dann:

  •    >>... Freilich war es für Çañkara keine leichte Aufgabe, aus den älteren Upanishad's (denn nur dieser scheint er anzuerkennen) ein in sich zusammenstimmendes Ganze aufzubauen, da diese Texte in Theologie, Kosmologie und Psychologie voll härtester Widersprüche sind. ...<<
  • Seite 582 in [37]


Weiter heißt es auf dieser und der folgenden Seite:

  • >>...    In dieser Verlegenheit hat Çañkara einen Ausweg gefunden, welcher alle Schwierigkeiten löst und für ähnliche Verhältnisse als vorbildlich zu gelten geeignet ist. Er unterscheidet eine exotherische, theologische, für die Fassungskraft der Menge berechnete und eine esoterische, philosophische, den strengsten Anforderungen des Denkens genügende Lehre, oder, wie er gewöhnlich sagt, eine niedere Wissenschaft (aparâ yidyâ), welche unter ihrem weiten Mantel alle jene fantastischen Schilderungen vom Wesen des Brahman, von der Weltschöpfung und der Seelenwanderung befaßt, und die höhere Wissenschaft (parâ vidyâ), welche in der Theologie die Unerkennbarkeit des Brahman, in der Kosmologie die Nicht-Realität der Welt und in der Psychologie die Identität der Seele mit dem Brahman lehrt, somit zu jenen 3 Sätzen zurückgreift, welche wir oben als die drei Grundpfeiler des Yâjñavalkya hervorhoben, und welche den eigentlichen Kern des in den ältesten Upanishad-Texten vorgelegten Idealismus ausmachen. In ihnen liegt nach Çañkara die ewige Wahrheit beschlossen, alles übrige erklärt er als Akkomodation des Veda an die Fassungskraft der Menschen, nur daß diese Akkomodation nach ihm eine bewußte ist, während es in Wahrheit vielmehr die auf das empirische Gebiet beschränkte Fassungskraft der Menschen ist, welche jene metaphysischen Wahrheiten in den Bereich des für sie Verständlichen herabgezogen haben.
  •    So gelang es Çañkara, ein theologisch-philosophisches Lehrgebäude zu errichten, welches in seinen beiden Formen gleicherweise der Fassungskraft der Menge wie den Anforderungen des philosophischen Denkens Genüge leistet und in Indien bis auf den heutigen Tag die Grundlage des geistigen Lebens für  alle diejenigen bildet, welche das Bedürfnis empfinden, ihr religiöses Fühlen mit ihren philosophischen Überzeugungen in Einklang zu bringen. Allerdings ist die Form, in welcher Çañkara seine Gedanken entwickelt hat, eine für uns ungewohnte. <<
  • aus Seiten 582 und 583 in [37]

(Anno 2021 gibt es nun zahlreiche Werke von Shankara in deutscher Übersetzung und so ist es insofern nicht schwierig, sich selbst ein Bild zu machen und Shankara selbst zu Wort kommen zu lassen.)

Auch über Shankara's Enthusiasmus bei der Verbreitung jener Lösung des "Advaita" welche er gefunden hatte, schreibt Prof Deussen durchaus in einem seiner Bücher. Auf der Bais des bemüht unparteilichen, wissenschaftlich-objektiven und fairen Bemühens des Professor Deussen meint das bedeutet das offenbar etwas grundlegend Anderes, als das was Pfarrer Haak schrieb:

  • >> ... so erstand in Indien schon siebenhundert Jahre vor Luther der große Reformator Çañkara (geb. 788 p.C.), welcher, wie das sein Wirken verherrlichende Werk Çañkara-dig-vijaya,"Çañkara's Eroberung der Himmelsgegenden", berichtet, das weite Indien lehrend und streitend durchzog, die Irrlehren, voran die des Sâñkya-Systems und des Buddhismus, mit einer an Luther erinnernden Heftigkeit auf's bitterste bekämpfte und den alten Brahmanismus in Indien wiederherstellte, indem er ihn nur auf die Çruti, d.h. auf die geheiligten Texte der Upanishad's gründete und der Smṛiti oder Tradition nur so weit Autorität zugestand, als sie die Upanishadlehre ergänzte, ohne derselben zu widersprechen. ...<<
  • Seite 581 bis 582 in [37]


(Im Übrigen hatte auch Gaudapada bereits Advaita gelehrt; siehe Mandukya-Upanishad in "60 Upanishads des Veda", Prof Deussen , [2]. )


Professor Deussen fügt dann seinen Vorbemerkungen zu "XVI Der Vedânta des Çañkara" einen Abschnitt betreffs "Das Vedântasystem nach den Sûtra's des Bâdarâyaṇa und dem Kommentar des Çañkara über diesselben" seine etwas modifizierte "kurze Übersicht der Vedântalehre" (Seite 585 in [37]) an, welche auf den Seiten 587 bis 614 in [37], (dh  in Prof. Paul Deussen, "Allgemeine Geschichte der Philosophie I.3, 4. Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1922) zu finden ist.

Professor Deussen ergänzt dies anschließend noch um einen weiteren Abschnitt, nämlich "Der Vedântasâra des Sadânanada". (Seiten 639 bis 670) in [37]). Zu diesem Text schreibt Professor Deussen:

  • >> Zu  Abschluß unserer Darstellung des Vedântasystems und damit unserer 35 Jahren der indischen Philsophie zugewandten Bemühungen wollen wir noch ein  Vedântawerk aus späterer Zeit behandeln, den Vedântasâra des Sadânanada, welcher von allen Vedântaschriften, wohl die am meisten gelesene ist und wegen der Klarheit und Präzision ihrer Form wie auch ihres geistvollen Inhaltes diese Bevorzugung durchaus verdient<<
  • Seite 615 in [37]


Nunja, so - unvoreingenommen, fair, objektiv, wissenschaftlich - kann man sich mit Shankara, Vedânta & co offenbar auch befassen.



Interessanterweise gibt es auch noch eine Übersetzung von Sadananda's Vedantasra, welche Otto von Boethlingk anfertigte und herausgab; das Buch ist nahezu komplett in Sanskrit geschrieben; allerdings gibt es nunmal 1 Kapitel in deutscher Sprache (in der Ausgabe dieses Buches von 1845 war dieses Kapitel in deutscher Sprache noch nicht enthalten siehe: https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb10572535/bsb:8287605?queries=Vedantasara&language=de&c=default; Das Vorwort von Otto von Boethlingk ist in deutscher Sprache; Otto von Boethlingk hatte es für die zweite Auflage nunmal - wie es auf Seite 3 auch heißt - "gänzlich umgearbeitet") : Siehe Kapitel "XXI. SADĀNANDA’S VEDĀNTASĀRA" in:

>>

Sanskrit-Chrestomathie

 

HERAUSGEGEBEN

von

Otto Böhtlingk

------------

zweite, gänzlich umgearbeitete Auflage.

-----------


St. Petersburg, 1877.

Commissionäre der K a i s e r l i c h e n   Akademie der Wissenschaften

in St. Petersburg:                                           in Riga:             in Leipzig;
Eggers & co, J. Issakoff, J. Glasunoff;         N. Kymmel;     Leopold Voss.
--------
Preis:  1Rbl. 45 Kop. = 4 Mark 80 Pfen.


<<

zum "Online-Lesen" zu finden in der Bayerischen Staatsbibliothek, München, Ludwigstraße via: https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb11358232/bsb:8193190?queries=Vedantasara&language=de&c=default


Das gibt es auch wie folgt:

digitalisiert von Google; Sammlung americana; das Buch ist aus der Sammlung der "University of Michigan".

siehe zB: https://archive.org/details/sanskritchresto01bhgoog/page/n263/mode/2up - Link vom 20.3.2021 -; die Seite 279 ist leider im Google-Scan unleserlich; in der "Online-Lesen"-Ausgabe der bay. Staatsbibliothek ist jene Seite allerdings in Ordnung.

Eine andere Fassung dieses Buches wurde 2016 von "the Internet Archive" digitalisiert und ist ebenfalls in www.archive.org aufzufinden (Sammlung: wellcomelibrary; ukmhl; medicalheritagelibrary; europeanlibraries                   Digitizing sponsor Wellcome Library): In dieser Ausgabe von https://archive.org/details/b28743635/page/n3/mode/2up von 1845 ist aber SADĀNANDA’S VEDĀNTASĀRA noch nicht enthalten gewesen.

(Man findet diese 2 Bücher auch bei "www.forgottenbooks.com" per  https://www.forgottenbooks.com/en/search?q=Sanskrit-Chrestomathie&w=t&l=10&Y=0&y=9999&P=0&p=9999&V=0&v=9999&i=0&g=0)



Otto von Boethlingk's Übersetzung von Sadānanda’s Vedāntasāra findet man dann auch in der, von Richard Garbe überarbeiteten, Fassung von 1909:

Auf Seite 287 findet man "XXIII. Sadānanda’s Vedāntasāra" in

"Otto Böhtlingk‘s Sanskrit-Chrestomathie, dritte verbesserte und vermehrte Auflage, Herausgegeben von Richard Garbe, Leipzig, H-Haessel Verlag, 1909", was von mir benutzt wird.

(Einen Scan gibt es aus der Sammlung: "digitallibraryindia; JaiGyan"; Die Quelle des Buches ist lt. www.archive.org: Digital Library of India Item 2015.406287 und es ist erreichbar zB per: https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.406287/page/n296/mode/1up  - Link vom 20.3.2021- )


Otto von Böthlingk's nüchtern-sachliche Übersetzung bietet - im Vergleich - weitere Sicherheit für die Zuverlässigkeit der Bereitstellung jenes Wissens über Vedānta für den deutschen Sprachraum.



Im Übrigen weist Professor Deussen auf den Seiten 593 bis 596 in seiner allgemeinen Geschichte der Philosophie, Bd. I.3 bereits darauf hin, daß es da auch jene zwei Standpunkte gibt, jenen des "Empirischen" und des "Metaphysischen"; er schreibt dazu:

 


  • "... Zum Nachteile der Klarheit und Kosequenz wird diese Zweiheit der Standpunkte in Kosmologie und Psychologie nicht überall streng gewahrt. Das System stellt sich im allgemeinen auf den metaphysischen Standpunkt und vernachlässigt den empirischen, ohne doch demselben seine realtive Berechtigung abzusprechen und absprechen zu können, weil er für die aparâ vidyâ der Eschatologie die unentbehrliche Vorraussetzung ist..."
  • Seite 593 und 494 in [37]

  • "...; und in der Psychologie steht durchweg die metaphysische Lehre der Identität von Brahman und Welt im Vordergrunde und wird einem Gegner gegenüber verteidigt, welcher im allgemeinen den für die Eschatologie des Systems unentbehrlichen empirischen Standpunkt vertritt, ..."
  • Seite 494 in [37]


  • ... Doch läßt sich, durch die Kombinatiom gelegentlicher und zerstreuter Äußerungen, ein gesicherteres Bild auch für diese Seite des Systems gewinnen. ...
  • Seite 494 in [37]


Professor Deussen's Feststellung erinnert etwas an die Situation von TM-Ausübenden, die pragmatisch die positiven Erfahrungen während der TM-täglichen ca 20-30 Minuten morgens und abends ihrer Ausübung der TM-Meditationstechnik  "empirisch" nunmal nicht leugnen können und den Standpunkten von Pfarrer Haak, gewissen Richtern, gewissen Parteien und der von ihnen mitunter gebildeten Regierungen.


Es sei in diesem Zusammenhang noch Folgendes, auch an dieser Stelle, eine Aussage von Swami Shantanand Saraswati betreffs TM-Meditationstechnik erwähnt, da er die TM-Meditationsmethode als "Zentralschlüssel zum Wissen des Vedanta" bezeichnet, sodaß ein klarer Zusammenhang zu Professor Deussen's Bemühungen zum  Verständnis des Vedânta beizutragen und der TM-Meditationsmethode von diesem Shankaracharya erwähnt oder auch behauptet wurde bzw als Ansatz zum Verständnis der TM- Meditationsmethode geboten wird.

>>

  • Im Jahr 1961 kam er zu einem der TM-Lehrerausbildungskurse des Maharishi in Rishikesh und sprach zu den Auszubildenden; er beschrieb die Meditationsmethode als den "Zentralschlüssel zum Wissen des Vedanta": "Es gibt andere Schlüssel, aber ein Universalschlüssel reicht aus, um alle Riegel öffnen zu können".

<<

(Paul Mason: The Maharishi: the biography of the man who gave transcendental meditation to the world. Shaftesbury, Dorset 1994, ISBN 1-85230-571-1 (english). Deutsche Übersetzung: Maharishi Mahesh Yogi: die Biographie, Aquamarin Verlag, Grafing, 1995, ISBN 3-89427-071-3;

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Shankaracharya_Shantanand; Link vom 14.3.2021.

 


Bei Richard Garbe heißt es in "Indische Reiseskizzen"( zweite Auflage,  Oskar Schloß Verlag München-Neubiberg, 1925) zu Shankara u.a. wie folgt:

>>

  • ...     Es ist nicht leicht eine allgemeine Schilderung von den Pundits zu entwerfen, da die Individualität bei ihnen ein nahezu ebenso maßgebenden Faktor ist, wie in der übrigen Welt; doch wird sich noch eine Reihe weiterer gemeinsamer Züge nennen lassen. Im Großen und Ganzen hat der Pundit keine eigentliche Religion, sondern eine Philosophie; er glaubt wie jeder gebildete Hindu an das System des Vedanta, das sich in Kürze so darstellen läßt: Das Brahman, das große Eine, die ewige unendliche Kraft, durch die, aus der und in der das Weltall ist, Götter, Menschen, Tiere, Pflanzen und Leblosen, hat an sich weder Formen noch Unterschiede noch Eigenschaften. Alle Verschiedenheit, der ganze Weltenschein (Maya) mit seinen zahlosen Gestaltungen, ist ein Werk der Avidya, des angeborenen Wahnes, der das Unwirkliche für wirklich hält und das einzig wahrhaft Seiende nicht erfaßt. Dieses Nichtwissen wird vernichtet durch "das Wissen", vermöge dessen man erkennt, das das eigene Selbst, d.h. das innerste Selbst, in Wahrheit nichts anderes ist als das Brahman, nicht ein Teil von Ihm, sondern das ganze unteilbare Brahman; mit einem Worte, vermöge dessen man sich als die Welt erkennt und die Welt als sich. Mit dieser Erkenntnis ist die Befreiung gewonnen; der Schleier, der die völlige Identität des Brahman und des scheinbar Einzelnen verhüllte, ist zerrissen; der qualvolle Kreislauf der Existenzen, das Auf und Nieder auf der Stufenleiter der Wesen, das Ergebnis des  guten und bösen Tuns in den verschiedenen Daseinsformen, ist zu Ende. Dies sind die Grundzüge der Orthodoxie der höheren Brahmanen. In dieser Weise ist das älteste, wegen seiner aphoristischen Kürze an sich unverständliche Lehrbuch  des Vedanta-Systems, das Brahma-Sutra, von dem berühmten Philosophen Shankara gedeutet, der um 800 n. Chr. gelebt hat. Andere Auslegungen sind im Laufe der Jahrhunderte aufgetreten, in denen dem Brahman ein persönlicher Charakter zugeschrieben und das Verhältnis der individuellen Seelen zu ihm etwas anders aufgefaßt wird. Diese anderen Deutungen, unter denen die maßgeblichste die des Ramanudscha aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts (n. Chr.) ist, haben Anhänger gewonnen und zählen solche noch heute, keine aber spielt annährend die Rolle im geistigen Leben des Brahmanentums, wie die eben gegebene Auslegung des Schankara. ...
  • <<
  • von Seite 59 und 60 in [38]



c) Pfarrer Haak bzgl. "Karma und Wiederverkörperung":

Pfarrer Haak geht dann, nach seinem Kapitel "Der Swami-Orden des Adi Shankara" (Seite 15 in seinem Buch "Guruismus und Guru-Bewegungen", dh [30]) zunächst mal, auf den Seiten 17 bis 20 -  auf "Karma und Wiederverkörperung" ein und abschließend stellt er fest:

  • >>
  • Darüber hinaus ist das Karma-Modell ein reines Glaubensmodell
  • <<
  • Seite 19. vorletzter Absatz in [30]

 Auf Seite 20 schrieb/schreibt Pfarrer Haak:

  • >>
  • Mit dem neutestamentlich-christlichen Glauben ist der Karma- Glaube unvereinbar".
  • <<
  • Seite 20, letzter Absatz, in [30]


Pfarrer Haak nannte sein Unterkapitel auf Seite 19:

"Gedanken zur kritischen Betrachtung des Karma-Denkens"


d) Karma sowie  Geburt und Wiedergeburt in naturwissenschaftlich-mathematischer Sichtweise:


Diese Thematik mal kritisch, naturwissenschaftiich-mathematisch betrachtend ist unschwer festzustellen:

* Menschen (auch Tiere,..) träumen  nunmal des nachts.

 Schon René Descartes stellte in seine "Betrachtungen über die Grundlagen der Philosophie" ([23] fest:

>>

  • ... Tefflich fürwahr! Bin ich denn nicht ein  Mensch, der nachts zu schlafen pflegt und dann alles das und oft noch viel Unglaublicheres im Traum erlebt, wie jene im Wachen? Wie oft aber erst glaube ich nachts im Traum ganz Gewöhnliches zu erleben; ich glaube hier zu sein, den Rock anzuhaben und am Ofen zu sitzen - und dabei liege ich entkleidet im Bett.
  • Jetzt aber schaue ich sicherlich mit ganz wachen Augen auf dieses Papier. Dieses Haupt das ich bewege ist nicht vom Schlaf befangen. ...

<<

  • von Seite 31 in [23]

Kurzum, alles was einem im Wachsein begegnen kann, kann einem auch im Traum begegnen. (... René Descartes zweifelt, gemäß seines Ansatzes, dann auch noch daran, ob Wachsein nicht doch wirklich zu realeren Empfindungen & co führe...).


Daraus folgt erstens, daß diese Welt auch eine Art Traum sein könnte und ein Phänomen von einem Bewußtsein - jenseits von Wachen, Träumen und Schlafen - ist.


Wenn denn diese Welt eine Art Traum ist/wäre, so folgt aus der "Existenz" von Leiden in dieser Welt, nie&nimmer  (entgegen jenes Arguments von Herrn Gregor Gysi, das er mal in einer Sendung mit Maybritt Illner  vor einer Bundestagswahl als Beweis für die Nicht-Existenz Gottes, anführte) die Unmöglichkeit einer Existenz Gottes. Gott wüßte nunmal die Wahrheit über die Natur dieser Welt und wenn es denn eben eine Art Traumwelt wäre, wäre das Leiden nunmal nicht real und es gäbe keinerlei zwingende, absolute Notwendigkeit für Gott, jenes - irrtümlich für real gehaltene Leiden - aus der Welt schaffen zu müssen.

Festzustellen war also bis hierher:

i) Diese Welt könnte auch eine Art Traum sein und insofern ein Phänomen von einem Bewußtsein jenseits der 3 bekannten Arten von Bewußtsein, nämlich jenseits von Wachen, Träumen und Schlafen und somit, formal gesagt, einem "Vierten".

ii) Die Un-Möglichkeit der Existenz Gottes läßt sich - und dies ist eine zweite Feststellung - nicht begründen und insofern könnte es nunmal Gott geben.


Ist/wäre jedoch diese Welt eine Art Traumwelt, so hieße das in der Analogie zu Wachen, Träumen und Schlafen, daß nach einer "Schlafperiode" zu erwartenderweise erneut eine Traumphase kommen wird und nach einer Periode des Wachseins wieder eine Periode des Schlafens folgen wird.

Diese Erfahrung von Wachen, Schlafen und Träumen lehrt daher, daß es Geburt und Wiedergeburt geben könnte, nachdem diese Welt bereits als "eventuell eine Art Traum, eine Art Bewußtseinsphänomen" erkannt wurde.

Geburt und Wiedergeburt wäre eben nichts Anders als ein  Abwechslung von Traumphasen inmitten einer Abfolge von Wachen, Schlafen und Träumen.

So wie René Descartes berichtet, daß er mal geträumt habe, im Tagesrock vor dem Ofen zu sitzen und zu arbeiten, obwohl er im  Bett lag und das Wachsein leidglich träumte, genauso könnte René Descartes in einer nachfolgenden Traumphase geträumt haben, daß er als Lehrer an einer Tafel steht und Mathematik lehrt, oder doch wieder das Pariser Nachleben aufgenommen habe, dem er zuvor entflohen war, um zu philosophisch weiterzukommen. (Siehe ad "Pariser Nachtleben" , Seite 7 in [23]).

Solcherart kann man sich nunmal Geburt und Wiedergeburt vorstellen und aus den eigenen Erfahrungen des Wachens, Träumens und Schlafens samt etwas abstrakt, objektiv, ohne religiösem Aufwand  darüber Nachdenkens, folgt nunmal daß es "Geburt und Wiedergeburt" geben könnte und man es vernünftigerweise einfach nicht auschließen kann, sondern als Möglichkeit in Betracht zu ziehen ist. Dies ist eine dritte Feststellung.


Festzustellen ist somit bis hierher:

i) Diese Welt könnte auch eine Art Traum sein und insofern ein Phänomen von einem Bewußtsein jenseits der 3 bekannten Arten von Bewußtsein, nämlich jenseits von Wachen, Träumen und Schlafen und somit, formal gesagt, einem "Vierten".

ii) Die Un-Möglichkeit der Existenz Gottes läßt sich nicht begründen und insofern könnte es nunmal Gott geben.

iii) Es könnte Geburt und Wiedergeburt geben; es ist nicht auszuschließen, daß es das gibt und  vernünftgerweise wird man es - betreffs des eigenen Handelns -  angemessen berücksichtigen.


Nun zeigt die Erfahrung, daß bestimmten Taten "schlechte Träume" nachfolgen, ja u.U. sogar Alpträume.

Formal heißt dies, daß das Tun im Alltag, das tagtägliche Handeln eine Auswirkungen haben kann auf Träume.

Übertragen auf "Die Welt könnte eine Art Traum sein" und "Geburt und Wiedergeburt" könnte es so ähnlich geben wie eine Abfolge von  Wachen, Schlafen und Träumen, erhält man als nicht auszuschließende Möglichkeit ein "Gesetz des Tuns" - betreffs der aktuellen Welt und des momenanen Lebens - , das eine Auswirkung hat auf eine oder auch die nachfolgenden "Geburten".

(Auch ein Problem, bezeichnet als "Traumata" im Bereich von Militär, Flucht vor Bürgerkrieg, usw ist nunmal bekannt.

So können etwaige schlechte Erfahrungen in einem Leben dazu führen, daß man im nächsten Leben bestimmtes Tun zu unterlassen vorzieht, weil man davor einfach zurückschreckt.

Andererseits vergessen Menschen, erfahrungsgemäß, auch wieder negative Erfahrungen, etwa "Sportunfälle" und nach einer Weile treiben sie wieder in hazadeurhafter, d'raufgängersicher Weise Sport, was viel Raum für eine neuerliche negative Erfahrung bietet.


So ergibt sich viertens dann, daß ein falsches Tun in einem Leben zu schlechten Ausgangslagen, gewissen widerlichen Umständen nach einer Widergeburt auswirken könnten.

Die indische Bezeichnung für Handlung ist nunmal "Karma" und dann  heißt es so:

"Die Möglichkeit des Bestehens und Wirkens eines Gesetzes des Karma, das auf die Qualiät späterer Wiedergeburten einen Einfluß hat, ist nicht auszuschließen; sowas könnte es nunmal geben."



So hat man nun  also 4 Möglichkeiten als erkannt anzusehen; und festzustellen ist somit bis hierher:

i) Diese Welt könnte auch eine Art Traum sein und insofern ein Phänomen von einem Bewußtsein jenseits der 3 bekannten Arten von Bewußtsein, nämlich jenseits von Wachen, Träumen und Schlafen und somit, formal gesagt, einem "Vierten".

ii) Die Un-Möglichkeit der Existenz Gottes läßt sich nicht begründen und insofern könnte es nunmal Gott geben.

iii) Es könnte Geburt und Wiedergeburt geben; es ist nicht auszuschließen, daß es das gibt und  vernünftgerweise wird man es - betreffs des eigenen Handelns -  angemessen berücksichtigen.

iv) Es könnte ein Gesetz des Karma geben. Die Möglichkeit des Bestehens und Wirkens eines Gesetzes des Karma, das auf die Qualiät späterer Wiedergeburten einen Einfluß hat, ist nicht auszuschließen; sowas könnte es nunmal geben."


Nachdem bereits eingangs zu diesen Überlegungen festzustellen war, daß es außer Wachen, Träumen und Schlafen noch jenes "Vierte" geben könnte (welches, sowohl in der Mandukya-Upanishade und Gaudapada's Kommentar dazu , als auch in den Shivasutren als "Turiya" bezeichnet wird.), folgt, daß es aufgrund des Bewußtseins-Seins jenes Turiyas, jenes Vierten eine gewisse Erkenntnis geben könnte welche einem Lebewesen die Natur dieser Welt samt Einblick in  Geburt&Wiedergeburt die Natur des Leidens und den Ausweg aus dem Leiden gewährt. Insofern erhält man als Fünftens, daß es einen Ausweg aus dem Leiden vermöge jenes Vierten, jenes Turiya, dessen erfahren/erleben auch als "Samadhi" bezeichnet wird, geben könnte.


Sehr schön findet man das auch von Buddha in "Die vier edlen Wahrheiten" zusammengefaßt und ausgedrückt:

  • >>
  • ... Die vier edlen Wahrheiten der Buddhisten handeln vom Leiden, von der Entstehung des Leidens, von der Aufhebung des Leidens, vom Wege zur  Aufhebung des Leidens. ...
  • <<
  • Seite 235 in [33]


Auch "Die vier heiligen Wahrheiten", im Buch "allgemeine Geschichte der Philosophie", Bd I.3 von Professor Paul Deussen. [37], Seite 147 - 156, sei hier extra erwähnt. Sehr interessant ist an Professor Deussen's Ausführungen auch die Gegenüberstellung zur Lehre des Samkya, wo man eine rationale Einteilung von 3 Arten des Leidens habe:

  • >> ...Die vier Abschnitte, in welche der Text sich zerlegt, enthalten nicht eine logische Zergliederung des Begriffes des Leidens, etwa in der Art wie sie den Ausgangspunkt der Sânkyaphilosophie bildet, wenn sie als die drei Arten des Leidens das durch uns selbst, durch andere Wesen und durch das Schicksal über uns verhängte Leiden bezeichnet; ...<<
  • Seite 149 in [37]

Betreffs seines Buches "Die vier edlen Wahrheiten" von Prof. Klaus Mylius [29]., schreibt Professor Mylius auf Seite 53:

  • >> ... Die Übersetzung der dieser Anthologie zugrunde liegenden Pāli-Texte stellt sich keine Nachdichtung zum Ziel, sondern will dem Leser eine Wiedergabe von höchstmöglicher Genauigkeit bieten. Daher wurden Ergänzungen, die aus semantischen oder stilitischen Gründen notwendig waren, durch Einklammerung gekennzeichnet. ...<<
  • Seite 53 in [29]



Nach diesem kurzen Ausflug in die Welt der, zum Thema gehörigen, Literatur nun zurück zum Gedankengang:

Somit ist, zusammengefaßt ausgedrückt, folgende Situation als Ausgangspunkt für das Finden einer naturwissenschaftlich-mathematischen Lösung bzw Antwort festzustellen:

  1. Diese Welt könnte auch eine Art Traum sein und insofern ein Phänomen von einem Bewußtsein jenseits der 3 bekannten Arten von Bewußtsein, nämlich jenseits von Wachen, Träumen und Schlafen und somit, formal gesagt, einem "Vierten".
  2. Die Un-Möglichkeit der Existenz Gottes läßt sich nicht begründen und insofern könnte es nunmal Gott geben.
  3. Es könnte Geburt und Wiedergeburt geben; es ist nicht auszuschließen, daß es das gibt und  vernünftgerweise wird man es - betreffs des eigenen Handelns -  angemessen berücksichtigen.
  4. Es könnte ein Gesetz des Karma geben. Die Möglichkeit des Bestehens und Wirkens eines Gesetzes des Karma, das auf die Qualiät späterer Wiedergeburten einen Einfluß hat, ist nicht auszuschließen; sowas könnte es nunmal geben."

  5. Vermöge  jenes Vierten - auch Turiya genannt und in den Zustandsein als Samadhi bezeichnet, könnte es einen Ausweg aus dem Leiden geben.

Zu Punkt 5 sei noch Professor Deussen aus seinem Buch "allgemeine Geschichte der Philosophie", Bd I.3 von Professor  (siehe [37]) zitiert:

  • >>...    Über den wunderbaren Gedanken der Erlösung, über seinen Ursprung und seine hohe, philosophische Bedeutung, haben wir bei der Darstellung der Upanishadlehre oben I,2, S. 305 - 325 eingehend gehandelt. Wir sahen, daß dieser Gedanke nirgends reiner als in der indischen Philosophie erscheint, nach welcher die Erlösung nicht etwas ist, was zu bewirken oder zu erreichen wäre. Denn sie besteht in der Erkenntis der Identität des eigenen Ich mit dem Âtman oder Brahman; diese Identität aber ist von jeher tatsächlich vorhanden, braucht somit nicht erst bewirkt, sondern nur erkannt zu werden. Auf diesem Standpunkt stehen im allgemeinen auch die Texte des Mahâbhârâtam. ...<<
  • Seite 109 und 110 in [37]



Nach diesen, zitierend eingeschobenen, Ausführungen von Professor Deussen, wieder zurück zum Gedankengang:

Da findet sich in jedem der 5 Punkte jenes Wort "könnte".

Mathematisch betrachtet gehören solche Aufgabenstellungen in den Bereich der "Entscheidungstheorie", "Spieltheorie" bzw "Vektoroptimierung". Je nach Ausgangssituation läßt es sich spieltheoretisch angehen oder aber es ist "Vektoroptimierung" angemessen.

Es geht somit um die Suche nach "vernünftigen Strategien" für alle und nicht um faule Ausreden dafür, daß der Eine in einer wohlhabenden Familie zur Welt kommt und ein Anderer in einer armen Familie.

Ein "Nach mir die Sintflut" kann angesichts der 5 zu brücksichtigen Aspekte der gegebenen Ausgangsituation nicht als sinnvolle Strategie betrachtet werden.

Man wird bei einer Lösung angelangen, wonach man in guter Weise Wissen und  Fähigkeiten erwirbt und diese zum Guten in der Welt und aller ihrer Geschöpfe anwendet. Dabei hat man eben 2 Möglichkeiten: Einerseits das Wissen über diese Zusammenhänge, diese Überlegungen und der  Überlieferungen dazu und andererseits auf praktische Tätigkeiten der Unterhaltssicherung in der aktuellen Lebens-Situation bezogenes Wissen.


e) Swami Brahmanda Saraswati's Lehren:

Selbstverständlich ist festzustellen, daß Mr. Mahesh schon in der Zeit als er noch Sekretär des Swami Brahmanda Saraswati gewesen war, mal eine Sammlung von Redezitaten des Swami Bramananda Saraswati zusammenstellte und herausgab. (Siehe Bücher des Paul Mason; genauer Quellenangabe folgt). Auch der Nachfolger von Swami Brahmanda Saraswati der Herr Swami Shantanand Saraswati gab mal so eine Zitatesammlung heraus.

Diese Werke gibt es mittlerweile - durch das Engagement einiger Leute - auch englischer Sprache.

Wenn man diese Texte so liest, fällt einem zweifeslohne einerseits jene Philosophität und andererseits auch das Bemühen auf, den religiös-motiviert gekommenen Menschen, notwendige, ehrbare Hilfestellungen zu geben, was sehr wohl zu dem paßt was Shankara, gemäß Professor Deussen, leistete.

Daß "Geburt und Wiedergeburt", "Gesetz des Karma", Möglichkeit "Erleuchtung zu erlangen und dem Kreislauf von Geburt und  Widergeburt zu entkommen", hilfreicheres und weniger nützliches Handeln in jenem Zusammenhange, Option der Existenz Gottes, usw,  da eine Rolle spielen versteht sich ziemlich von alleine. Aber so wie Professor Deussen und Andere das philosophisch anzugehen, zu begreifen und darzustellen fähig waren, so kann man das auch in der heutigen Zeit im Zusammenhang mit Shankara, den Shankaracharyas und irgendwelchen Leuten, die mal bei einem Shankaracharya eine Weile zu lernen oder auch spirituell weiterzukommen versuchten.



f) einige weitere Bemerkungen zum Gesetz des Karma, das nunmal Pfarrer Haak im Zusammenhang mit seinen Ausführungen in seinem Buch betreffs "Guruismus" thematisierte:

* Im Übrigen berichtete der Gelehrte Pincas Lapide im Rahmen einer Sabbatfeier in St. Thomas Morus im Süden Münchens mal, daß es im Judentum neben einem Hauptstrom einen  Nebenstrom gegeben habe, in welchem "Geburt und Wiedergeburt" geglaubt wurde.

Erst ca 300 n. Chr. in jenem Konzil, wollten jene VertreterInnen des "Christentums", dann damit nichts mehr zu tun haben. So radikalisierten sie die Christen - bzw versuchten es - per "Entweder Himmel oder Hölle und das wird sich genau in diesem Leben entscheiden".

* Das "Maria Magdalena-Evangelium" in welchem sie sich an einr Stelle darüber beschwert, daß Zeugenaussagen einer Frau, die bei irgendeinem Ereignis dabei gewesen war, nichts zähle und das nur weil sie eine Frau sei. (Siehe: Katharina Ceming, Jürgen Werlitz, "Die Verbotenen Evangelien, Apokryphe Schriften, fourierverlag, 2019, ISBN 978-3-7374-1350-3; Seiten 241 bis Seite 253; insbesondere Seite 253), wurde ebenfalls komplett beiseite geschoben.  Das Thema an sich ist offenbar ein aktuelles Thema und leider hatte sich die Kirche anno ca 300 n.Chr. jenbezüglich nicht sonderlich zukunftsweisend entschieden. (Siehe: Katharina Ceming, Jürgen Werlitz, "Die Verbotenen Evangelien, Apokryphe Schriften, fourierverlag, 2019, ISBN 978-3-7374-1350-3. Allerdings muß man es ja nicht als religiösen Text lesen bzw kirchlich anerkennen und die Bedeutung des Textes in historischer Hinsicht sowie auch politisch - im Hinblick auf den Umgang mit Frauen - dennoch angemessen würdigen. Immerhin blieb der Texte ja uU auch gerade wegen der christlichen Kirchen überhaupt nur erhalten. Es zeigt auch, daß Texte, die in einem gewissen religiösen Zusammenhang zu stehen scheinen, nicht immer auch religiös zu betrachten sind und, gemäß der r.-kath. Kirche auch keinesfalls immer religiös verstanden werden sollten.

(Analog ist es eben mit jener "Transzedentalen Meditation" (kurz "TM"), welche Mr. Mahesh damals lehrte. Gemäß diverser Urteile deutscher Gerichte stehe es in religiösem Zusammenhang. Dennoch wurde eben vonseiten der TM-LehrerInnen - zumindest bis ca Frühjahr 1976 - eine religiöse Betrachtung ebenso abgelehnt wie, daß man es religiös verstehen sollte, sinnvollerweise dürfte, es "religiös gemeint" sei und daß es nunmal "in nicht religiöser Weise sowie, gemäß der Anweisungen sowie Vorgaben für korrektes TM-Lehren als nicht-religiös" darzustellen und zu lehren sei. (Ganz analog wie bei der r.-kath. Kirche im Rahmen der "Missio" offenbar verlangt wird, obiges "Magdalena-Evangelium" für das korrekte verbreiten der Lehren der r.-kath. Kirche nicht zu gebrauchen.). Die TM-Mantren wurden - von ca 1971 bis 1976 - als "Worte ohne Bedeutung dargestellt". "Farbe ohne Form" im Sinne von "Dunkelheit ohne Form" ist nunmal problemlos vorstellbar und wenn man die technisch-wissenschaftlichen Vereitelungen tiefer, dunkler, mond -und sterneloser Nacht mal beiseite läßt, ist es eine Alltagserfahrung der Menschen.  Genauso ist dann auch noch "Wort ohne Bedeutung" problemlos vorstellbar, wenn man zB an das Mit-Hören von Gesprächen in Sprachen, welch eman selber nicht versteht, denkt. Das letztere ist nunmal, wenn man Zb in München mit der U-Bahn fährt nahezu ein Alltagsphänomen.



3) Ergänzung zur Ausgangslage:

Als ich mich in der Schule einst damit befassen hatte müssen, war ich religionsmündig einerseits gewesen und  nicht volljährig andererseits. Einerseits hatte ich also meine Entscheidung getroffen und andererseits war mir jenes Thema "auferlegt" worden und insofern versteht es sich wohl von selber, daß ich damit abstrakt, unpersönlich und ohne meine religionsmündige Entscheidung davon beinflussen zu lassen  damit umging und umgehe. Es stand ja wohl jenem Deutschlehrerlein nicht zu, meine religionsmündig getroffenen Entscheidungen infrage zu stellen,  nur weil er selber anscheinend "ev.-luth." war! Aber kaum war ich als einer von nur 6 Schülern in der 13. Klasse im Religionsunterricht geblieben, schon fühlte er sich berufen, sich auch in religiöse, religiös anmutende Themen & co einzumischen zu versuchen. Es war jenes "religiöse eifern", jenes "religiös-lebensweise-betreffs sich für berufen halten", was ihn anscheind zu seinen absurden, regelwidrigen Handlungen verleitete.




4) Tätigkeiten jener "Elterninitiative", die eher von anderen Personen und deren Absichten sowie Zielsetzungen ausging


a) Selbstverständlich bietet dazu das Buch "Gemeinsam gegen Abhängigkeit und Extremismus, 40 Jahre Elterninitiative, Rückblick und Ausblick 1975 -2015"(, Udo Schuster, Dokumentations_Edition 33 der A.R.W., ISBN 978-3-941421-47-9, 1. Auflage München 2015 ) viele interessante Einblicke.


b) Die Elterninitiative legte sich nun mit vielerlei Gruppierungen wie Bhagwan, usw und auch der "TM-Scene" an.

Bald kamen die Heftchen des Pfarrer Haak betreffs "neu-religiöser Bewegungen" usw.

Zu TM schrieb Pfarrer Haak Etliches so alà  "das ist eindeutig hinduistisch", die "Mantren sind Götternamen", usw usf.

Eltern plapperten es nach, aus den Kreisen der CSU fing auch Glaube an solche "Behauptungen" an, die Bundesregierung unter Dr. Kohl sprach von sowas wie "destruktiver Sekte" & co.


In der Pinakothek der Moderne wurden in einer Ausstellung Werke von Prof Fritz Winter gezeigt, der in den frühen 60-er Jahren "Farbe ohne Form" zu malen sich bemühte. (siehe zB.: https://www.pinakothek.de/ausstellungen/fritz-winter-die-1960er-jahre-jahrzehnt-der-farbe; Link vom 6.3.2021;  Fritz-Winter-Stiftung / Pinakothek der Moderne - Kehrer Verlag; www.kehrerverlag.com;es gibt dazu numal ein Buch: Fritz Winter: Die 1960er Jahre. Jahrzehnt der Farbe April 2016, herausgegeben von "Bayerische Staatsgemäldesammlungen" und Fritz-Winter-Stiftung; die Autorin ist Anna Rühl. (siehe [42])

Ok, dieses Buch gab es anno 1975 und so bald danach noch nicht. Ok, aber Prof Fritz Winter lebte am Ammersee, unweit von München und jene Bilder entstanden nunmal in den frühen 1960-er Jahren.

Mag ja sein, daß es zu Pfarrer Haak und Andere bis dahin nicht vorgedrungen war.

Selbst Folgendes war für Pfarrer Haak anscheinend völlig unauffindbar gewesen:

Einige der von Pfarrer Haak als "TM-Mantren" verbreiteten "Sanskrit-Wörter" hatten völlig nicht-religiöse Bedeutungen,  wie etwa jenes "Shyama" - der Haak'schen TM-Mantren-Listen -, das "dunkel, schwarz" bedeutet (siehe Prof, Mylius's Sanskrit-Deutsch, Deutsch-Sanskrit-Lexika, erstmals erschienen im VEB-Verlag in der Ex-DDR und das im Jahre 1975, also dem Jahr der Gründung jener Elterninitiative  - und somit Pfarrer Haak prinzipiell verfügbar gewesen.

Aber wenn Mr. Mahesh im Zusammenhang mit den TM-Mantren von "Wörtern ohne Bedeutung" sprach, so sei das alles frei erfunden, erlogen, erstunken, klammheimliche Verbreitung vion Hinduismus usw.


c) Ergebnis:

Es sieht eher so aus, daß Pfarrer Haak absichtlich nur das sah/sehen wollte, was Ihm in sein "Bild", seine "Vorstellungen" und va seine, auf zum Verschwinden  der TM-Scene gerichteten, Zielsetzungen, paßte. (Dr. Horst Seehofer sprach mal, bei seinem Abschied als Bayerischer Ministerpräsident - in allgemeinem Zusammenhang -, von "bewußtem nicht verstehen wollen".)

 


Pfarrer Haak schreibt auch in seinem Buch Guruismus, daß man von Ihm einen "objektiven Standpunkt" nicht erwarten könne:

  • " ... Die hier vorgelegte Schrift kann den Guruismus nicht abhandeln. Sie kann und will bestensfalls einige Informationen und Denkanstöße zu diesem Bereich geben. Sie ist nicht standpunktlos geschrieben und wird darum diesen Standpunkt auch nicht verleugnen.
  • Sie wird nicht jener Haltung verpflichtet sein, die sich als >>wissenschaftlich anpreist<<, in Wirklichkeit jedoch ein Mangel an eigener Position ist. ..."
  • (Seite 10 in [30])

 


Ok, Pfarrer Haak wäre ja nie für mich bzw meinen Fall zuständig  gewesen und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen war ich nunmal katholisch, zum Anderen handelte es sich um die Mißstände an einem staatlichen Gymnasium bzw um die Mißbräuchlichkeiten eines Lehrers eines staatlchen Gymnasiusm und den,  jedenfalls karriere-schädigenden Folgen. Darüberhinaus ging es aufgrund meiner Erfahrungen und dem was ich in der TM-Scene" nunmal so mitbekommen hatte, um etwas, wofür entweder Verfassungsschutz, BND oder MAD oä allenfalls sinnvolle Ansprechpartner gewesen waren.

Aber genau mein Bemühen ab ca Mitte April 1976, zunächst mal den richtigen Ansprechpartner in Ruhe zu suchen, wurde von einem schier unerträglichen Aktionismus aus den Kreisen jener Elterninitiative wonach sie und nur sie und deren empfohlene Spezialisten zuständig seien bzw sein könnten, schlicht und einfach unmöglich gemacht.

Machte ich mir schriftlich Notizen, um das erst mal in eine sinnvolle Reihenfolge etc zubringen, landete es morgen in der Elterninitiative, bei Psychiatern & co.

Also blieb mir nur noch eine "gedankliche Arbeitsweise", die mir für jene Thematik aber nicht günstig erschien und mir gänzlich ungewohnt war bei derartig komplexen Zusammenhängen.

Pfarrer Haak soll, so berichtete mir mal eine Arbeits-Kollegin, die wegen "kommunistischer Umtriebe" das Gymnasium einst hatte verlassen müssen, damals als Gymnasiallehrer durchaus "umgänglich gewesen"; sein katholischer Kollege, der in der Elterninitiative nunmal mit an Bord gewesen war, lehnte aber zB "Lern-und Lehrmittelfreiheit" ab und enagierte sich in einer Gruppe Ähnlichgesinnter: "Ja das lehnen wir ja auch ab", sagte er mal zu mir, als ich ihm erklärte, daß Lern-und Lehrmittelfreiheit nunmal Gesetz sei - und zu sein habe -. Daß man die Verstöße gegen die "Lern-und Lehrmittelfreiheit" und die Folge davon, doch offenbar nicht Mr. Mahesh und der TM-Scene anlasten könne, wurde damit alleine schon als Thema nicht  mehr zugelassen. Der Mißbrauchslehrer wäre ja schließlich einer der Ihren gewesen und könnte allenfalls als sowas wie ein besonders tapferer Held bezeichnet werden.

So hatten sich Pfarrer Haak, Hans Löffelmann und die Anderen auf etwas eingelassen, was für sie einfach etliche Nummern zu groß gewesen war. Aus unerfindlchen Gründen - hatten sie auf Fachleute aus dem Bereich der Philosophie und Indologie verzichtet. Das hatten die Ex-DDR und die UDSSR ganz anders gemacht. Deren Spezialisten wie u.a. KGB-Fachagenten wurden von Indologen und Philosophen in der Materie erstmal top ausgebildet.

(Die Wirkungen die jene Spezial-KGB-Agenten usw zu erzielen beabsichtigten, waren zwar nicht wirklich sachgerecht - da die Verblendung durch Atheismus und dialektischen Materialsimus sowie vom Marxmismus-Leninismus nunmal ganz und gar nicht überwunden war und auch gar nicht überwunden werden hatte können, da es von deren sehr autoritären Systemen nunmal und per derer dummer Anhänglichkeit an den falsch-strategischen Atheismus, usw mit allen nötigen Mitteln zu vereiteln getrachtet wurde, - aber nunmal irgendwo noch so, daß das eine oder auch andere für sinnvoll erachtet werden kann. Außerdem hatte sie wenigstens ein themengerechtes, fundiertes Fachwissen erlangt und es genügt jenen folglich, darauf aufbauen könnend, deren Verblendetheit und Anhänglichkeit an deren atheistische, leninistisch-marxistischen und dialektisch-materialistischen Illusionen sowie Ungereimtheiten und insofern "die Illusion schlechthin", "Mâya" im Sinne des Vedânta zu überwinden. René Descartes bietet dazu, zum Thema "Zweifel" und "zweifelnd" sich dem Ziele der "Wahrheit" zu nähern, eine sehr reale, allgemein akzeptierte Hoffnung und Ideen, wenn nicht gar ein Vorbild. Nachdem in der UDSSR und Ex-DDR etc Mathematik nunmal nicht "verfolgt" bzw "geächtet" wurde, scheinen deren Chancen besser zu sein, als wie die Chancen derer, die Upanishadlehren, Methoden des Vedânta per Zwangspsychatrie uä bekriegten und es vehiment ablehnten, sich mit den klassischen indischen Lehren erstmal unparteilich, objektiv und fair zu befassen, wenn sie sich nunmal schon überhaupt - aus unerfindlichen Gründen aus freien Stücken dazu für berufen hielten.)


d) Was sagen Moriz Winternitz, Hermann Oldenberg aber auch Swami Vivekananda zum Thema "Sekten" im Hinduismus?

Prof. Moriz Winternitz:

  • "Aber abgesehen davon, daß uns die Suttas des Majjhimanikāya die beste Vorstellung von der alten buddhistischen Religion und der Lehrweise des Buddha und seiner Jünger geben, sind sie uns darum von Wichtigkeit, weil sie uns manch interessante Einblicke in das Leben und Treiben jener alten Zeit gestatten, nicht nur in das Leben der Mönche selbst (wie in Nr. 5, 21, 22 u.a.), sondern auch in das der Volkskreise. So gibt uns  Nr. 51 eine gute Übersicht über das brahmanische Opferwesen und wertvolle Andeutungen über den Zusammenhange zwischen den blutigen Opfern und Herrscher- und Priestertum. Wiederholt begegnen uns Aufzählungen verschiedener Arten von asketischen Übungen, die im alten Indien beliebt waren. Eine wahre Musterkarte von asketischen Scheuslichkeiten finden wir in Nr.12 und 14, und auch in den Suttas Nr, 40,45,51 und 60 lernen allerlei wunderliche Heilige verschiedener Sekten kennen. Es hat damals zB >>Hundeasketen<< und >>Rindviehasketen<< gegeben, deren Askese darin bestand, daß sie ganz nach der Art der Hunde bzw Rinder sich nährten und lebten. Auf die Frage was aus diesen Asketen im künftigen Dasein werde, antwortet Buddha, daß der >>Hunde-Asket<< im besten Fall als Hund, der >>Rindvieh-Asket<< im  besten Fall als Ochs wiedergeboren  werden dürfte, daß sie aber beide möglicher Weise auch beide in die Hölle gelangten. Geschichtlich bedeutsam für das Verhältnis des Buddha zur Sekte der Jainas sind mehrere Suttas, insbesondere das Upālisutta (Nr. 56) ¹), aber auch Nr. 57, 101 und 1094.
  • ----------------------------
  • ¹) Über dieses handelt eingehend Léon Feer in OC VI, Leiden 1183 t. III, 67ff., RHR t. 13, 1886, 74ff. und JA 1887, s. 8. t. IX, 309ff; 1888 s. S. t. XI, 113ff, 123ff. und t. XII 209ff. Vgl. auch R. Chalmers im JRAS  1895. p. 665 f."
  • aus den Seiten 37 und 38 in "Geschichte der Indischen Litteratur" von Dr. Moriz Winternitz, o. Professor an der Deutschen Universität in Prag, zweiter Band - erste Hälfte, "Die buddhistische Litteratur", Leipzig, C. F. Amelangs Verlag, 1913; Altenburg, Pierersche Hofbuchdruckerei Stephan Geibel & co.



Swami Vivekananda schreibt bzgl. sein Wissen über und seine Vorstellungen betreffs Sekten und Vedanta immer wieder mal in seinem Buch "Jnana-Yoga", va auch auf den Seiten ab 418 (Jnanana Yoga, esotera Taschenbücherei, ISBn 3-7626-0649-8, S. Auflage 1990, ins Deutsche Übersetzt von Franz Dispeker, Verlag Hermann Bauer KG, Freiburh im Breisgau)


V)  Nun, wieso betraf das auch mich?

1) Wieder einmal war ich zwischen die Fronten geschuppst worden.


a) Besonders schlimm war, daß meine Situation sehr kompliziert war. Pfarrer Haak & co hatte doch keine Ahnung von Yuri Bezmenow, den KGB-Aktvitäten in der TM-Scene, den Aktivitäten von linken FanatikerInnen, die sich um den "langen Weg durch international tätige Organisationen" - meinem Ergebnis nach und aber auch einem anderen sehr konkreten Hinweis nach - bemühten. Ebensowenig Ahnung hatte er vom Unwesen jenes Lehrers in jener gymansialen Oberstufe, der ich leider nunmal ausgesetzt gewesen war.

Kaum merkte meine Mutter, daß ich Kontakt zur "TM-Scene" unter andere Vorzeichen bringen hatte können und offenbar es geschafft gehabt hatte "irgendwie draußen zu sein" bemühten sich Pfarrer Haak & co das der TM-Scene - aufbauschend und falsch darstellend - "kundzutun" um einen "richtigen Keil" zwischen mich und der TM-Scene, die sie pauschal - je nach den Einzelnene eben - für gefährlich, böse oä hielten. Es offensichtlich, daß sie damit lediglich "Denunziation" betrieben und jene, die  - gemäß meiner Maßnahmen - lediglich mitbekommen gehabt hätten, daß ich mich einfach nun voll meinem Studium widmen wollte - sich durch mein  verändertes Verhalten der TM-Scene gegenüber - nicht in Gefahr für deren Unwesen sehen konnten und sollten, sich nun aber in  Gefahr zu sehen kaum umhinkommen konnten und folglich zu deren radikalen Mitteln wie "Rufmord" & co griffen.

So handelte jene "Antisekten-Krieger-Scene", die sich um Pfarrer Haak gebildet hatte, lediglich blöd-denunziierend.

Es ist und war inakzeptabel, daß Eltern wie zB meine Mutter vom zuständigen Sektenbeauftragten zu jener Elterninitiative, die er selbst mitbegründet hatte, geschickt worden. Als "Sektenbeauftragter" hätte er da nicht viel "unternehmen" können und va (kaum) was falsch machen können. In den Treffen der Elterninititive war dies dann sehr anders. Herr Löffelmann war eben auch Diplompsychologe und legte dort dann offebar psychologisch los. Meiner Mutter wurde buchstäblich eingehämmert, was sie doch gesehen gehabt haben müsse, weil das doch - gemäß der Experten Haak und Löffelmann - immer so sei. Nur waren sie niemals Experten für linksradikales Unwesen geschweige denn für internationales Handeln des KGB und den sich ergebenden Folgen gewesen! Außerdem waren die Spezialisten des KGB und der informellen MitarbeiterInnen des STASI (wie zB Prof Mylius und vermutlich auch Walter Ruben) unvergleichlich qualifizierter auf dem Gebiete der Indologie. Was Pfarrer Haak & co über Mr. Mahesh herausfinden wollten, wußte der KGB  schon lange und teils hatten KGB-MitarbeiterInnen an jenen Fakten professionellerweise mitgewirkt .gehabt.

Nun Josef Kardinal Ratzinger bekam das irgendwie mit und kündigte dem r.-kath. Sektenbeauftragten, der Ihm von seinem Vorgänger vorgegeben gewesen war. (Man sieht daran, daß er tatkräftig gegen Mißbräuche vorging. Wenn alle Beteiligten nur in seiner Richtung so viel Notwendiges beigetragen haben würden, wie er und ebenso Staatsanwälte, Kultusministerium usw nur so wenig tatkräftig getan haben würden wie einige Rechts-Anwälte es für mich taten, würde es wohl vollauf genügt haben, um die Misere noch einigermaßen rechtzeitig aus der Welt geschafft haben zu können.)


1977 wurde der ev.-luth. Sektenbeauftragte Pfarrer Haak dann der Vorsitzender jener "Elterninitiative". Die evangelische Kirche hingegen, förderte ihren "Frontmann" indem sie dessen, nicht sachkundigen Schriften, via die "evangelisch-lutherischen Schriftenmission" herausgaben und unter die Leute brachten. Würden sie ihm auch gekündigt haben, würde er seine 1-jährige Indienreise, von welcher er totkrank zurück kam - und dann ca 1 Jahr danach starb -, kaum jemals unternommen haben, dh sie würde Ihm das Leben gerettet haben. Aber nichteinmal das Vorbild des röm.-katholischen Bischofs konnte sie dazu bringen,  die Tätigkeiten, Werke und Folgen ihres "Sektenbeauftragten" sich mal näher anzusehen und die - in beiderlei Interesse - not-wendigen Konsequenzen zu ziehen.


Auf Seite 19 in [30] wird von einem "frühzeitigen klaren Nein zu 'Deprogramming' " gesprochen." Nur wieso hat man dann es zugelassen, daß jener Arzt (den Hans Löffelmann mir gegenüber als die treibende Kraft hinter den tatsächlich dann  gewesenen Deprogrammingfällen explizit benannte) bei jenen "Treffen" der Elterninitiative -  genauer "gruppenpsychologischen Behandlungen" - in jene radikalisierendenm aufwieglerischen Haltung überhaupt hat teilnehmen dürfen wo doch Hans Löffelmann - und ebenso anzunehemenderweise Pfarrer Haak - genau mitbekommen hatte, wofür er sich stark machtem wofür er Werbung trieb und das - zwecks Nachdruck sich schmückend - mit seinem Arztsein, "Dr. med."?

Nunja, in Sachen "TM" könnte man nunmal sagen: "Schon von Anfang an gab es ein klares Ja zum Recht auf den eigenen Lebensstil und ein soweit normal bürgerliches Leben, wenn man das eben so wollte". Nur leider gab es da eben einige schlimme Fantiker, die da dagegen waren und arglistig sowie entschlossen dagegen arbeiteten.

Es ist also genau die Sitiuation wie in jener Elterninitiative mit jenem Deprogramming. Kaum war ich jenen Arglistigkeiten und Widerständen entronnen, kamen Pfarrer Haak und co mit dem Anspruch, daß sie alles im Griff hätten empfahlen , falls es  nicht anders ginge, Psychiatrie & co und ginge stur-dumm von dem aus, wovon sich schon anhand der TM-Scene auch noch erfahrunsgemäß mitbekommen hatte, daß jene Gefahr eher in jeder Orgaisation lauert.

Diese Entschlossenheit, auch daher nicht auf Pfarrer Haak's Lehren, Angebote usw   einzugehen, wurden dann absurderweise als "mit dem ist kein Gespräch möglich" eingeordnet. Jamei, was gehen Sektenbeauftragten-, Ärzte- und Psychologenschaft ein KGB&uä-Unwesen an?

Leider hatten Pfarrer Haak und die Mitbegründer jener "Elternititiative", mein Bemühen, die für mein  Wissen zuständige "staatliche Anlaufstelle" (also irgendwo im Innenministerium oder doch beim lokalen- eventuell ja auch Bundes-Verfassungsschutz; jamei eigentlich ja eher BND oder vielleicht ja auch MAD?) erstmal ausfindig zu machen -  bevor ich mich dann endlich in aller Ruhe meinem weiteren Studium widmen wollte -  vereitelt.

Bis aus Heidelberg kamen Leute aus "Christliche  Kreisen" angereits, die mich mir reden wollte, bei denen ich mir alles von der Seele reden sollte, usw. Was für nen Blödsinn!

Auch ein Sozialarbeiter, der gerade mit Abiturnachholen beschäftigt war, wurde engagiert.

Dazu jede Menge Lügen verbreiten, indem Pfarrer Haak's Position über "naturwissenschaftlich-mathematisches" Denken gestellt wurde und eine Ablehnung der Haak'schen Position zugunsten einer unparteiischen, naturwissenschaftlich-mathematischen Denkweise sowie Herangehensweise zu "typischen Sektenschäden" ernannt wurde.



b) Pfarrer Haak bot mir in einer TM-Scene-Veranstaltung in jenem TM-Center sogar mal einen Stuhl an; ja noch auffälliger hätte er es kaum noch machen können, daß er und seinesgleichen es so darstellen wollten, daß ich nun bei ihnen auspacken täte usw usf (was ich ja eh nicht tat). Man stelle sich doch mal vor, was mit jemanden in der Ex-DDR vermutlich passiert wäre, den sie in privatem Rahmen kennengelernt hätten und der in privatem Rahmen munter über die Verhältnisse in der DDR sehr kritisch plauderte und den se am nächsten Tag auf der Straße getroffen hätte, der sich ihnen abweisend gegenüber benommen hätte und dessen "ablehnendes Verhalten" sie zu tolierieren mit vollster Entschlossenheit nicht bereit gewesen wären? Am nächsten Tag wäre er vermutlich in Bautzen gesessen, oä.

Die Unterscene der TM-Scene, welche jene "linken Revolutionmachenwoller", KGB-Agenten & co anscheinend ja nunmal geschaffen hatte, war aber dann eben so wie "in der Ex-DDR".


c) Ein Beispiel noch zu jener Kompliziertheit der Lage:

Ca 1995 (ich könnte es genau heraussuchen, aber das ist hier ziemlich unwichtig) wies ich das Bay. Innenministerium auf eine konkrete Gefahr hin. Man antwortete mir, daß es eine solche chemische Reaktionen nicht gäbe. Nunja, ca 2018/2019 schreckte die Welt durch eine Explosion auf, welche auf einer chemischen Reaktion beruhte, wozu mir das bay. Innenministeriumm zu versichern versucht hatte, daß es jene gar nicht gäbe.

Wenn jemand Dinge konkret weiß, welche die zB. Bayerischen Behörden entweder nicht wissen oder aber einfach nur deshalb nicht wissen, weil sie sie nicht wahrhaben wollen - aufgrund ihres "christlichen"-CSU-Glaubens zB- ), wird's eben schwierig. Man ist dann eben "alleine" und in einem Umfeld von Terror, Revolutionen-Anzetteln-Wollenden - deren Aktivitäten dann Morde nach sich zogen/ziehen - in das man unfreiwillig hineingestoßen worden war ist man - ohne jegliche Ausbildung dazu zuvor - zum "sich verteidigenden Einzelkämpfer" geworden.


d) Pfarrer Haak's Undifferenziertheiten, Voreingenommenheiten und sein radikaler Aktionismus zugunsten dessen, was er für die alleinseelige, stets hilfreiche und nützliche Lebensweise, Handlungsweise, Engagementweise hielt, konnten da nur katastrophale Schäden anrichten.


e) Das bischen Karriere-Rückstand von ca 1-2 (und wären es 3 Jahre gewesen, na und schon!) Jahren, würde unschwer zu verkraften, ja sogar aufzuholen gewesen sein. Aber die dummblöden Bemühungen alles in, auf mangelnden Kenntnissen errichteten, vermeintlich sichere Bahnen zwangsweise zu lenken, machten nunmal alles zunichte. Verständnis für die Situation des Opfers der mehrfachen Mißbräuchlichkeiten jenes staatlichen Lehrers? Fehlanzeige. Mit so einer Haltung kann man im achso freiheitlichen Westen offenbar nicht rechnen; mit Zwangsmaßnahmen als Dankeschön dafür, daß man trotz allem objektiv, fair geblieben und um eine faire Lösung in einem friedlichen Umgang miteinander bemüht war und geblieben war, das war dem "ver-arrogantierten, verbiestertem pseudofreiheitlichen Westen" nummal leider schlichtweg unmöglich gewesen.


f) In diesem Sinne hat mir niemand so sehr geschadet - an Leib  und Seele - wie jene "Elterninitiative" samt dem vorgesehenen direkten Draht zur Politik; genauer waren es jene, welche jene Organisation offenbar völlig unsachgerecht schufen und zu beaufsichtigen sich als unfähig erwiesen.


g) Im Buch "Gemeinsam gegen Abhängigkeit und Extremismus, 40 Jahre Elterninitiative, Rückblick und Ausblick 1975 -2015" ([31]) kann man unschwer die - von Anfang an vorgesehen gewesene - Verbindungen in die Politik und va Machtpolitik nachlesen: Grußwort von Frau Barbara Stamm , MdL; Markus Sackman, Staatssekretär a.D.; Alfred Sauter, Staatsminister a.D., MdL; Gastredner Heiner Geißler (CDU) und dann noch Kirchenrat, Oberkirchenrat, usw. All diesen Damen und Herren, haben sicherlich auch gute Gründe gehabt für ein derartiges Engagement und auch bisweien umfassender Kenntnisse gehabt (Barabara Stamm war ja mal Sozialministerin im Fereistaat Bayern gewesen; aber auch da nunmal abhängig von der Qualität der Informationen, die man ihr zukommen ließ.)


Das allgemeine Umfeld, welches sie schufen, war ebenso kaum als förderlich zu bezeichnen, da es nicht um unparteiliche, objektive, wissenschaftlich-disziplinierte Herangehensweisen ging. (... wie es ja Pfarrer Haak in Gurismus konkret selber einräumte und auch noch als "Großtat" darzustellen sich bemühte... ; achso man wollte mich davon überzeugen, daß "naturwissenschaftlich-mathematisches Gymnasium" doch "Blödsinn" sei und nur das humanistische Gymnasium was sei? - nein danke! Jene wußten ja nicht was sie taten!)


Mit überzogenen Anschuldigungen und teils schlichtweg sachlich falschen Behauptungen, falschen Aussagen usw wurden vonseiten Elterninitiative, der damaligen Bundesregierung (Heiner Geissler/CDU war ja auch in engerem Kontakt mit jener Elternintiative) passende Presseartikel, TV-"Dokus" herraufbeschworen und damit auch Prozesse.

Auch wurden gewisse Mechanismen aktiviert, wie Ärzteschaft mobilisiert im Namen von "Opfern der TM-Scene helfen zu wollen". Man wollte vorzugsweise "Musterbeispiele von TM-Opfern" kreieren, an Daten herankommen, Aussagen per Androhung von Zwangspsychiatrie erpressen, usw.

Nur in die existente deutschsprachige Literatur der Indologenschaft, da wollte man anscheinend ja gar nicht hineinschauen. Alleine schon  damit hätte man doch sich irgendwann die Frage stellen können, was denn dazu führen könne, daß diese TM-Meditationstechnik einerseits in so vielen "wissenschaftlichen Untersuchungen" (als "ok-lich genug" für "bestanden" weltweit befunden von vielen verschiedenen Professoren und Fachzeitschriften) sehr positiv bewertet wurde und aber andererseits die ziemlich einfache Aufgabe in einem simplen TM-Center, jene TM-Meditationsmethode einfach so zu lehren, wie man es (zB auf jenem, vom britischen Pädagogen Max Flissure, struktruiererten TM-Lehrerausbildungskurs in Playa La Antilla im März-Mai 1973 lernen konnte) teils so sonderliche Folgen - die bisweilen eher an Spielsucht uä erinnerten, denn an Auswirkungen von TM - mit sich brachte. Mißbräuche der einen oder auch anderen Sorte, wären da doch rasch Thema gewesen; aber anscheinend wollte man die "TM-Scene" aus der Welt schaffen, die "TM-Meditationsmethode" ebenfalls und jene speziellen Fälle, welche zu KGB-Unwesen & co geführt haben hätten können, zu benutzen, um die TM-Scene zu vernichten.

Soll man das Bayerische Bildungssystem vernichten, weil es da gewisse Mißbrauchslehrer gab?

Soll man die Kirchen  vernichten, weil es gewisse Mißbrauchspfarrer gab?

Soll man die Vereine abschaffen, weil es da auch Fälle von Mißbräuchen gab?

Soll man die Kliniken abschaffen, weil schon so mancher Arzt, ja sogar Professor der Medizin, an Patientinnen brutal verging?


Wieso also wollte man die TM-Scene vernichten und "Meditation" - ziemlich absurder und aberwitzigerweise noch dazu -  unter die Fuchtel der Medizinerschaft stellen, die dem Materialismus huldigen, Bewußtsein als Folge gewisser materieller Gegebenheiten  ansehen, in Form derer "Tierversuche" mörderischen, blutrünstigen Tieropfern anhängen, usw?

Sowohl Professor Deussen als auch Helmuth von Glasenapp berichten, daß im Vedânta auch Tieren und Pflanzen als beseelte Lebewesen betrachtet werden, welche dem Gesetz von Geburt und Wiedergeburt sowie Karma unterliegen. (siehe zB.: Seite 203 in [43])

Na klar gibt es  Beziehungspunkte zu den Themen des Bereichs Medizin, wie sich geschichtlicher Weise am Ayur-Veda zeigt. Aber jener "Ayurveda" ist eben nicht das Ganze und insofern kann man das Thema Meditation in Theorie und Praxis nicht unter die Fuchtel der Medizinerschaft stellen.

So gibt es von René Descartes auch das Buch "Meditationen, Abhandlung über die Methode", marxiverlag, 2. Auflage 2011, ISBN 978-3-86539-066-0.

Im Buch "Fritz Winter, Die 1960er Jahre - Jahrzehnt der Farbe" ([42]) heißt es auf Seite 75 etwa:

  • >>... Allerdings ist der Scheinraum, den Farben erzeugen, nicht allzu stark ausgeprägt. er liegt hinsichtlich seiner Wahrnehmung auf einer anderen Eben und kollidiert häufig sogar mit dem Raumeindruck, der auf der Grundlage von Helligkeitsunterschieden erzeugt wird. Auch lässt er sich nicht mit dem Tastsinn überprüfen. Diese Ungreifbarkeit führt leicht zu einem Transzendenzerlebenis, was von Künstlern nicht selten bewusst angestrebt wird. ...<<
  • Seite 75 in [42]

Oder auch auf Seite  126 oben:

  • >>... 'die Malerei wird zur Gestaltung der meditativen Stille gelangen. Ein meditatives Element entdecken wir schon bei Rothko: Seine Bilder sind Meditationstafeln, die in deutlichen Kontrast zum Action-Painting treten. [...]'...<<
  • Seite 126 in [42]


Auf Seite 63 wird erwähnt daß im Rahmen der Ausbildung, welche Fritz Winter absolvierte, es va Wassily Kandindsky war, der für die "Farbausbildung" zuständig war.

(Seite 63, mittlererer Absatz, in[42])

U.a der Künstler - und frühere Oberstudienrat für Kunst - Bernd Kugler erklärten mir mal - anläßlich eines gemeinsamen Besuches einer Ausstellung in der Pinakothek der Moderne -, daß es Kandinsky's Werken um "Farb-Kompositionen" gehe. Das verstehe ich so: So wie Musik eine Komposition aus Tönen ist, so  ist eben Malerei eine Komposition aus Farben. Dabei mögen es realistische Bilder sein, die sich daraus ergeben oder aber eben auch abstrakte Malerei entstehen.

Ab der 1960-er Jahre, so heißt es auf Seite 74, ging es Fritz Winter dann va um Farbe. Ob dabei die amerikanische Malerei der 1950-er Jahre von Rothko, sam Francis und anderen hereingespielt habe bleibt offen. Es ging Fritz Winter mehr und mehr darum einfach nur Farbe, isoliert von Form in den mittelpunkt seiner Betrachtungen und dann auch Bilder zu stellen.

(Siehe [42])

Es wird in [42] auch erwähnt, daß Prof. Winter alleine schon ca 70 Grautöne unterscheiden konnte. So wie eben SängerInnen ihre Töne beherrschen und beherrschen können müssen, so eben KünstlerInnen ihre Fabrtöne, meine ich dazu.


Wieso sollten dann in frühen Jahren dann nicht in Indien Menschen auf die Idee gekommen sein Töne und Laute in den mttelpunkt hrer Betrachtungen gestellt haben? Daraus hätte sich dann ein System der Benutzung von Lauten - eine Laut-Lehre - ohne Bedeutung dann halt ergeben. So anders als wie die Auffassungen in der Kunst des Kandinsky, Prof. Winters und Anderer?

In einer Ausstellung im Haus der Kunst in München ging es mal bei einem Künstler (... der Name ist mir leider entfallen, muß erst nachfragen bzw suchen...) um "Entschleunigung". Bilder, die teils nur aus einem Querstrich auf einer großen Leinwand bestanden, war gedacht als eine entschleunigende Wirkungen hervorbringen sollen könnend. Seit jener Ausstellung hört man auch in allgemein Radiosendungen uä diesen Begriff "Entschleunigung" hin und wieder.

Daß es auch im christlich-religiösen Bereich den Begriff "Meditation" gibt und "Stille werden vor Gott" von gläubigen Christen immer wieder mal praktiziert wird, gehört auch zum Thema der Bemühungen gewisser deutscher Gerichte "therapeutische Kompetenz" im Zusammenhang mit Meditation zu fordern indem sie einen Mangel a solche Kompetenz, zB in Sachen "TM", bemäkelten.


Zurück zur Elterninitive und dem, von de Gründern anscheinend vorgegeben gewesenen, "Design" der "Vorgehensweise":

Wie es so ist bei Prozessen haben die einen viel Geld, die anderen wenig Geld; die einen haben viele, beste Top-Spezial-Anwälte und die anderen haben schlechte, nicht spezialisierte Anwälte. Dann kommt noch dazu, daß viele zu wenig Geld haben, um sich schnell mal ein Gerichtsverfahren zu leisten/leisten zu können, aber zu viel haben, um unter das "Armenrecht" zu fallen. (vgl. "zu viel zum Sterben und zu weig zum Leben"). Den einen ist es völlig egal, wenn sie so nen Prozess um "Überzogene Vorwürfe" verlieren - weil sie genügend Geld haben - und die anderen können es sich einfach nicht leisten, usw.

Das in etwa schienen die Vorgehensweise und der Hintergrund jener Anti-"Sekten"-Krieger aus dem Lager der ev.-luth. Kirche, der r.-kath. Kirche, der Psychiatrie&Psychologie gewesen zu sein.


Nunja, es kam zu Prozessen, weil die TM-Vereine bzw deren Vorsitzende sich das nicht gefallen lassen wollten, weil ihnen ihre Meditationserfahrungen da ganz was anders sagten bzw wißbar gemacht hatten.

Es kam zu einer Kaskade von Prozessen und unterschiedlichen Ergebnissen.


Am Ende mäßigte sich die Bundesregierung in der Wortwahl und es kamen noch ein paar Geplänkel.

Also zusammengefaßt:

Im Ergebnis mußten jene "Anti-Sekten-Krieger" inklusive der Bundesregierung scheibchenweise Vorwürfe zurücknehmen, zurückhaltender und zurückhaltender formulieren usw.

Soll sowas die gerühmte "Menschlichkeit", Fairness im Umgang miteinander usw nach 1945 gewesen sein?

Nun, da meine ich, daß das nicht fair war, nicht menschlich in Ordnung, nicht christlich, nicht gemäß seriöser Parteiarbeit, usw.



h) Umgang mit den Opfern des Wirkens von Pfarrer Haak und seinen MitstreiterInnen:

Nur was ist mit jenen Menschen, die wegen der erhoben unfairer, unsachlichen, teils völlig überzogenen Kritiken in der Psychiatrie landeten, deren Karriere man komplett vereitelt bzw zerstört  hatte?

Nunja, es ist halt wie bei den Mißbrauchsopfern der Kirche auch; geht doch zu einem Psychologen zur Therapie, den bezahlen wir euch.

Achso: Psychologen sollen jetzt also so Pfarrer spielen, die den Opfern erfolgreich ein-zu-reden haben, daß doch "Karriere", Geldvermögen", usw nicht so wichtig seien und es doch besser sei, daß sie so zu Ihm/Ihr gekommen seien, um die "richtige psychologische Gesinnung" irgendwann doch noch erlernt zu haben.

Meine Antwort darauf reinvorsorglich und ohne daß ich da jemandem nachsagen möchte, daß es so wäre: Nein danke! Euren religiösen  Schmarrn, wonach doch das Leben auf Erden wie ein Nichts ist/sei im Vergleich mit einem ewigen Leben im Himmel, könnt ihr für euch behalten!

Jawohl, ein ewiges Leben in einem Himmel würde wunderbar sein.

Aber im Zusammenhang mit Upanishaden, Wissenschaftlichkeit der "TM" , Rishi Vasishta usw ist es so: "Vielleicht gibt es sowas, vielleicht auch nicht, vielleicht kann ich es in diesem Leben erreichen, vielleicht auch nicht. Laßt es mich so machen, daß ich nicht der Depp bin, wenn es das geben sollte und aber auch nicht der Depp, wenn es das eh nie geben wird.

Also laß mich so leben, daß ich ordentlich was lerne, super qualifiziert bin in einem gut-bürgerlichen Beruf, dann mein Können für das Gute in der Welt einsetze und dabei aber das not-wendige Wohlergehen in dieser Welt dahier, nicht außer Acht lassen.

Dann wird man eben evtl nicht Universitätsforscher, sondern lieber Gymnasialprofessor im Bereich Allgemeinbildung, ich studiere, lieber Matematik - auch wenn's mir schwerer fallen sollte - als wie Chemie, weil ich da die Tierversuche - jene modernen "Tieropfer" - nicht heraufbeschwöre, auch nicht Umweltverschmutzung & co am Ende uU verursacht haben werde.

Analog lieber Maler, statt Metzger bzw lieber Bäcker, statt Roder.

All solche Überlegungen und eventuellen Entscheidungen würden im Rahmen bleiben.

Aber der alte Schmarrn, wonach es besser sei nach einem Nichts in dieser Welt zu streben um das Heil der anderen Welt zu erobern; nein danke; zumindest nichts für mich und keine Ausrede für jene oder auch nur gewisse willkürlich gewesenen Angriffe aus dem Lager der Kirchen, Psychiatrie & Richterschaft.

Jawohl, ich würde einem Drogensüchtigen durchaus die Option aufzeigen, daß es besser sei, nach einem Entzug, als Ordensbruder/~schwester in ein abgelegenes Kloster zu gehen, dort zB zu erlernen, alte Bücher ordnungsgemäß zu restaurieren oder auch neue zu binden, als zu riskieren rückfällig zu werden, als Drogendealer angeheuert zu werden und nach einem Gefängnisaufenthalt von der Drogendealer-Bande per "goldenem Schuss" liquidiert zu werden , "weil" davon auszugehen sei, daß sich Fahnder an die Ferse von sojemandem geheftet haben könnten.

So mag auch jemand unfreiwillig Zeuge von schwersten Gewalttaten geworden sein und aus der "inneren Gewißheit", daß es Ihm das Leben kosten werde/höchst zu erwartenderweise werde, wenn er darüber redet usw, sich für ein Klosterleben entscheiden. Vielleicht wird er - eingedenk "Die Pysiker" von Friedrich Dürenmatt -  nicht zur nächsten staatlichen, krichlichen oder auch sozialpsychiatrischen uä Anlaufstelle rennen. (Katastrophal, wenn dann Staatsgläubige usw daherkommen und im blindwütigen  Glauben und Vertrauen in "ihren Staat" das erzwingen wollen, wovor die Vernunft vernünftigerweise warnt und jemanden problemlos bewahrt haben würde.)

Schön, wenn es dann passende Klöster oder auch seriöse Ashrams geben sollte, die einen aufnehmen und einem eine einigermaßen adequate Tätigkeit - im so geschützten Rahmen - ausüben lassen.




VI Fazit:

1) Insgesamt scheint mir nun, nach den Mäßigungen in der Wortwahl der Bundesregierung, usw  doch eine Chance zu geben, zur Sachlichkeit, Objektivität, Unparteilichkeit zurück zu kehren.


Also zuletzt blieb da vor allem noch:

* Etliches an Vorwürfen betreffs der TM-Mantren, was auch mit der "Geheimnistuerei" betreffs derselben vonseiten der TM-Scene, sollte da doch noch klärbar sein.

* Der Vorwurf der Verschleierung hinduistischen Hintergrunds

* Der Vorwurf betreffs der TM-Puja, daß es eine hinduistisch-   religiöse Zeremonie sei.

* Daß TM krank machen könne oä.


Nun zu jenem Prozeß in Münster, der zugunsten der TM-Scene ausfiel, hatte ich mich telefonisch noch als Zeuge gemeldet, der für und gegen die TM-Scene und auch für und gegen die Bundesregierung was auszusagen hätte/könnte/möchte/würde.

Warum auch immer: Man verzichtete auf jegliche Zeugeneinvernahme und wie ich später las, war das die letzte Instanz in der es um "Tatsachenermittlung" gegangen sei.


Nun zu  obigen Punkten möchte ich doch was schreiben und so beitragen zu einem gegenseitigen Verstehen und Begreifen.


2) detallierte Befassung mit den Vorwürfen betreffs TM-Puja, TM-Mantren, Qualifiziertheit von TM-LehrerInnen, TM-Organisationen usw:

In den entsprechenenden Abschnitten in

Home, verpfuschtes Leben in "www.franz-rickinger.eu" (verbesserte Version) findet man - wenn sie dann wieder online sein  wird (derzeit noch, dh 14.3.2021 offline, da noch zu überarbeiten) unschwer das Ergebnis bzgl der TM-Mantren-Kritik, der TM-Puja, auch einiges zu den Vorwürfen zum Thema "Gesundheit"  und wie eine radikale Vorgehensweise infolge der betrieben-gehabt-habenden "Radikalisierung" betreffs des Umgangs mit der TM-Scene  aus dem Kreis der Elterninitiative, Ärzteschaft und Richterschaft  heraus schwerste Schäden angerichtet hat.

Es ist nicht schwer, im bereits erwähnten Buch des Dr. Hans Vater ("Zu Füßen Maharishis", ISBN 978-3-945004-36-4, alpha-veda.com) dazu einiges zu lesen: Sei endgültiger Abschied von einem bürgerlichen Leben, den er auf TM zurückführt (Seite 7), seine Trennung von seiner Freundin S. übergeht er ganz geflissentlich. Seite 17 schreibt was über sich selbst betreffs: "das war nicht die einzige fanatische Verrücktheit". Seite 18 bis Seite 33 schildert er seine "wildes Experiment" und die gesundheitlchen sowie geistig-seelischen Folgen. Von Seite 33 bis ca 53 kann man dann lesen wie jenes "Noch-Weitergehen" seiner Probleme, die aus seinem "Wilden Experiment" (Seite 19 gebraucht der diesen Begriff) resultiert waren, ihn nicht daran hinderte andere von "TM" usw vorzuschwärmen, ein TM-Center aufzubauen, andere ständig zur Mitarbeit im TM-Center "an zu turnen" (wie er es nannte; seine Wortwahl war ne glatte Beleidigung für Tina Turner!), usw.

Nunja, das waren die Folgen seiner Radikalität und nicht von TM.


3) Ein spezieller Blickwinkel auf die Thematik, der bereits im Rahmen von b) aufgegriffen wird; hier kürzer aus dem Rigveda und weiterer klassischer Überlieferungen bzw Literatur Indiens heraus:

In

>>

Die Litteraturen des Ostens in Einzeldarstellungen

Neunter Band

Geschichte der indischen Litteratur

von Dr. M. Winternitz

Professor an der deutschen Universität in Prag

Erster Band

Zweite Ausgabe

Leipzig

C.F. Amelangs Verlag

1909

<<

findet sich auf den Seiten Seite 97 und 98 das Lied vom Spieler:

„...

Das schönste aber unter den nicht-religiösen Gedichten der

Rigvedasammlung ist das Lied vom Spieler, Rv. X, 34. Es ist das Selbstgespräch eines reuigen Sünders, der durch seinen unwiderstehlichen Hang zum Würfelspiel sein Lebensglück zerstört hat. In ergreifenden Versen schildert der Spieler, wie ihn die Würfel um sein Familienglück gebracht haben:

 

  • >> Mein Weib hat nie mich aufgereizt, gescholten.
  • Sie meint es gut mit mir und meinen Freunden;
  • Obschon sie treu war, stieß ich sie doch von mir
  • Dem Würfel, der mir alles gilt, zuliebe.
  •  
  • Nun haßt die Schwieger, weist mich ab die Gattin,
  • Des Spielers Klagen finden kein Erbarmen;
  • Ich weiß auch nicht, wozu ein Spieler gut wär’,
  • So wenig als ein treuer Gaul im Alter.
  •  
  • Nach seinem Weibe greifen fremde Hände.
  • Indes mit Würfeln er auf Beute auszieht.
  • Der Vater, Bruder und die Mutter rufen:
  • Wer ist der Mensch? Nur fort mit ihm in Banden!<<

 

Aber auch die unheimliche Macht der Würfel wird in kräftigen Worten geschildert:

  • >> Und sag’ ich mir: ich will nun nicht mehr spielen,
  • So lassen mich im Stich die Freunde alle;
  • Doch hör’ ich wieder braune Qüerfel fallen,
  • So eil’ ich wie zum Stelldichein die Buhle.<<

 

Und von den Würfeln heißt es:

 

  • >> Sie sind wie Angeln, die sich bohren in das Fleisch,
  • Betrüger sind sie, brennen, quälen, peinigen;
  • Nach kurzem Glücke rauben sie den Sieger aus,
  • Dem Spieler sind sie dennoch süße Herzenslust.
  •  
  • Sie rollen nieder, hüpfen in die Höhe,
  • Und ohne Hände zwingen sie die Fäuste.
  • Die zauberhaften Kohlen auf dem Plane
  • Versengen jedes Herz, obwohl sie tot sind.<<

 

Und so sehr er auch sein Schicksal bejammert, so fällt er doch immer wieder in die Gewalt der Würfel:

 

  • >>Verlassen, grämt des Spielers Weib sich einsam,
  • die Mutter, weil der Sohn - wer weiß, wo - umirrt.
  • Er selbst verschuldet geht voll Angst auf Diebstahl,
  • Verbirgt zur Nacht sich unter fremden Dache.
  •  
  • Ein Weh ergreift ihn, wenn er sieht die Gattin
  • Und wohlbestellte Heimat eines andern.
  • Am frühen Morgen schirrt er schon die Braunen ¹),
  • Erlischt das Feuer, sinkt der Wicht zusammen.<< ²)

 

Zum Schlusse besinnt er sich doch eines Besseren: er fleht die Würfel an, ihn freizulassen, da er, dem Gebot des Savitar folgend, das Spiel aufgeben wolle, um seinen Acker zu bestellen und seiner Familie zu leben. ....

 

         _____________________

¹) D.h. er beginnt mit den braunen Würfeln zu spielen.

²) Übersetzung von K.Geldner in >>Siebzig Lieder des Veda<<, S.158 ff.

 

... “ (siehe in den Seiten 97 und 98 in [41])

Soweit das Zitat aus dem Buch von Prof. Moriz Winternitz.

"Das Lied vom Spieler" aus dem Rigveda (X,34) wurde auch von Leopold von Schroeder ins Deutsche übersetzt; es ist zu finden in seinem Werk "Mysterium und Mimus im Rigveda", erschienen 1908, H. Haessel-verlag in Leipzig auf den Seiten 392 bis 394. Schon auf etlichen vorherigen und folgenden Seiten betrachtet Leopold von Schroeder ausgiebig die Themen Spiel, Spieleidenschaft im alten Indien und  deren Ergebnissen bis hin zur Spielsucht.

  • >> ...
  • RV 10,34
  • D e r  u n g l ü c k l i c h e  S p i e l e r  (tritt auf und klagt):
  • 1.Die Würfel, hoch auf luft'gem Baum geboren,
  • berauschen mich, hier in der Grube rollend!
  • Wie der Genuß des berggebonren Soma
  • Gefällt mir der aufregende Vibhidaka. ¹)

  • 2. Sie zankte nie mit mir, nie war sie zornig.
  • Nein, freundlich war sie mir und den Genossen!
  • Des Würfels wegen, der um eines zu viel war, ²)
  • Hab' ich mein treu ergeb'nes Weib verstoßen!

  • 3. Nun haßt die Schwieger mich, mein Weib verstößt mich,
  • Nicht findet der Bedrängte noch Erbarmen;
  • Gleichwie ein Roß, das theuer, aber alt ist, ³)
  • So bringt der Spieler wahrlich keinen Nutzen.

  • 4. Andre umarmen nun das Weib des Mannes,
  • Nach dessen Gut der rasche Würfel gierte; ⁴)
  • Vater und Mutter, alle Brüder sprechen:
  • Nicht kennen wir Ihn! Führt in fort in Banden!

... <<



Als Teil des Rigveda warnt dieses Gedicht einerseits zweifelsohne vor falschen Wegen, vor Verirrung bei der Suche nach dem Selbst, dem Ātman, dem Brahman, dem Nirvana.

Es gibt einem „Wahrheitssucher“ auch einige Kriterien zur Hand, um selbst feststellen zu können, ob er noch auf einem akzeptablen Weg oder eher schon einer Spielsucht verfallen ist.

Insofern kann's am Rigveda nicht liegen, wenn "Wahrheitssucher" - ohne es zu beabsichtigen, entgegen Versprechungen irgendwelcher Gurus & co - mehr und mehr in Versagen, Armut, Alleinsein, Verzweiflung usw geraten.

Wer vom Veda ausgeht und die Veden als letzte Instanz, als maßgeblich betrachtet, kommt eben nicht umhin, auch diesem Vers dann "Wahrheit" zu zubilligen und Ihm gerecht werden zu haben, nicht umhin zu kommen. Wahrheitssuche, die daran vorbeizumogeln sich versucht, ergibt offenbar keinen Sinn.

Andererseits, warnt es davor, sein Leben zu vergeuden und zB zu leben gemäß "Nach mir die Sintflut , nach diesem Leben ist alles vorbei und also laß mich genießen was das Zeugs hält und ob die Welt dabei zugrunde geht, was geht dies mich an, solange sie noch so lange hält, als ich hier in dieser Welt nunmal lebe."

Auch Swami Brahmanda Saraswati wies in Soma darauf hin, daß man dieses wertvolle Leben, in dem man auch würde Erleuchtung erlangen können, nicht verschwenden solle und irgendwelche Frauen dann damit belästigen solle, einen erneut vermöge schweren Baybbauchs eine neue Chance zu gewähren. (Siehe in "Soma"; genauere Quellenangabe folgt noch; evtl ja auch bei Paul Mason und Anderen zu finden.).

Zumindest sollte man nach einer guten, sorgsamen Ausbildung das Erlernte für das Gute in der Welt anwenden und nicht wie ein "Spieler" mit der Welt umgehen. (Siehe Vortrag aus Sringeri Math.)

Auch Buddha lehrte nunmal durch "gutes Leben und gute Werke" die Chancen für's nächste Leben zumindest zu verbessern. Lebend wie "der Spieler", verließe einen früher oder später das Glück und  jene Abwärtsspirale träte ein, welche selbst in späteren Leben Unglück mit sich bringen könnte oder auch definitiv brächte.

So wird das "Lied vom Spieler" nunmal auch in solchem Sinne zu betrachten und verstehen sein.

Man frägt sich insofern wieso Kaiser Wilhelm II dieses Gedicht nicht zum Anlaß nehmen konnte, die Zukunft Deutschlands nicht zu verspielen!



 

Auch im Epos „Mahabharata“ - worauf übrigens auch Leopold von Schroeder explizit in seinem Werk "Mysterium und Mimus" [44] hinweist -, wird eindrucksvoll beschrieben wohin Spielerei-Gesinnung im Zusammenhang mit „Gott“ usw führe kann. Die Pandavas wurden vom Oberhaupt der Karauvas (Duryodhana) zu einem Würfelspiel eingeladen und in blindem "Gott"-Vertrauen nehmen sie an, verspielen ihr Königreich, ihree Frau und als der „Gewinner des Spiels“ bzgl derer gewonnenen Frau zu sexuellen Handlungen schreitet, schwören die Pandavas Rache. Nach einer Zeit der Verbannung durch den Sieger kommt es schließlich zu einem grausamen Krieg. Nun verliert Duryodhana sein Köngreich und sein Leben indem er von einem der Pandavas tödlich verwundet wird.

Als Fortsetzung des Mahabharata kann das Srimad Bhagavatam gesehen werden. Es schildert das weitere Leben des Krishna (der im Krieg gegen Duryodhana auf der Seite der Pandavas gewesen war) und der Pandavas.

All diese Bücher, die Bhagavad Gita, das Mahabharata und das Bhagavatam gibt es in deutschen Übersetzungen, die auch Online zu lesen sind.

Bhagavad Gita:

Siehe Prof Paul Deussen: „Der Gesang des Heiligen“ (siehe zB.: https://archive.org/details/dergesangdeshei00deusgoog)

; aber auch unter Suchbegriff Richard Garbe, Franz Hartmann, Franz Lorinser und von Leopold von Schroeder findet man alte Ausgaben der Bhagavad Gita  in www.archive.org bzw bei www.forgottenbooks.com (siehe jedoch auch Antiquariat.)

Mahabharata:

Das Mahabharata findet man als Gesamtübersetzung bei www.pushpak.de, wo man es in verschiedenen Ausführungen (HTML, PDF, Ebook, Buch) angeboten bekommt.

Von Professor Deussen gibt es eine Übersetzung von Teilen des Mahabharata; das Buch heißt "Vier Philosophischen Texte des Mâhâbhâratam" und ist außer im Antiquariat sowie gewissen Bibliotheken wie der Bayerischen Staatsbibliothek auch zu finden zum Online-Lesen in www.archive.org sowie auch bei www.forgottenbooks.com. Siehe zB https://archive.org/details/vierphilosophis00stragoog, https://archive.org/details/vierphilosophisc00deusuoft, usw)

Von Hermann Oldenberg gibt es ein interessantes Buch "Das Mahbaharatam - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form", Vandenhoek & Ruprecht, Göttingen, 1922

Auf den Seiten 3-6 findet man Oldenberg's Schilderung dessen, worum es in diesem Gedicht geht. Er verweist in einer Fußnote auf Seite 3, daß es eine ausführlichere Schilderung von H. Jacobi, Bonn 1903 gebe. Dieses Buch ist in www.archive.org als von Hermann Jacobi zu finden; es trägt den Titel:

"Mahābhārata; Inhaltsangabe, Index und Concordanz der Calcuttaer und Bombayer Ausgaben" erschien 1903 in Bonn im Verlag von Friedrich Cohen.  (Hermann Jacobi faßt Vers für Vers in den Seiten 1 bis 192 die entsprechenden Verse des Mahabharata zusammen. (siehe zB.: https://archive.org/details/dli.granth.118369/page/1).

"Das Buch muß als wertvolles Hilfsmittel zur Orientierung in dem ungeheuren Epos hier mit besonderem Dank erwähnt werden.", schreibt Herman Oldenberg in jener Fußnote außerdem. (Seite 3 in[45]) - siehe: https://archive.org/details/dli.granth.118351)

Śrīmad-Bhāgavatam:

 Das Bhagavatam in der Übersetzung von Swami Prabhupada findet man an verschiedenen Stellen im Internet zum Lesen. Die zahlreichen Bände werden in Buchform auch vielfach im Antiquariat angeboten.

 


Vor jener absurden Interpretation des Bhagavad Gita, wonach „wildes d’rauflos“ am Ende von Krishna oder auch irgendwelchen GöttInnen belohnt werde und Krishna einem, infolge von D’raufgängerei längst gescheiterten, verarmten oder auch erkranktem, Wahrheitssucher erscheinen werde und ihm als Lohn für dessen D’raufgängerunwesen die Wahrheit lehren werde und ihn erretten werde, sei ausdrücklich gewarnt.

 

Zur Abschreckung kann auch das Buch von Dr. Hans Vater „zu Füßen Maharishis“ ([16]) angesehen werden. Er beschreibt sein „wildes Experiment“, wie er es nannte. Darüberhinaus schildert er wie er übergroße TM-Center-Räumlichkeiten anzumieten pflegte und zwar im blinden Vertrauen auf eine geheimnisvolle, - meiner Meinung nach dr-hans-vater-privat-sektische - „Unterstützung der Natur“. Als er dann in Indien schwer erkrankte, stellte er fest, daß ihn das Glück verlassen habe, er schwer erkrankt sei usw; außerdem ist er heute nicht mehr in jener "TM-Scene" jenes Mr. Mahesh und er erwähnt diese so in seinem Buch u.a.. Schon auf dem TM-Lehrerausbildungs kurs geriet er durch Disziplinlosigkeit, Eigenmächtigkeiten und dümmliche Besserwisserei in gesundheitliche und psychische Nöte, die dann auch noch über Jahre hinweg andauerten. Er meditierte nur noch - wie er schreibt - 10 Minuten und lehrte "20 Minuten meditation morgens und Abends"; manchmal meditierte er auch gar nicht, wie er schreibt. All das hinderte ihn aber nicht dran im Frühjahr 1973 ein TM-Center eröffnet zu haben und das noch dazu "übergroß dimensioniert" und in überteurer Lage, die nochdazu lärmig war und so ganz und gar nicht zu "Meditation" paßte.


Auch Mr. Mahesh’s Lebensweg nach dem Tod von Swami Brahmanda Saraswati kann durchaus auch mal im Lichte von "Das Lied vom Spieler" (Rigveda, 10'tes Mandala, 34'ter Vers)  betrachtet werden und es zeigte sich insofern dann Folgendes:

Mr. Mahesh’s Lebensweg nach Verlassen des Gangestals bzw nachdem er dem Rat jenes älteren Sadhu offenbar nicht mehr folgte, trägt durchaus jene Züge der Abwärtsspirale infolge von „Spielsucht“:

Erst waren seine Tätigkeiten toleriert worden und von nicht allzuwenigen auch bejubelt worden.

Es galt bald als gemeinnützig und besonders förderungswürdig.

Aber schon früh fing er an Freundinnen zu haben, Mitarbeiterinnen sexuell zu belästigen. (Siehe Judith Bourque, „Robes of Silk, Feet of Clay“, das es auch als E-Book gibt. Aber auch John Lenon's damalige Äußerungen, sowie das Beatles Lied "Sexy Sadie").

In aller Absurdität wollte Mr. Mahesh, der Freundinnen hatte und sexuelle Beziehungen pflegte, auch noch Mönche ausbilden. (Siehe das Buch von Dr. Hans Vater [16]; aber auch die diversen Schilderungen von Judith Bourque [10] bzw auch Conny Larsson's Bücher.) Das behielt er allerdings sehr geheim und erst später - als ich längst die TM-Scene verlassen hatte, wurde es dann für mich sichtbar und allgemein bekannt. (In einem TM-Center kümmerte sich mal eine bemüht vorsichtige, lebenserfahrende TM-Lehrerin um eine jüngere aber erwachsene, schwedische TM'lerin, der es "nicht so ganz gut" ging, da ihr Freund "Mönch" werden wolle; das war ca 1972 und jene vorsichtige TM-Lehrerin hielt es für angebracht - wohl weil ich noch minderjährig war -, mich darauf hinzuweisen. Ob es um die Freundin von Conny Larsson gegangen war?

Ende 1974 sah Mr. Mahesh wie seine TM-Aktivitäten offenbar Folgen hatten, die er so ganz&gar nicht gewollt hatte (kommunistische Äthiopienrevolution direkt nach seinem dortigen Kurs 1974); begierig oder auch hilflos griff er nach einer sog. „wissenschaftlichen, statistischen Studie“, jener 1%-Studie an die zu glauben, er nun mehr oder auch weniger an den Anfang seiner neuen Lehren und Organisationen stellte.

So verfiel Mr. Mahesh noch mehr dem Spiel, dem verhängnisvollen Glauben an Zufälligkeiten.

Er war überzeugt , daß man mit Statistik etwas „beweisen“ könne und wiederholt sagte er - und auch noch wenige Jahre vor seinem Tod in den mittwöchentlichen "international pressconferences" - „statistics have prooven“ und so verlor er sich endgültig in die professionell betriebenen Spielereinen der „Statistik“.

Er fing an zu fantasieren von einem 1%-Effekt, steigerte sich in „TM-Siddhi-Kurse-Veranstalten“ hinein. (lt. Conny Larsson, „Hinter der Maske des Clowns“ uä habe er Filmchens von „Yogischen Fliegern“ manipuliert, indem das Zurückfallen auf den Boden einfach herausgeschnitten wurde“.), gründete seltsame Organisatioen wie eine 1%-Partei obwohl er zuvor stets beteuert hatte, daß seine „TM-Verbreitungsaktivitäten“ weder religiöser Natur seien noch politische Absichten verfolge. (Allerdings klammerte er sich andererseits auch an gewisse Textpassagen im "Mahanirvana Tantra", in denen Shiva seiner Gemahling Parvati erklärt, daß es auch in einem anundfür sich dunklen Zeitalter so Inseln der Wahrheit und Erleuchtetheit geben könne, wenn sich eben einige Menschen an die notwendigen Prinzipien und richtige Meditation halten würden. (Mahanirvana Tantra in deutscher Sprache, siehe etwa www.pushpak.de. In englischer Sprache gibt es eine Übersetzung von Sir John Woodroffe.)


Die Verifizierbarkeit durch TM-Ausübung war bald kein Thema mehr. Wie sollte man auch - in der Natur der Sache - die Aussage „es gibt einen 1%-Effekt“ jemals per TM-Ausüben verifizieren können? Es geht schlicht & einfach nie & nimmer? Gemäß Shankaracharya Shantananda's "Sayings" (siehe [9]) geht man von Gedanken während der Meditation zum Meditationsvorgang zurück; um Gedankeninhalte kann man sich nach der Meditation dann ja kümmern, wenn man will. Also selbst wenn in der Meditation der Gedanke käme "Olala der 1%-Effekt ist wahr", so müßte man das dann außerhalb der Meditation erst mal betrachten und wenn man nicht gerade Experte in "Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik" ist, wird man die etwaige Wahrheit oder auch Falschheit dieser Aussage schlichtweg nicht beweisen können. Für "TM-Ausübung" und gemäß der TM-Lehre des Mr. Mahesh bis zu jenem "1%-Effekt" war TM solcherart, daß die anvisierten Meditations-Erfahrungen und insofern Auswirkungen durch "TM-Ausübung" selbst verifizierbar seien.

Die "breite Akzeptierbarkeit" hatte Mr. Mahesh mit seinem Glauben an Zufall und Statistik leider schlichtweg "verspielt".

So war es keine neutrale, nicht-religiöse Angelegenheit mehr, was er da zu lehren versuchte. Es war "sektisch" geworden.

Allerdings war und ist die "TM-Meditationspraxis", wie er sie ursprünglich lehrte nichts Sektisches. Aber auch jenbezüglich ist es angeraten, die Kontrollmöglichkeit anhand von "das Lied vom Spieler" (Rig Veda X,34) hinzu zu ziehen, um nicht auf Abwege zu geraten.

Zu allem Überfluß kam es zu einen Mordanschlag auf ihn und er litt ab da unter körperlichen  Schmerzen (Siehe Dr. Chopra, „The Untold Story“). Nachdem er aber längst, im Vertrauen auf die "1%-Studie" - in gewisser Weise also im Vertrauen auf dieses Würfelspiel - , sich "Unbesiegbarkeit" er-fantasiert hatte, leugnen viele in der residenten TM-Scene wie zB in Vlodropp/Holland uä "Zentren" (Dr. Chopara nannte es einen Ashram und lehnte es entschieden ab dort dauerhaft - ohne auf eigenes Einkommen, Schule für die Kinder & co bedacht zu sein - zu leben. Siehe Dr. Chopra , "The Maharishi Years - The Untold Story: Recollections of a Former Disciple". Diese Geschichte kann man auf Englisch lesen bei: https://www.huffpost.com/entry/the-maharishi-years-the-u_b_86412)

Diese Betrachtungsweise widerspricht keinesfalls der Aussage von Swami Shantanand Saraswati, wie sie in Wikipedia berichtet wird, nämlich:

>>

  • Im Jahr 1961 kam er zu einem der TM-Lehrerausbildungskurse des Maharishi in Rishikesh und sprach zu den Auszubildenden; er beschrieb die Meditationsmethode als den "Zentralschlüssel zum Wissen des Vedanta": "Es gibt andere Schlüssel, aber ein Universalschlüssel reicht aus, um alle Riegel öffnen zu können".

<<

(Paul Mason: The Maharishi: the biography of the man who gave transcendental meditation to the world. Shaftesbury, Dorset 1994, ISBN 1-85230-571-1 (english). Deutsche Übersetzung: Maharishi Mahesh Yogi: die Biographie, Aquamarin Verlag, Grafing, 1995, ISBN 3-89427-071-3;

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Shankaracharya_Shantanand; Link vom 14.3.2021)


Es ist wohl angemessen, des Mr. Mahesh's Lebensweg auch mal aus solchem Blickwinkel wie "Das Lied vom Spieler" des Rigveda bzw des Mahabharatam und der Bhagavad Gita heraus zu betrachten. Damit seien die Vorteile der "TM-Meditationstechnik" nicht geleugnet.

Aber am Ende als er dann auch noch Demokratie in einer Internetkonferenz verfluchte usw (Siehe auch Dr. Hans Vater's Schilderungen zu Mr. Mahesh's Verhältnis zu den USA) waren seine Taten endgültig einfach nicht mehr allgemein tolerierbar.

Ausführlich genug erwähnte ich ja jene gewissen Ursachen von Mr. Mahesh's Abirrungen; der Ex-KGB-Agent Juri Bezmenow wies ja auf die Bemühungen von UDSSR's KGB, auch Mr. Mahesh in einen "nützlichen Idioten" zu verwandeln, hin. Daß sich der KGB Mr. Mahesh's "Steilvorlage" - indem er sexuelle Beziehungen hatte -, eher kaum entgehen haben lassen.




4) Die Rolle des sprachlichen Hintergrunds im Zusammenhang mit dem Lehren von Transzendentaler Meditation ("TM"):

Aber was mir besonders wichtig  und besonders leicht nachvollziehbar zu machen ist, ist die Situation betreffs des "Hintergrunds", der da von der TM-Scene irgendwie zumindest mißachtet werde.

Da kann und muß ich den Gerichten (siehe u.a. nrw-Sekteninfo) nunmal in einem ganz wesentlichen Gesichtspunkt Recht geben:


Also man stelle sich vor, Mr Mahesh lehrt was er so lehrte in einem Land mit Englisch als Muttersprache.

Was wäre da dann grundlegend anders als in einem Land mit Muttersprache holländisch, deutsch, finnisch, chinesisch, arabisch, souaheli, französisch, baierisch, usw?

Ok, man müßte übersetzen und es könnte zu Übersetzungsfehlern kommen.

In der TM-Scene warn zuhauf "Laienübersetzer" am Werke gewesen und man kann sich das Ergebnis schon vorstellen.#

Aber es geht doch um TM und die richtige Bewertung von TM und jene Lehre.


Also was ist da noch anders in einem "Muttersprache-Englisch-Land"?

 Zuerst ist festzustellen, daß Mr. Mahesh einige Hinweise auf einen Hintergrund nunmal freimütig gab.

Er bezog sich auf Shankaracharya Swami Brahmanda Saraswati.

Aha, da geht es also irgendwie um die Lehren des Herrn Shankara.

In seinem ersten Buch "Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" erwähnt er auch eindeutig die Upanishaden im Zusammehang mit seine  Ausführungen zum "Sein".

In seinem Anhang zu den ersten 6 Kapiteln der Bhagavad Gita (...mit - angeblich - selbst gefertigter neuer Übersetzung, ausführlichen Kommentaren ...) im Penguin-Verlag werden die Sechs System indischer Philosphie erwähnt und kurz dargestellt.


Und jetzt läßt sich der erwähnte Unterschied zwischen "Muttersprache-Englisch-Land" und Anderen deutlich aufzeigen:


Man sehe mal in www.archive.org , www.forgottenbooks.com udgl nach, welche der Werke des Herrn Shankara und welche der klassischen Schriften der sechs System indischer Philosophie auf Englisch damals (und ab wann) vorlagen und welche es zB in deutscher Sprache gab.

Es fällt auf, daß es bei Muttersprache Englisch eindeutig mehr der Kommentare des Herrn Shankara zu einigen der Upanishaden gab als in der deutschen Sprachwelt. Auch gab es Nyâya als eigenes Buch, wohingegen es das in deutsch nur (von Walter Ruben) als Teil eines Werkes der "Morgenländischen Gesellschaft" gab . Von Professor Deussen gab es da noch das erste Buch mit ausführlichen Hinweisen.

Von Prof. Deussen gab und gibt es sehr viel, aber wenig betreffs Shankara, weil er Shankara einfach nicht haltlos-ergeben schätzte und - korrekterweise - hie&da Begründungsfehler des Herrn Shankara schriftlich bemängelte.

Auch hat Professor Deussen da auch seine Auswahl zu treffen, nachdem es nunmal um eine sehr umfängliche Literatur ging und geht.


Da wundert man sich zB doch sehr, daß auch von einem Doktor der Philosophie, jenem Hans Vater (siehe [16]) keinerlei Hinweise auf Professor Paul Deussen's 6-bändige "Geschichte der Philiosophie" und den anderen Werken jenes Indologen und Sanskritkundige Gelehrten kamen. 3 Bände der Geschichte der Philosophie hat Prof Deussen der indischen Philosophie gewidmet und im Band I.3 immerhin eine Übersetzung der Patañjali-Yogasutren verfügbar gemacht.


In Englisch gab es die Patañjali-Yogasutren samt Kommentar des Vyasa; auf Deutsch gab es diese  Fassung mit dem Kommentar jenes Herrn Vyasa, der auch auch die Bhagavad-Gita verfasst hat/habe, welcher Mr. Mahesh immerhin ein Buch gewidmet hatte und das anno 1970/1971in Englischer Sprache 1971 verfügbar war, nicht.

Ähnliches ist zu untersuchen bzgl der Stotras, Ashtakams udgl des Shankara.



Wenn also Mr. Mahesh seine Lehrmethode, des sich nur um "TM", Meditieren" usw kümmerns in einem Land mit Muttersprache Englisch anwandte so genügten die paar Verweise auf Shankara, Upanishaden, um zu zuverlässiger Literatur bzgl Shankara, Übersetzungen seiner Werke usw zu gelangen und so auf zuverlässigem, sachlichem Hintergrund TM ausüben eventuell ja.

In einem Land wie in Deutschland hingegen gab's sowas wie eine Upanishade mit Shankara's Kommentar zu einem relativ frühen Zeitpunkt; es gab die Werke von Deussen, Böthlingk, Rixner, Bopp usw und Nyâya aber nur sehr eingeschränkt und nicht in einfach kaufbarer Buchform. Es war eigentlich kaum was zu finden und kein umfassendes Übersetzungswerk als Hintergrund vorhanden.

Insofern war die Wirkung von "TM-Lehre" auf dem einen Hintergrund eine Andere als wie auf dem anderen Hintergrund.

Diese durchaus bedeutende Tatsache wurde von Mr. Mahesh zweifelsohne ignoriert und eher schlichtweg nicht bedacht.

Allerdings hätten sich die Gerichte da auch verständlicher und nachvollziehbar ausdrücken können also - abwegiger Weise - von "Leugnung hinduistischen Hintergrunds" zu sprechen.

In Ermangelung von der not-wendigen umfassenden Hintergrundliteratur im Stile der Philosophie des Advaita, war in deutschsprachigen TM'lern   einfach mehr Anhänglichkeit an eine gewisse "Gläubigkeit" nicht auszuschließen.

Allerdings wäre es erst mal zu beweisen, daß das die Absicht des Mr. Mahesh gewesen sei.

Analoge Untersuchungen zum Vorhandenseins von Werken wie "Saraswatisotra", usw sowie "Sanskrit-Englisch" vesus "Sansktit-Deutsch"-Lexika würde zu folgen haben.

Denn der eine Meditierende hätte nach seinem Mantra einfach im Sanskrit-Lexikon suchen können und angeblich gegebenfalls festgestellt, daß jenes Sanskrit-Wort "schwarz, dunkel" bedeute und Deutschsprachige TM'ler hätten da nicht einfach nachschauen können.


Das betrifft dann natürlich auch die Arbeit der Gerichte.

Die Einen hätte nur nachgesehen: Achso "dunkel, schwarz " udgl ; ok, sowas sind offenbar keine GöttInnen-Namen; also "nicht-religiös". (Man denke an die "formlose" Dunkelheit einer Mond- und Sternenhimmen-losen Nacht ohne künstliche Lichtquellen. "In der Nacht sind alle Katzen grau" ist so eine Art Sprichwort im Deutschen. Das besagt eben auch, daß da optisch die "Individualität" der Katze nicht sichbar wird.

"Dunkelheit" ist wie Farbe "Schwarz" ohne "Form". Analog sind insofern eben "TM-Mantren" vorstellbar als "Worte ohne Bedeutung" und das ist dann auf der Basis so eines Snaskrit-Lexikons für so jemanden unaufwendig ud unparteilich-objektiv-sachlich ohne Gefühlsaufwand & co einsichtig bzw jene "Einsicht" ist erwerbbar und es ist zumutbar sie sich eben zu erwerben, wenn man den TM-Lehrpersonen das dann schon nicht "glauben" will.


Die Kollegen in Deutschland, wären da zum Ergebnis gekommen: "Sorry, da können wir keine sachlichen Infos finden; aber man sieht doch da jene gewisse gläubige, vertrauensselige Haltung bei vielen  TM'lerInnen. Also, das scheint mir schon so etwas "Religiöses" irgendwie bei Vielen bis bei den Meisten zu sein.


Nur was ist die faktische Wahrheit, was ist da "nichts als die Wahrheit"?

Jamei, da wären die "Muttersprach'ler Englisch" näher daran gewesen, weil der "Hintergrund" da nicht zu beachten ist, weil da einfach da seiend. So wie in Deutschland das Vorhandensein von Wasser kein großes Thema bislang war und in einem Wüstenland das aber ganz anders ist, so ist es da auch mit dem "Thema" "Hintergrund" der "TM-Lehre".


Jedenfalls haben jene Gerichte da durchaus etwas sehr Wichtiges angesprochen.



5) Wie Abhilfe schaffen betreffs unbeachtetem Hintergrund?

Abhilfe wäre gar nicht mal so unmenschlich schwierig gewesen für die TM-Scene. TM-Lehrer, die auch Juristen gewesen waren, hätten einfach einige "frei übersetzbare Bücher gesucht oder Rechte geklärt usw, andere die Profis für Englisch waren, hätten übersetzt, usw.

Mr. Mahesh fing das dann schon mal, betreffs der englischen Sprache, damit an:

Er beauftragte/inspirierte Herrn S. Panoli 1981 (Siehe S.Panoli's Schilderungen im Vorwort in "Prasthanathraya", Volume IV, ISBN 978-81-8264-664-3 per Einladung in jene "TM-Zentrale" nach Seelisberg/Schweiz, alle Upanishaden zu welchen es einen Kommentar von Shankara gibt, aus dem Sanskrit ins Englische zu übersetzen. Herr S. Panoli hat einen "Master-Grad" in Englischer Sprache sowie Literatur.

Es erforderte 12 Jahre Arbeit bis zur "endgültigen Fassung", heißt es im Vorwort und es wurden ca 3400 Seiten. Nähme man noch die Anfertigung eines Sanskrit-Lexikons, Übersetzungen der Sotras und Ashtakams des Shankara sowie die Werke der 4 Hauptschüler des Shankara (Sureshwarachara, Padmapadacharya, Totakascharya und Hastamalaka), aber auch Shankara's Komentar zu den Brahmasutras, zur Bhagavad Gita uä, sowie mindestens noch die Sutren der 6 Systeme indischer Philosophie hinzu, so wären geschätzte weitere 12 bis 22 Jahre Arbeit dazu gekommen.

Rechnen wir mit 25 bis 50 Jahren Arbeit, einem monatlichen finanziellen Aufwand von 10 000.-€ (inklusive Sozialabgaben, Rentenversicherung & co), so käme man auf 300 bis 600 Monate und insofern auf 10 000 * 300 = 3,0 Millionen € bis 6,0 Millionen €.

Bei zB gegebenen 100 000 TM-Initiationskursen in den USA wäre das Ergebnis gewesen, daß jeder der TM-Kursteilnehmer 30,00€ bis 60,00 € für die Schaffung dieses "Hintergrund" beizutragen gehabt haben würde. Das erscheint durchaus nch realistisch und finanzierbar. Alternativ hätten relativ wenige vermögender US-Staatsbürger entsprechende "Summen" gespendet, also zB  30 bis 60 Vielfachmillionäre, die jeweils 100 000.-€ dafür gespendet oder auch vorgestreckt haben würden, was dann im Laufe von Jahrzehnten per Buchverkauf wieder hereingekommen sein könnte.

In einer Sprache wie Deutsch sähe das dann  schon teurer aus, da bei zB 10 000.-€ an TM-Kursteilgenommen gehabt habenden Personen, dann schon jeweils 300,00.-€ bis 600,00 € aufzuwenden gewesen wären.

Bei noch kleineren Sprachgruppen und an TM-Kursen teilgenommen gehabt habenden Personen wäre es dann noch teurer geworden.

Aber insgesamt würde das in Deutschland a) wohl noch zumutbar gewesen sein und b) würde die TM-Scene das alleine gestemmt haben können.

Das wäre mit endlich viel Zeitaufwand also zu beheben gewesen.

Nunja, so ist die Rechnung aber noch keinesfalls fertig, da ja noch Druckkosten hinzukommen müßten.

Wegen des "Yoga-Hintergrundes" bliebe auch keine andere Wahl als ein Papier zu benutzen, wegen welchem keine Pflanzen, Insekten, Tiere zu sterben haben.

Also nen paar Bäume roden, daraus Papier machen udgl ginge nunmal gar nicht.

Das Allerschlimmste und eh schon eher nur bereits als grausam zu bezeichnende, wäre "Niederwaldtechnologie" auf einer entsprechenden Brachfläche. Gewisse Baumsorten treiben wieder auf, wenn man den Baum im Alter von ca 13 Jahren umsägt. Der Baum treibt dann aus dem Wurzelstock 3 Stämme und wird so zu einem "3-Stamm-Baum". Alle ca 13 Jahre kann man dann so einen der drei Stämme "ernten" und der Baum errreicht dennoch sein natürliches, volles Lebensalter. (So las ich es mal mit einem Aufwand von mehreren Wochen oder auch Monaten mal in Büchern über "Landwirtschaft", "Selbstversorgung" & co in einer Filiale der Statdbibliothek in München.)

Na klar gäbe es auch "Büttenpapier" (vermutlich due teuerste Variante); das wird aus Baumwollresten gemacht und ist sehr lange haltbar, wenn man nicht gerade mit Galläpfeltinte - welche nunal Säuren enthält - wie im Mittelalter d'raufschreibt.

Da kosten 100 Blatt mindestens 30.-€.

Für 1000 Blatt wäre man bei 300.-€ und für die 3400 Seiten (alleine schon für die Upanishaden-Ausgabe des Herrn Panoli) käme man auf ca 1000.-€

Der Anteil für die Anstellungskosten des/eines Herrn S. Panoli macht sich da verschwindend klein aus.

Weil ja noch andere Werke dazukommen sollten, käme man schon nochmals auf geschätzte doppelt bis 3-mal soviel Seiten und am Ende also auf geschätzte maximal ca 3000.-€ für so eine "Gesamtausgabe" des relevanten Hintergrunds.

Das wäre zweifelsohne zu teuer für die meisten TM-Erlern-Aspiranten.

Eine billigere Variante wäre da dann - nur um mal rechnen zu können - "100% Recycling-Papier", welches lt. Bay. Umweltministerium die Druckmaschinen nur unwesentlich mehr mit Verureinigungen belastet und zuverlässig mindestens 30 Jahre lang hält. (Las ich mal im "Umweltladen" der LHS München).

Da kosten 500 Blatt Papier dann heutzutage ca 5,00 € (s. etwa "Müller-Markt"; auch in den DHL-Shopabteilen sah und kaufte ich es öfters.). Da kosten dann das Papier für die Upanishad-Ausgabe des S. Panoli also "nur" ca 35,00€.

Für so ne Gesamtausgabe der, betreffs Hintergrund relevanten, Werke käme man also auf ca 70 bis, sagen wir, 100.-€ für die Papierkosten.

Betreffs USA wäre man da also bei ca ca 160.-€ für so eine Gesamtausgabe auf Umweltschuzpapier.

In Deutschland wäre man in etwa bei dem Zehnfachen, dh ca 1600.-€, was bereits wieder für die Meisten viel zu teuer wäre.

Aber da sind dann Druck-, Auslieferungs- und Lagerkosten noch gar nicht mitgerechnet.

Nunja, da muß ich dann passen.

Es bleibt festzustellen, daß es für so ein Land wie die USA ud erst recht Indien, China, die EU als Ganzem - wenn sie denn mal eine gemeinsame Sprache auch zusätzlich perfekt können sollten - oder auch der spanische  bzw französische Sprachraum (weltweit betrachtet) mit geschätzten 200.-€ bis 300.-€ pro Initiiertem für so eine Gesamtausgabe bewältigbar sein sollte.

Ok, das war in etwa die Initiationsgebühr für eine erwachsene Person in der ersten Hälfte der 1970-er-Jahre.

Allerdings wurde dieser "Hintergrund" aber eben nicht an die initiierten Personen ausgehändigt.

Da ja auch noch Centermiete, usw zu bezahlen wären, wäre man also damit bei 600.-€ in solchen Sprachräumen.

Bei steigenden Zahlen von Meditierenden würde sich da kaum was ändern, weil nunmal der Anteil für den/die übersetzenden Personen verschwindend gering ausfiele gegenüber Papier-, Druck-,Lager und Auslieferungskosten.


Allerdings ist UWS-Papier nicht wirklich - alle Aspekte betrachtend -  wenigstens bestmöglich.


Blieben Leinen-Papier, Hanfpapier odgl als Ausweg, wo man dann auf höhere Kosten käme aber schätzungsweise noch erheblich unter den Kosten für die Büttenpapiervariante bliebe.



Aber nichts dergleichen wurde getan.

Man verließ sich blindlings darauf, was da an Informationen schon irgendwie zur Verfügung stehen würde.

Ok, in Deutschland gab's durchaus beachtlich viel und auch beachtlich sorgsam erstelltes Hintergrund-Material.

Aber den Gerichten war es nunmal anscheinend entscheidend zu wenig.


Insgesamt betrachtet ist die "TM-Scene" da durchaus selber schuld und es zeigt sich, was Mr. Mahesh in seinem Anhang zur Bhagavad Gita betreffs Vedanta da schreibt, abschrieb oder auch verfassen ließ:

einerseits:

"Unter dem Einfluß von dem was nicht ist (=Maya) erscheint Brahman als persönlicher Gott" und analog bietet es sich hier an zu resümieren:

"Unter dem Einfluß des Nicht-Vorhandenseins von Literatur (im obigen Sinne) in deutscher Sprache, scheint es so zu sein, daß TM eine religiöse Angelegenheit sei".

Oder auch etwa:

"Unter dem Einfluß des Nicht-Vorhandenseins von Literatur (im obigen Sinne) in deutscher Sprache, schien es gewissen Personen und Gerichten so zu sein, daß TM eine religiöse Angelegenheit sei, weil da doch, gemäß derer durch das Nicht-Vorhandensein entsprechender Literatur getäuschter 'Wahrnehmung', ein  persönlicher Gott im Spiele sei".

andererseits:

"Unter dem Einfluß von Nicht-Wissen erscheint Atman als individuelle Seele (Jiva)" heißt es in jenem Absatz über Vedanta (sinngemäß) weiter.

Das wird hier dann zu: "Unter dem Einfluß des Nicht-Nachlesen-Könnens in Ermangelung der dazugehörigen Literatur und dem daraus resultierenden Nicht-Wissen-Können erscheinen so TM'lerInnen als irgendwie g'spinnert, komisch, seltsam-begrenzt, eigenartig-reduziert, komisch-beschränkt.


Allerdings gilt in beiden Aspekten, sowohl in a) als auch in b), daß das "nur" so "scheint", daß das durchschaubar sowie begreifbar ist und man da Abhilfe würde schaffen sowie vorschreiben können.

Es wäre uU auch mit TM-Center-Bibliotheken und Ausleihmöglichkeit sowie Nachschlagemöglichkeit zu bewältigen.

Allerdings wirkt sich da auch negativ aus, daß Mr. Mahesh über die entsprechenden Literaturkenntnisse offenbar selber nicht verfügte und nur immer seine Anschauungen oder auch Einsichten etc verkündete und nicht (bzw nur sehr rudimentär) Bezug nahm auf die klassiche Literatur dazu. Erst als es mit der Äthiopienrevolution im räumlichen und zeitlichen Zusammenhang zu jenen Aktivitäten des Mr. Mahesh zu einer Katastrophe gekommen war, da suchte Mr. Mahesh plötzlich Hilfe bei Pundits und später bat er den professionellen Übersetzer S. Panoli darum, all die Upanishaden, zu welchen Shankara dereinst einen Kommentar dazu verfaßt hatte, aus dem Sanskrit - um ein weiters mal - ins Englische zu übersetzen. Allerdings war Mr. Mahesh's Ansatz gegebenüber Pundits und tradionellen indischen Lehren mal wieder von viel Glauben und Vertrauen geprägt: Indische Astrologie, indische Musik, traditionelles indisches Heilwesen, usw alles wurde als "vedisch" bezeichnet; ob es was mit TM zu tun hatte oder nicht, ob es mehr mit TM zu tun hat oder auch weniger war Mr. Mahesh plötzlich sehr egal. Shankara war da offenbar um sehr viel mehr Differenzierung, Distanziertheit und Vorsichtigkeit bemüht gewesen.


Schon Karl der Große legte Wert auf die Schaffung geeignet verteilter Biblotheken. (Siehe in den relaventen Schulbüchern zum Fach Geschichte)

lm Falle von zwangsinitiierter Personen" - wie mir widerfahren - wirkt sich das Nicht-Vorhandensein jenes Werke-Hintergrunds selbstverständlich umso subjekt negativer aus. Schließlich wäre es da wirklich not-wendig gewesen, daß ich mich da wenigstens unaufwendig hätte über die, vonseiten des Mr. Mahesh gemachten, Behauptungen betreffs "Nicht-Religiösität der TM-Meditationsmethode", usw  hätte informieren können. Die Bücher von Professor Deussen standen in der Stadt Bibliothek München damals eben nicht im entsprechenden Regal dabei; es fand sich dort auch kein Hinweis darauf.

Hinzukommen dann all die juristischen Probleme betreffs "Urheberrechte", "Zitierregeln", "Veröffentlichungsrechte", usw usf und die Situation, daß seit der Zeit des Hitler'schen NAZI- Regimes in Deutschland - und zwar auch heute noch, seltsamerweise - nur Anwälte die entsprechenden "Rechtsauskünfte", derer ich damals schließlich schon bedurft hätte, weil all die nötige Primär- und Sekundärliteratur außerhalb des Rahmens der Lern-und Lehrmittelfreiheit - und damit verbundenen juristischen Unbedenklichkeit - lag.


Darauf ist dann auch noch ausführlicher bei jenem Thema dann (erreichbar per dem Link:

>>https://www.franz-rickinger.eu/Seil-und-Schlange-,-Irrtum-und-Wahrheit << ) einzugehen.


Als mich mal, durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, unverschuldet nach Brasilien verschlagen hatte und ich in einer Jugendherberge einchecken konnte (nachdem mir eine Einheimische junge Dame rührend und dankenswerterweise auf der Basis eines christlich-kirchlichen Bezugspunktes dazu verholfen hatte), war ich positiv beeindruckt, daß in einem - ansonsten ziemlich leeren Bücherregal - gleich hinter der "Theke" des Jugendherbergs-Personal im Eingangsbereich, fein-säuberlich alle Schulbücher eines Schülerlebens standen.

Was für ein passender Hintergrund und welch prächtiger Anblick.



Adios



VII) Quellenverzeichnis:

[1] "Versuch einer neuen Darstellung der uralten indischen All-Eins-Lehre ...", von Thaddae Anselm Rixner, Professor der Philosophie am königlich Baierischen Lyceum zu Passau, Nürnberg, in der Steinischen Buchhandlung, 1808  

[2] "Sechzig Upanishad's des Veda, aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Dr. Paul Deussen", Professor an der Universität Kiel, zweite Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1905.  

[3] Oupnek'hat durch Dr. med. Mischel, Dresden, Komissionsverlag und Druck von Heinrich, 1882  

[4] "KHÂNDOGJOPANISHAD, kritisch herausgegeben und übersetzt", von Otto von Böthlingk, Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1889  

[5] "Vivekananda Leben und Werk" von Swami Nikhilananda, Drei Eichen Verlag München 60 + Engelberg /Schweiz, deutsche Bearbeitung von Spengler-Zomak aus dem Jahre 1972  

[6] "Upanishaden, die Geheimlehre der Inder, mit einem Vorwort von Helmuth von Glasenapp" in Diederischs Gelbe Reihe vom Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2003  

[7]"Lambacher Schweizer, Mathematik für Gymnasien 11", Ausgabe für Bayern, 1. Auflage, Herbert Götz, Uttenreuth; Manfred Herbst, Herzogenaurach, Christine Kestler, Holzkirchen; Hans-Georg Kosuch, Coburg; Dr. Johannes Novotný, Schwabach; Barbara Sy, Nürnberg; Thomas Thiessen, Erlangen; Arnold Zitterberg, Triberg; Georg-Klett-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN-Nr.: 978-3-12-732760-1  

[8] Projekt Gutenberg,  https://www.projekt-gutenberg.org/goethe/faust1 ,https://www.projekt-gutenberg.org/info/texte/info.html  (Links vom 27.2.2021)  

[9] Paul Mason, https://www.paulmason.info/gurudev/sources/pdf/Sayings of Swami Shantanand Saraswati.pdf  (Link vom 27.2.2021) 

[10] Judith Bourque,"Robes of Silk, feet of Clay", Waterside Press, 2055 Oxford Avenue, Cardiff, Ca 92007, ISBN-13: 978-1-947637-80-1; gibt es auch als E-Book  

[11] Maharishi Mahesh Yogi, „Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens“, deutsche Übersetzung der neuen und evidierten Auflage von 1966,1969, autorisierte deutsche Übersetzung 1967 von Nikolaus Graf Blücher, (erste indische Ausgabe 1963), international SRM Publications 

[12] Maharishi Mahesh Yogi 

[13] "Maharishi Mahesh Yogi, Die Biographie" von Paul Mason, Aquamarin-Verlag, deutsche Übersetzung Dr. Edtih Zorn, 1. Auflage 1995  

[14] "Roots of TM", Paul Mason, vierte Auflage 2020, First Published by Premanand 2015, ISBN 978-0-9562228-8-6 

[15] Eduard Griffin 

[16] Dr. Hans Vater, "Zu Füßen Maharishis", ISBN 978-3-945004-36-4, alpha-veda.com  

[17] Walter Ruben, "Die Geschichte der indischen Philosophie", 1954, VEB, Leipzig  

[18] Walter Ruben,  "Die Philosophen der Upanishaden", 1947, A. Francke AG, Verlag Bern  

[19] Walter Ruben, Nyâya-Sutren 

[20] Walter Ruben, 

[21] The Untold Story, Dr. Chopra 

[22] René Descartes "Meditationen, Abhandlung über die Methode, marixverlag, ISBN 978-3-86539-066-0, etwa Seite 81 bis 83 und vor allem auch

[23] René Descartes "Betrachtungen über die Grundlage der Philosophie",NIKOL-Verlag, ISBN 978-3-86820-327-1,  

[24] Geschichte der Indischen Litteratur, Band II, Dr. M. Winternitz, C.F. Amelangs Verlag, Leipzig,  1920   

[25] Dr. Hans Merkt, „Dokumente zur Schulreform in Bayern“, herausgegeben vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, bearbeitet von Dr. Hans Merkt, Pressereferent im By. Staatsm. f. Unt. u. Kult., Kommisionsverlag, Richard Pflaum Verlag München, 1952. 

[26] 7. Auflage des Baedeker's Reiseführers über "Indien", Karl Beadeker Verlag, Ostfildern, ISBN 978-3-8297-1299-6

[27] http://www.digbib.org/Johann_Wolfgang_von_Goethe_1749/Faust_I_.pdf;  dieser Link ist vom 1.März.2021

[28] Geschichte der Indischen Litteratur, Band II, Dr. M. Winternitz, C.F. Amelangs Verlag, Leipzig,  1920

[29] "Die Vier Edlen Wahrheiten", Klaus Mylius, Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig, 1983

[30] "Guruismus und Guru-Bewegungen", Friedrich-Wilhelm Haak, 1.Aufl., Evangelischer Presseverband Bayern (EPV), 1982, ISBN 3-583-50637-5

[31] "Gemeinsam gegen Abhängigkeit und Extremismus, 40 Jahre Elterninitiative, Rückblick und Ausblick 1975 -2015", Udo Schuster, Dokumentations_Edition 33 der A.R.W., ISBN 978-3-941421-47-9, 1. Auflage München 2015

[32] "Kräfte aus der Stille" von Bernhard Müller-Elmau, Econ-Ratgeber, 2. Auflage 1985, ISBN 3-612-20021-6

[33]  "Buddha, Sein Leben Seine Lehre, Seine Gemeinde" von Hermann Oldenberg, siebente Auflage, Stuttgart und Berlin 1920, J.G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger

[34] "Reden des Buddha, Lehre/Verse/Erzählungen", übersetzt und eingeleitet von Hermann Oldenberg, Kurt Wolff Verlag,, München, 1922 (es heißt dazu auf der Seite vor dem Inhalt: "Aus seinem Nachlaß von Herman Oldenberg ... herausgegeben")

[35] "Leben und Gleichnis" von Hans Thorwesten, Otto Wilhelm Barth Verlag, 1. Auflage der Neuausgabe 1983, ISBN 3-502-62503-4

[36] Katharina Ceming, Jürgen Werlitz, "Die Verbotenen Evangelien, Apokryphe Schriften, fourierverlag, 2019, ISBN 978-3-7374-1350-3

[37] Prof. Paul Deussen, "Allgemeine Geschichte der Philosophie I.3", 4. Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1922

[38] "Indische Reiseskizzen"( zweite Auflage,  Oskar Schloß Verlag München-Neubiberg, 1925)

[39] "Das Mahbaharatam - sein Entstehung, sein Inhalt, seine Form", Vandenhoek & Ruprecht, Göttingen, 1922; https://archive.org/details/dli.granth.118351

[40] "Mahābhārata; Inhaltsangabe, Index und Concordanz der Calcuttaer und Bombayer Ausgaben" ,1903 in Bonn im Verlag von Friedrich Cohen, https://archive.org/details/cu31924023016037

[41] Geschichte der Indischen Litteratur, Band I, Dr. M. Winternitz, zweite Ausgabe, C.F. Amelangs Verlag, Leipzig,  1909

[42] "Fritz Winter, Die 1960er Jahre - Jahrzehnt der Farbe", Katalog anläßlich der Ausstellung in der Pinakothek der Moderne, München, 26. November 2015 bis 28. Februar 2016, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Fritz Winter Stiftung, München, Kehrer Verlag Heidelberg Berlin, ISBN 978-3-86828-663-2

[43] Helmuth von Glasenapp, Indische Geisteswelt, Band II, , Verlag Werner Dasien,, Hanau  1986, ISBN 3-7684-0636-9

[44]  Leopold von Schroeder, "Mysterium und Mimus im Rigveda", erschienen 1908, H. Haessel-Verlag in Leipzig auf den Seiten 392 bis 394.

[45] "Das Mahbaharatam - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form", Vandenhoek & Ruprecht, Göttingen, 1922

[46] Seite 18 in "Transzendentale Meditation", Münchner Reihe, 6. überarbeitete und erweiterte Auflage, 1992, Evengalischer Presseverband für Bayern, Abteilung Schriftenmission, ISBN-3-583-50622-7, herausgegeben von Thomas Gandow

[47] "Transzendentale Meditation", Münchner Reihe, 1977, 2. Auflage, Evangelischer Prressedienst für Bayern, (Abteilung Schriftenmission)

[48] "Jnana Yoga, Der Pfad der Erkenntnis, Erster und Zweiter Teil", Swami Vivekandana, ISBN 3 7626 0649 8, Verlag Hermann Bauer, esotera Taschenbücherei, Freiburg im Breisgau, 2. Auflage 1990, Übersetzung ins Deutsche: Frank Dispeker






VIII)  Anmerkung zum Thema "Spiel":

1) Betreffs des “Liedes vom Spieler” aus dem Rigveda X,34 schreibt Moriz Winternitz in

>>

Die Litteraturen des Ostens in Einzeldarstellungen

Neunter Band

Geschichte der indischen Litteratur

von Dr. M. Winternitz

Professor an der deutschen Universität in Prag

Erster Band

Zweite Ausgabe

Leipzig

C.F. Amelangs Verlag

1909

<<

auf den Seiten Seite 97 und 98:

„...

Das schönste aber unter den nicht-religiösen Gedichten der

Rigvedasammlung ist das Lied vom Spieler, Rv. X, 34. Es ist das Selbstgespräch eines reuigen Sünders, der durch seinen unwiderstehlichen Hang zum Würfelspiel sein Lebensglück zerstört hat. In ergreifenden Versen schildert der Spieler, wie ihn die Würfel um sein Familienglück gebracht haben:

 

  • >> Mein Weib hat nie mich aufgereizt, gescholten.
  • Sie meint es gut mit mir und meinen Freunden;
  • Obschon sie treu war, stieß ich sie doch von mir
  • Dem Würfel, der mir alles gilt, zuliebe.
  •  
  • Nun haßt die Schwieger, weist mich ab die Gattin,
  • Des Spielers Klagen finden kein Erbarmen;
  • Ich weiß auch nicht, wozu ein Spieler gut wär’,
  • So wenig als ein treuer Gaul im Alter.
  •  
  • Nach seinem Weibe greifen fremde Hände.
  • Indes mit Würfeln er auf Beute auszieht.
  • Der Vater, Bruder und die Mutter rufen:
  • Wer ist der Mensch? Nur fort mit ihm in Banden!<<

 

Aber auch die unheimliche Macht der Würfel wird in kräftigen Worten geschildert:

  • >> Und sag’ ich mir: ich will nun nicht mehr spielen,
  • So lassen mich im Stich die Freunde alle;
  • Doch hör’ ich wieder braune Würfel fallen,
  • So eil’ ich wie zum Stelldichein die Buhle.<<

 

Und von den Würfeln heißt es:

 

  • >> Sie sind wie Angeln, die sich bohren in das Fleisch,
  • Betrüger sind sie, brennen, quälen, peinigen;
  • Nach kurzem Glücke rauben sie den Sieger aus,
  • Dem Spieler sind sie dennoch süße Herzenslust.
  •  
  • Sie rollen nieder, hüpfen in die Höhe,
  • Und ohne Hände zwingen sie die Fäuste.
  • Die zauberhaften Kohlen auf dem Plane
  • Versengen jedes Herz, obwohl sie tot sind.<<

 

Und so sehr er auch sein Schicksal bejammert, so fällt er doch immer wieder in die Gewalt der Würfel:

 

  • >>Verlassen, grämt des Spielers Weib sich einsam,
  • die Mutter, weil der Sohn - wer weiß, wo - umirrt.
  • Er selbst verschuldet geht voll Angst auf Diebstahl,
  • Verbirgt zur Nacht sich unter fremden Dache.
  •  
  • Ein Weh ergreift ihn, wenn er sieht die Gattin
  • Und wohlbestellte Heimat eines andern.
  • Am frühen Morgen schirrt er schon die Braunen ¹),
         
  • Erlischt das Feuer, sinkt der Wicht zusammen.<< ²)

 

Zum Schlusse besinnt er sich doch eines Besseren: er fleht die Würfel an, ihn freizulassen, da er, dem Gebot des Savitar folgend, das Spiel aufgeben wolle, um seinen Acker zu bestellen und seiner Familie zu leben. ....

 

         _____________________

¹) D.h. er beginnt mit den braunen Würfeln zu spielen.

²) Übersetzung von K.Geldner in >>Siebzig Lieder des Veda<<, S.158 ff.

 

... “ (siehe in den Seiten 97 und 98 in [41])

Soweit das Zitat aus dem Buch von Prof. Moriz Winternitz.


"Das Lied vom Spieler" aus dem Rigveda (X,34) wurde auch von Leopold von Schroeder ins Deutsche übersetzt; es ist zu finden in seinem Werk "Mysterium und Mimus im Rigveda", erschienen 1908, H. Haessel-verlag in Leipzig auf den Seiten 392 bis 394. Schon auf etlichen vorherigen und folgenden Seiten betrachtet Leopold von Schroeder ausgiebig die Themen Spiel, Spieleidenschaft im alten Indien und deren Ergebnissen bis hin zur Spielsucht:

  • >> ...
         
  • RV      10,34
  •  
  • D e r  u n g l ü c k l i c h e  S p i e l e r  (tritt auf und      klagt):
  •  
  • 1.Die Würfel, hoch auf luft'gem Baum geboren,
  • berauschen mich, hier in der Grube rollend!
  • Wie der Genuß des berggeboren Soma
  • Gefällt mir der aufregende Vibhidaka. ¹)
  •  
  • 2. Sie zankte nie mit mir, nie war sie zornig.
  • Nein, freundlich war sie mir und den Genossen!
         
  • Des Würfels wegen, der um eines zu viel war, ²)
  • Hab' ich mein treu ergeb'nes Weib verstoßen!
  •  
  • 3. Nun haßt die Schwieger mich, mein Weib verstößt mich,
  • Nicht findet der Bedrängte noch Erbarmen;
  • Gleichwie ein Roß, das theuer, aber alt ist, ³)
  • So bringt der Spieler wahrlich keinen Nutzen.
  •  
  • 4. Andre umarmen nun das Weib des Mannes,
  • Nach dessen Gut der rasche Würfel gierte; ⁴)
  • Vater und Mutter, alle Brüder sprechen:
  • Nicht kennen wir Ihn! Führt in fort in Banden!
         

  •  

... <<

 

 

Als Teil des Rigveda warnt dieses Gedicht einerseits zweifelsohne vor falschen Wegen, vor Verirrung bei der Suche nach dem Selbst, dem Ātman, dem Brahman, dem Nirvana.

Es gibt einem „Wahrheitssucher“ auch einige Kriterien zur Hand, um selbst feststellen zu können, ob er noch auf einem akzeptablen Weg oder eher schon einer Spielsucht verfallen ist.

Insofern kann's am Rigveda nicht liegen, wenn "Wahrheitssucher" - ohne es zu beabsichtigen, entgegen Versprechungen irgendwelcher Gurus & co - mehr und mehr in Versagen, Armut, Alleinsein, Verzweiflung usw geraten.

Wer vom Veda ausgeht und die Veden als letzte Instanz, als maßgeblich betrachtet, kommt eben nicht umhin, auch diesem Vers dann "Wahrheit" zu zubilligen und Ihm gerecht werden zu haben, nicht umhin zu kommen. Wahrheitssuche, die daran vorbeizumogeln sich versucht, ergibt offenbar keinen Sinn. (Formal hat man da eine logische Vereinigungskette von Aussagen, die evtl alle falsch sein könnten und dann wird aber auch noch per des logischen „oder auch“ die wahre Aussage dieses, „das Lied vom Spieler“ hinzugefügt. Dieses „Lied vom Spieler“ ist nunmal so, daß es ein „Nein, so will ich nicht enden“, „nein, das wäre falsch, es zu machen wie der Spieler, den dieses Lied da beschreibt“, „Das ist doch klar, daß das falsch wäre, es dem Spieler nachzumachen“ , ein „Nein dazu! Da habe ich sicher recht!“ und insofern ausdrückt: „Nein zum Falschen ist wahr.“

(Formal ist dann diese Kette aus „möglicherweise wahren oder aber eventuell auch falschen Aussagen – den einzelnen Versen des Rigveda -“ (wobei alle Einzelaussagen per „oder auch“ miteinander verknüpft werden) ergänzt per „Nein zum Falschen ist wahr.“(… und ergänzt heißt dabei: abermals per „oder auch“ verbunden …) eine jedenfalls wahre Gesamtaussage. Aus einer wahren Aussagen kann – bei korrektem Schlußfolgern – immer nur eine wahre Aussage dabei herauskommen und so hat man da in diesem Sinnen eine „wahre Basis“. In diesem Sinne wird vermutlich von echten Experten in indischer Philosophie stets betont, daß die Lehren aus dem „Shastra“ (in dessen Ganzheit) zu schlußfolgern seien.)

Andererseits, warnt es davor, sein Leben zu vergeuden und zB zu leben gemäß "Nach mir die Sintflut, nach diesem Leben ist alles vorbei und also laß mich genießen was das Zeugs hält und ob die Welt dabei zugrunde geht, was geht dies mich an, solange sie noch so lange hält, als ich hier in dieser Welt nunmal lebe."

Auch Swami Brahmananda Saraswati wies gemäß jenes Textes von Swami Shantanand Saraswati titels “Soma“ darauf hin, daß man dieses wertvolle Leben, in dem man auch würde Erleuchtung erlangen können, nicht verschwenden solle und irgendwelche Frauen dann damit belästigen solle, einen erneut vermöge schweren Babybauchs eine neue Chance zu ermöglichen. (Siehe im Text "Soma"; evtl ja auch bei Paul Mason und Anderen zu finden.).

Zumindest sollte man nach einer guten, sorgsamen Ausbildung das Erlernte für das Gute in der Welt anwenden und nicht wie ein "Spieler" mit der Welt umgehen. (Siehe Vorträge aus Sringeri Math.)

Auch Buddha lehrte nunmal durch "gutes Leben und gute Werke" die Chancen für's nächste Leben zumindest zu verbessern. Lebend wie "der Spieler", verließe einen früher oder später das Glück und jene Abwärtsspirale träte ein, welche selbst in späteren Leben Unglück mit sich bringen könnte oder auch definitiv brächte.

So wird das "Lied vom Spieler" nunmal auch in solchem Sinne zu betrachten und verstehen sein.

Man frägt sich insofern, wieso Kaiser Wilhelm II dieses Gedicht nicht zum Anlaß nehmen konnte, die Zukunft Deutschlands nicht zu verspielen!

 

2) Spielsucht, deren Folgen die Warnung davor gemäß des Mahabaharata

a) Auch im Epos „Mahabharata“ - worauf übrigens auch Leopold von Schroeder explizit in seinem Werk "Mysterium und Mimus" hinweist -, wird eindrucksvoll beschrieben wohin Spielerei-Gesinnung im Zusammenhang mit „Gott“ usw führen kann.

Die Pandavas wurden vom Oberhaupt der Karauvas (Duryodhana) zu einem Würfelspiel eingeladen und in blindem "Gott"-Vertrauen nehmen sie an, verspielen ihr Königreich, ihre Frau und als der „Gewinner des Spiels“ bzgl derer gewonnenen Frau zu sexuellen Handlungen schreitet, schwören die Pandavas Rache.

Nach einer Zeit der Verbannung durch den "Sieger" kommt es schließlich zu einem grausamen Krieg. Nun verliert Duryodhana sein Köngreich und sein Leben indem er von einem der Pandavas tödlich verwundet wird.

(Das langsame Sterben des Duryodhana nach der erlittenen todbringenden Verletzung, wurde mal auf der kleinen Bühne des Münchner Volkstheaters theatergemäß dargestellt.)

 

b) Spielleidenschaft, Spielsucht gemäß des Mahabharata

i) Genaueres  zur "Spielsucht" findet man darüberhinaus seit 1922 im Buch "Das Mahabharata - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form" von Hermann Oldenberg, Göttingen * Vandenhoek & Ruprecht *, 1922. (Siehe auch: https://opacplus.bsb-muenchen.de/metaopac/hitList.do?methodToCall=pos&identifier=100_SOLR_SERVER_824092435&curPos=11#100 bzw, vorstehenden Link benutzt habend: https://digi20.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb00077488_00001.html.)

Zitat der großen Spielscene im Mahabharata aus  "Das Mahabharata - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form" von Hermann Oldenberg, Göttingen * Vandenhoek & Ruprecht *, 1922, aus  den Seiten 45 bis 49 (siehe den direkten Link: https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00077488_00049.html):


>> ... D i e  g r o ß e  S p i e l s c e n e.    Ich will nun versuchen zwei für den Aufbau des Ganzen hervorragend wichtige Scenen zu charakterisieren, um an ihnen zu veranschaulichen, wie ihre geringere oder größere Entfernung vom vorauszusetzenden urprünglichen Texte ihnen ein vollkommen verscheidenes Aussehen mitteilt. Die Auszüe und Übersetzungsproben, auf die ich mich bei der großen Weitläufigkeit der Orginale beschränke, werden das, worauf es mir ankommt, doch genügend erkennen lassen- 

Zuerst die große S p i e l s c e n e (vgl. oben S. 4)


„Als nun des Spiels Beginn nahte, da trat der Fürsten ganze Schar,
Ihnen voran Dhṛtarāṣṭra, zusammen in die Halle ein.
Bhīṣma, Drona, dazu Kṛpa und Vidura von hohem Geist.
Wie mit den anderen Sie folgten, war ihnen wenig froh zu Mut,
Paarweise da und auch einzeln die Löwennackig-Mächtigen
Ließen auf vielen buntprächt’gen Löwenthronen sich nieder dort.
Da erglänzte des Spiels Halle von der vereinten Königschar,
Wie den Göttern, den großmächt‘gen, der Dreihimmel in Schönheit strahlt.“

 

Auf einer Seite spielt Judhiṣṭhira, der ältste der Panduiden; auf der anderen, den Duryodhana vertretend, desen Oheim Śakuni  der gewitzte Falschspieler. Judhiṣṭhira verliert beständig. Gegenüber dem Einsatz Duryodhanas muß er den seinen immer wieder erneuern um immer wieder zu verlieren,

 

„In meinen Ställen stehn tausend Elefanten von wildem Mut,

Mit goldnem Gurt, scheitelbekränzt, mit Goldgirland‘ und Lotusfleck,

Wohlgezähmt, Königsreittiere, gewöhnt an allen Kampfeslärm, Von acht Weibchen gefolgt jeder, riesig, mit Zähnen Deichselns gleich,

jeder ein starker Burgbrecher, gleich junger Wolke anzuschaun.

Um die will ich mit dir spielen, Sie sollen, o Fürst, mein Einsatz sein.“

So redet‘ er. Der Falschspieler mit leisem Lächeln im Gesicht

‚Gewonnen!‘ sprach Sudalas Sohn Śakuni zu Judhiṣṭhira.“


 

Judhiṣṭhira setzt Gold und Kostbarkeiten ein, Diener und Dienerinnen, Wagen und Rosse, „Gewonnen“ ruft Śakuni immer wieder.

<<

aus Seite 45 von "Das Mahabharata - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form" von Hermann Oldenberg, Göttingen * Vandenhoek & Ruprecht *, 1922


>>

- 46 -

Der besonnene Vidura versucht jetzt sich ins Mittel zu legen. Er wendet sich an den alten Dhṛtarāṣṭra:

  • „Des Spieles Weg führt zu der Zwietracht Wurzeln,
  • zu wechselseit’gem Streit, daß man Schweres fürchte.
  • So handelnd läßt der Dhṛtarāṣṭrasprößling
  • Duryodhana grimmige Feinschaft keimen.

 

Pratīpa’s Söhne, Śānatnu’s Söhne samt Bhīmasena, Bāhika -

Durch Duryodhanas Schuld trifft sie von allen Seiten schwere Not.

Den Frieden treibt fort aus dem Reich Duryodhanas verwirrter Sinn;

In blinder Leidenschaft bricht er, dem Rind gleich, ab das ganze Horn.


  • Wer fremdem Geist folgsam, o König nachlebt,
  • Ein Held, ein Weiser, eignen Verstand mißachtend;
  • Wie wer ein Seeschiff, welches Toren steuern,
  • Besteigt, wird er sinken in bittres Unheil.
  • Duryodhana spielt mit dem Pandusohne.
  • Daß ihm das Glückhold ist, du siehst es gerne.
  • So wird erzeugt Streiten, daß nicht mehr Spiel ist,
  • Daraus der Männer Untergang entstehn wird.“

 

Duryodhana tritt ihm heftig entgegen:

  • „Mit fremdem Glanz, Niedriggeborener, prahlst Du,
  • Beständig schmähend Dhṛtarāṣṭra’s Söhne.
  • Wohl wissen wir, Vidura, wem du anhängst.
  • Als wär’n wir Toren, schätzest du gering uns.“

 

Das Spiel geht weiter. Wieder und wieder unterliegt Judhiṣṭhira.

Als sein ganzer Besitz verloren ist, setzt er seine eignen Brüder einen nach dem andern aufs Spiel.

  • „Sahadeva lehrt uns des Rechtes Kunde.
  • In diser Welt rühmt man ihn als Gelehrten.
  • Der Königssohn, besseren Loses würdig,
  • Den lieben, als wär er mir unlieb, setz ich.“ ...

 

Und bei jedem Gang des Spiels ruft Śakuni „gewonnen!“. Nach den Brüdern verspielt Judhiṣṭhira die eigne Freiheit. Nun ist ihm nichts übrig gebleben als allein Drauapdī. „Setze Sie ein“, sagt Śakuni. Er entschließt sich: „Auch sie setzte ich.“

 

„Als von dem weisen Rechtskönig, dem elden, man dies Wort vernahm,

Den Alten, die im Saal saßen, „Wehe! Wehe!“ der Ruf entfuhr.

Den Saal durcheilte Aufregung; Schmerz erfaßte die Könige;

Auf das Gesicht trat Schweiß Bhīṣma, Drona, Kṛpa und manchem anderen Held.

Vidura sich die Stirn fassend schien als wär‘ ihm der Geist entflohn;

Sinnend saß er, abwärts das Haupt, einer zischenden Schlange gleich.

Doch Dhṛtarāṣṭra voll Feude immer wieder in Ungeduld

„Wer gewinnt? Wer gewinnt?“, fragte, nicht mächtig seines Mienenspiels.

Mit ihren Freuden frohlockten da Kaṛna und Duḥśaßana.

<<

Seite 46 aus "Das Mahabharata - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form" von Hermann Oldenberg, Göttingen * Vandenhoek & Ruprecht *, 1922

  

>>

- 47 -

Den Anderen, die im Saale weilten, entquoll bitterer Tränen Strom.“

         Wieder gewinnt Śakuni.

„Duryodhana sprach:

  • „Geh hin, Truchseß, Drauapdī herholen.
  • Der Pandavas Gattin, die liebe, werte!
  • Das Haus soll sie fegen, soll sich beeilen,
  • Soll hausen mit den Sklavinnen, die schlechte“.

 

„Vidura sprach:

  • „Unmögliche Rede hast du geredet.
  • Siehst du nicht die Schling‘, in der du dich gefangen,
  • Den Abgrund nicht, Elender, dem du nah bist.
  • Gleich einem  Reh schwer reizest du grimmige Tiger.“

 

Da Vidura sich weigert die Fürstin zu holen, gibt Duryodhana einem anderen den Auftrag.

 

„Prātkāmin hörte des Königs Worte

Und eilte hin hurtig, der Wagenlenker.

Wie wenn ein Hund sich wagt‘ in die Löwenhöhle,

Zur Pandavakönigin er herantrat.

 

Prātikāmin sprach:

  • "Judhiṣṭhira hat in des Spieles Rausch dich
  • Verspielt; dich hat Duryodhana gewonnen.
  • Mach schnell dich auf zu Dhṛtarāṣṭra’s Hause.
  • Ich führ dich hin Drauapdī! Dienen sollst du.“


Drauapdī will es nicht glauben. Judhiṣṭhira überhaupt, nachdem er seine eigne Freiheit verloren, sie noch verspielen? So weigert sie sich mitzugehn. Nun wird Duḥśaßana geschickt: 

  • „Und eilend lief wutenbrannt zu der Fürstin
  • Duḥśaßana, fuhr sie mit hartem Wort an;
  • An ihres Haares langen, dunklen Wellen,
  • Den wogenden faßt‘ er die Königsgattin.
  •  
  • Ihr Haar, beim Opferbad des Königsopfers
  • Von spruchgeweihtem Wasserguß benetzt,
  • Ergriff der Dhṛtarāṣṭrasohn gewaltsam,
  • Der Pandavas Heldenkraft übermannend.“

 

Sie wird in den Saal geschleift. Da schmerzt die Pāṇḍavas nicht so sehr der Verlust von Besitz und Reich, wie der Blick Drauapdīs, der sie trifft. „Sklavin“ ruft Duḥśaßana ihr höhnisch lachend zu. Er will ihr die Kleider vom Leibe reißen.

  „Als er das Kleid ihr fortzerrte, wandte zu Kṛṣna sie den Geist:

  ‚Govinda! Freund der Hirtinnen! Hari! Du Held von Dvākarā!

Wie mich die Kurus mißhandeln. siehst du es, Haargeschmückter, nicht?

O Schützer, Lakṣmīs Schutzbringer! Komm, Schützer! Notbezwinger, komm!

<< 

Seite 47 aus "Das Mahabharata - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form" von Hermann Oldenberg, Göttingen * Vandenhoek & Ruprecht *, 1922, 



>>

- 48 -

Die ich im Kurumeer sinke, zieh Weltaufreger, mich heraus!

Kṛṣna, Kṛṣna, du Allsegner, Allseele, großer Yogin du!

Die sich zu dir flüchtet, rette, die durch die Kurus niederbricht!‘

 

So auf Kṛṣna den Sinn richtend, auf Hari, auf der Dreiwelt Herrn

Die Schöne leiderfüllt weinte, gramvoll verhüllend ihr Gesicht.“

 

Da erscheint wunderbar für jedes Kleid, das ihr abgerissen wird, ein andres. Held Bhīma aber, die Lippen vor Zorn bebend, Hand gegen Hand gepreßt, tut den Schwur gegen Duḥśaßana:

„Nicht will ich einst dahinfahren, wo weilt der alten  Ahnen Schar,

Wenn ich nicht dieses frechgeist‘gen Abschaums von Bharatidenhaus,

Des argen Feindes Blut trinke, im  Kampf zerschmetternd seine Brust.“

 

Nun  werden lange Reden über die Rechtsfrage gewechselt. Der verständige Vidura betont ¹, daß die eine Entscheidung verlangt:

 

Wen Unrecht trifft, geht ans Gericht brennender Feuerflamme gleich;

Die löschen, die dort Recht sprechen, durch Wahrheit und Gerechtigkeit ...

Doch wer den Richterspruch weigert, das Rechte sehend, im Gericht,

Auf dessen Haupt der Trugsünde Strafe zur Hälfte niedergeht.

Wer aber ungerecht richtet, das Rechte sehend, im  Gericht,

Dessen Haupt trifft der Trugsünde ganze Strafe: das ist gewiß.“

 

Und Vidura erzählt eine zwischen Dämonen und Halbgöttern spielende Geschichte, welche einschärft, daß der Wissende um eine Entscheidung angerufen die heilige Pflicht hat, diese zu erteilen. Ein klares Ergebnis wird doch nicht erreicht. Duryodhana entblöst schamlos seinen Schenkel vor Drauapdīs Augen. Wieder tut Bhīma ein Gelübde:

 

“ Zornrote Augen aufreißed blickte ihn Bhīmasena an.

Daß es der ganze Saal hörte, sprach er unter den Königen:

‘ Möge der Wolfsbauch ² nicht eingehn in der seligen Väter Reich,

Wenn nicht zermalmt meine Keule diesen Schenkel in großer Schlacht!‘

Und es schossen dem Zornheißen aus allen Körperöffnungen

Wie aus brennenden Baumes Höhlen helle Feuerflammen hervor“...

 

  • „Darauf im Haus Dhṛtarāṣṭras des Königs
  • Brüllte ein Schakal laut bei dem Feueropfer.
  • Eselsgeschrei ließ sich als Antwort hören.
  • Von allen Seiten schlimme Vogelstimmen.
  •  
  • Als Vidura hörte, der wahrheitskund’ge,
  • Und Subalas Tochter die schlimmen Laute,
  • Bhīṣma und Drona, Gautama der Weise,
  • Riefen sie laut alle: Mög‘ Unheil fern sein!“ -


Dies ist die Spielscene, soweit sich eben auf engem Raume eine Vorstellung von dem etwa 350 Doppelverse umfassenden Abschnitt geben läßt. Natürlich kann das hier Mitgeteilte nicht beanspruchen, die Beweisstücke für das, was sogleich über die verschiedenen hier zusammengeschlossenen Be-

-------------------------

1. II. 2329

2. Das ist er selbst, Denn er ist ein gewaltiger Esser.

<<

Seite 48 aus "Das Mahabharata - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form" von Hermann Oldenberg, Göttingen * Vandenhoek & Ruprecht *, 1922,

 

>> Dies ist die Spielscene, soweit sich eben auf engem Raum eine Vorstellung von dem etwa 350 Doppelverse umfassenden Abschnitt geben läßt. Natürlich kann das hier Mitgeteilte nicht beanspruchen, die Beweisstücke für das, was sogleich über die verschiedenen hier zusammengeschlossenen Bestandstandteile gesagt werden soll, zu liefern; die lassen sich allein dem vollständigen Orginal entnehmen. Immerhin wird unser Auszug eine gewisse Unterlage für das Verständnis der folgenden Bemerkungen auch dem verschaffen, dem das Orginal unzugänglich ist.

  <<

 aus Seite 48 unten und 49 oben von "Das Mahabharata - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form" von Hermann Oldenberg, Göttingen * Vandenhoek & Ruprecht *, 1922,


Auf den folgenden Seiten analysiert Hermann Oldenberg dann den Sprachstil und kommt zum Ergebnis, daß einige Teile aus älterer Zeit stammen, anderer erst später dazugekommen seien. Schließlich, vergleichend mit dem Ramayana, kommt er zum Ergebnis, daß das Ramayana älteren Datums sein müsse als das Mahbaharata, da einige Teile des Mahbaharata nichts anders seien, als Auszüge von Teilen des Ramayana.

Auch verweist er auf die Verbundenheit dieser 2 Epen mit den Veden.


Sehr interessant ist auch Oldenberg's Feststellung auf Seite 51:

  • >> Solcher Form entspricht der Inhalt ². An diesem Kampf nimmt das ganze Universum Teil, ergreift die eine oder andere Partei. Götter, Dämonen, Gespenster,, die Geschlechter der Schlangen und alles Getier, ja Veden und Kasteiungen, Opfer und Opfergaben: alles stellt sich auf Kaṛnas oder auch Arjunas Seite. Unter den Kämpfern, die da ihr Wesen treiben, werden auch Śakas ("Indoskythen") und Yavanas (Griechen) genannt. Gott Indra bittet Brahman, den Urvater, um Arjunas Sieg; Brahman und Śiva sagen ihn ihm zu. ...
  • ----------------------
  • ²) Auch hier versuche ich nicht, das ganze Hin und Her des Textes wiederzugeben, sondern beschränke mich auf eine Auswahl einiger Hauptzüge. <<

aus Seite 51  von "Das Mahabharata - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form" von Hermann Oldenberg, Göttingen * Vandenhoek & Ruprecht *, 1922,

Ähnlich wie bei der Ilias von Homer (Siehe etwa: https://www.youtube.com/watch?v=h-4VDgm5cdY) und aber auch bei Goethe's Faust I und Faust II geht es daher um "Microkosmus" und "Makrokosmos". vor.



Nachdem es ja dann später zu jenem Kampf zwischen den Pandavas und Kurus kam, der lt. Fischer's vielbändiges Geschichtslexikon, Band über Indien tatsächlich stattgefunden  habe, hat man es hier auch mit einer klaren, eindrucksvollen, sehr ernsten, prosaisch-filmisch verfaßten Warnung vor "Spiel-Erliegen" im Zusammenhang mit Wahrheitssuche zu tun.

Es ist - wie im Lied vom Spieler im Rigveda X,34 - offensichtlich, daß das Verhalten der Kurus und Pandavas - gemäß der Schilderung - völlig absurd, unverantwortlich, ja idiotisch war.


Wenn man den Kommentar des Mr. Mahesh zu den ersten 6 Kapiteln der Bhagavad Gita liest, so fällt auf, daß er die zwei Lager einteilt in die "Gottgläubigen" Pandavas und den "bösgesonnenen" Duryodhana und dessen Kurus.

Seine Kommentare gehen durchaus davon aus, daß die Pandavas in blindem Gott-Vertrauen, gemäß "Gott wird uns vor Unheil bewahren", am Würfelspiel teilgenommen hätten und nachdem das Ergebnis jener Teilnahme unstrittig ist und auch von Mr. Mahesh nicht bezweifelt wird, kam es dann zu jenem Krieg und nachdem Durydohana Kṛṣna's Angebot ihm als Wagenlenker und Ratgeber zur Seite zu stehen, ausgeschlagen und sich stattdessen für das Alternativangebot des Kṛṣna entschieden hatte, wurde Kṛṣna der Wagenlenker und Ratgeber, ja Lehrer des Arjuna der Pandavas. Damit wurde auch das rationale "Sich-entscheiden-Können" - neben der bereits in der grossen Spielscene ausgdrückten Problematik von Leidenschaft, Lust - thematisert.

Fehler im Privatleben können das Berufsleben beeinflussen und aber auch umgekehrt.

Es wird das Leben als Ganzes angesprochen und so auch die Problematik von "vertrauenswürdigem" und  "Nicht vertrauenswürdigem" Lehrerinzwis. Wobei sich "Lehrerinzwi" hier auch auf "Gurus", Meditationslehrerinzwis, Yogalehrerinzwis, aber ebenso auch auf Psychologen, Psychiaterinzwis bezieht.

In  jedem Fall hat eine "Rat", "Unterweisung" oder auch Hilfe suchende Person das Problem der Vertrauenswürdigkeit der aufgesuchten Person. Jedesmal ist da eine Person, die irgendetwas nicht weiß, wissen sollte oder aber auch einfach nur wissen möchte und als Gegenüber ein Person, die als befähigt Rat zu erteilen, wissend bzw hilfegebenkönnend erscheint. Nur was ist die Wahrheit? Kann jene Lehrperson, jener Guru, usw auch wirklich den richtigen Rat erteilen oder wird etwa gar die eigene Notlage, die eigene Unwissenheit, die eigene Lust etwas wissen oder auch erlernen zu wollen, nur schamlos bis brutal ausgenutzt werden?

Diese Problematik ist es, um welche es im Zusammenhang mit Gurus, Meditation aber auch schulische Lehrer, wenn ich da mal jenen Deutsch-, Geografie und  Sportlehrer sowie Klassleiter und "Vertrauenslehrer" der Schule betrachte, geht und zu gehen hat.  Aber auch im Zusammenhang mit Psychologen sowie Psychaterinzwis hat es um jene Frage zu gehen. Es gab/gibt nunmal Ärzte, tätig gewesen in  psychitrischen Kliniken, die zahlreiche faktische Lügen über Menschen verbreiteten, Amtsgerichtsrichter damit hereinlegten und das nur, weil sie aus irgendsowas wie Hass, Wut, Herumdoktorenwollen-Lust bzw auch Lust am Quälen oder auch weil sie aus etwaiger politischer Gesinnung" heraus möglichst abschreckende Beispiele von Meditationsopfern" vorweisen können wollten  " irgendwelche nicht krank gewesene Menschen "behandeln" bzw "fertig machen" wollten. Es ist leider nunmal so, daß es solche Fälle gab/gibt.


Eingedenk dessen, was mir infolge jenes seltsamen "staatlichen" Lehrers widerfuhr, so ist festzustellen, daß die Frage im Raume steht, inwieweit er mich und meine Karriere damals einfach "verspielt" hatte. Ost-Berlin-Besuch hatte er ja unbedingt zum Pflicht-Bestandteil der Klassenfahrt erheben wollen; er hätte es keinesfalls müssen. Aber indem er die SchülerInnen damit zwang, sich nach Ostberlin zu begeben, hatte er ihnen für 1/2 Tag sowohl die Religionsfreiheit, als auch Meinungsfreiheit als auch Versammlungsfreiheit - ofensichtlich widerrechtlicherweise - genommen. Beim Grenzübertritt - nach dem Zwangsumtausch -  sagte er zu "seiner" Schulklasse extra noch dazu: "Da können wir im Klassenverband nicht hinübergehen". Weil es entgegen der DDR-Vorschriften bzgl "Versammlungen" gewesen war? Er war sich also dessen voll bewußt, daß er den SchülerInnen die "Versamlungsfreiheit" nahm und ich vermute, daß er es voll absichtlich getan hatte: Da waren doch damals erstmals Mädchen höheren Alters in eine Schulklasse jener Schule gekommen und er wollte diesen Klasenverband - koste es was es wolle - auflösen, aufdaß da nicht etwaige Beziehungen zwischen Jungens und Mädchens - über die Schulzeit hinaus -  entstehen können sollten. Obwohl "gemischte Klassen" nunmal sich als nicht mehr aufhaltbar erwiesen hatten (Die Schulleitung war wenige Jahre davor von einem Rechtsanwalt per Gerichtsntscheidung gezwungen worden, seine damals ca 13-jährige Tochter ine eienr 7'te Klasse aufzunehmen. Die Schulleitung hatte jenen Prozeß nunmal verloren und so war es zu jenen gemischten Klassen gekommen.), wollte der Lehrer partout irgendwie erreichen, daß dennoch irgendwie alles beim Alten bleiben solle und dazu war Ihm offenbar auch das Mittel "korrupter Zusammenarbeit mit dem System der Ex-DDR" als Mittel willkommen gewesen. Das "Rechtsystem" der Ex-DDR sollte für ihn den "Klassenverband"auflösen und so wäre er es am Ende ja doch nicht gewesen. Allerdings hatte er sich da auf nichts Anderes als ein sehr gefährliches Spiel eingelassen gehabt und seine SchülerInnen per seiner Spielteilnahme an die DDR verloren.

(Desweiteren war sein wiederholtes  Verlassen des schützenden Rahmens der Lern-und Lehrmittelfreiheit die Veranstaltung von "Spiel" und Ausdruck seinr Undiszipliniertheit bzw Spieleidenschaft. Als Klassleiter war er bezüglich der SchülerInnen jener Schulklasse sowas wie "Juddishtira".)

Er hätte besser mal zB Hermann Oldenberg's Ausführungen betreffs des Mahabharata gelesen gehabt, was ja doch auch zu seinem "Geografielehrer"-Gewesen-Sein sehr wohl gepaßt gehabt haben würde. Als Deutschlehrer hätte er doch auch noch die Ausführungen des Hermann Oldenberg zu Sprachstil, Änderungen des Sprachstils und was das sagen könne, usw bereichenderweise lesen haben können sollen.

Auch "das Lied vom Spieler" aus dem Rig-Veda wär da für ihn durchaus in schöner deutscher Sprache und ordentlich gedruckt zum Lesen in der bayerischen Staatsbibliothek - wo er doch bayerischer Beamter war! - existent gewesen und das gleich in zwei unterschiedlichen Ausgaben, sowohl von Moriz Winternitz als auch Leopold von Schroeder  (Siehe zB.: https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV007042279 für die Ausgabe von Leopold von Schroeder oder aber auch bei https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV009418075, dh in Moriz Winternitz's Buch)

Insofern ging's mir ein bischen wie Draupadi. Er verspielte mich einfach.

(Am Tag danach ging der Horror los.

Als ich mich wieder befreien hatte können, da wollte man  meine "Unversehrtheit" vonseiten des bay. Staates und allen voran den 2 "großen Kirchen" nicht akzeptieren; das erinnert dann an das Ende des Ramayana, als Rama - nachdem Hanuman, der Affenkönig, Sita befreit gehabt hatte/habe - an dem Unversehrtgebliebensein seiner Gemahlin Sita zweifelte und sie angeblich deshalb einen "Scheiterhaufen" bestiegen habe, um sich einer "Feuerprobe" zu unterziehen. Dafür würde Sita heutzutage anschließend lebenslänglich in einer gschlossen Abteilung der Psychiatrie untergebracht werden und mit viel Glück bekäme sie "nur" "lebenslange Sicherheitsverwahrung".)

ii) Die Schilderung obiger "großer Spielscene" des Mahabharata findet man auch bei Moriz Winternitz in "Geschichte der Indischen Litteratur, I.Band , Leipzig, C.F. Amelangs Verlag, 1909, Seite 287- 290 "Das Würfelspiel" und Seite 290, 291 "Das zweite Würfelspiel und die Verbannung der Pāṇḍavas".


Eine Komplettübersetzung des Mahabharata ins Deutsche findet man bei www.pushpak.de: http://www.mahabharata.pushpak.de/

Die Spielscene findet man in "Dyuta Parva – Das Würfelspiel", ab Kapitel 46: http://www.mahabharata.pushpak.de/buch2/mahabharata_b02k046.html

Zur Bhagavad Gita schreibt Hermann Oldenberg ab Seite 70 im Buch  "Das Mahabharata - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form" von Hermann Oldenberg, Göttingen * Vandenhoek & Ruprecht *, 1922.

Die Bhagavad Gita, dh die Schilderung des Kampfes zwischen Duryodhana's Armee und den Pandavas, gibt es in zahlreichen Übersetzungen ins Deutsche:

Franz Bopp

Dr. Franz Lorinser, "Die Bhagavad-Gita", übersetzt und erläutert von Dr. F. Lorinser., Breslau, 1869, Verlag von G.P. Aderholz' Buchhandlung, G. Porsch.

Leopold von Schroeder

Prof. Paul Deussen, "Der Gesang des Heiligen, eine philosophische Episode des MAHÂBHÂRATAM" , aus dem Sanskrit übersetzt von Dr. Paul Deussen, ordentlicher Professor der Philosophie an der Universität Kiel, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1911


Prof Richard Garbe

Dr. Franz Hartmann



3)  Spielsuchtproblematik gemäß "Nala  und  Damayanti"

Genaueres  zur "Spielsucht" findet man darüberhinaus seit 1922 im Buch "Das Mahabharata - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form" von Hermann Oldenberg, Göttingen * Vandenhoek & Ruprecht *, 1922 auch auf Seite 61:

>>
N a l a  u n d  D a m a y a n t i. In Nala, den edlen König ist, ungerecht ihm zürnend, der Dämon des Würfelspiels Kali gefahren. Seiner selbst nicht mächtig verspielt  Nala Hab und Gut. Dasselbe Motiv wie schon in der Haupterzählung des Epos, wie schon in einem Gedicht des Ṛgveda, den rührend schmerzlichen Klagen des Spielers: Ein Stück leidvoller indischer Wirklichkeit, Mit Damayanti, seiner schönen, treuen Gattin irrt Nala in den Wald. Auch dorthin verfolgen ihn seine Feinde, die Würfel. Sie haben sich in Vögel verwandelt. Wie der hungrige sein Kleid über sie wirft sie zu fangen, fliegen sie ihn verhöhnend mit dem Kleide davon. In einer Hütte im Walde rastet das Gattenpaar. Ihn verfolgt der Gedanke: Vom Gatten getrnnt könnte Damayanti noch Erlösung vom alten Leid finden. Soll er sie nicht verlassen?

  • "
  • Wieder und wieder geht Nala; wieder zur Hütte kehrt er sich,
  • Das Kali Macht zieht ihn hinweg; ihn zieht der Liebe Macht zurück.
  • Wie zerissen in zwei Stücke war da des Gramerfüllten Herz.
  • Jetzt entflieht er; zurück er eilt, wie hin und her die Schaukel fliegt
  • "

Endlich nach hartem Seelenkampf verläßt er die Schlafende. Sie erwacht zu jähem Schreck, bitterm Jammer. Nun muß die Leidenreiche allein den Wald durchirren. Gefahr über Gefahr trifft sie. Die Riesenschlange fasst sie; der Jäger der sie befreit, stellt ihrer Schönheit nach; die Karavanne, der sie folgt, wird von einer wilden Elefantenherde vernichtetet. Doch sie entkommt. Nach mancherlei Schicksalen gelangt sie endlich zu ihren königlichen Eltern. ...

<<

"Das Mahabharata - seine Entstehung, sein Inhalt, seine Form" von Hermann Oldenberg, Göttingen * Vandenhoek & Ruprecht *, 1922, Seite 61



4) Spielsucht-Thema aus anhand abendländischer Werke:

a) Da wäre zu nennen "Der Spieler" von Dostojewski. Herr Dostojewski war selbst spielsüchtig und in wenigen Wochen vor dem Verlust seiner Rechte an seinen Werken, usw, schrieb er dann - eher widerwillig - das Buch "der Spieler" und nach Fertigstellung des Buches war auch er selbst von seinr Spielsucht frei gekommen.


b) aber auch "Tod im  Morgengrauen" von Arthur Schnitzler in der Verfilmung mit Fritz Karl, sei da erwähnt.


5) Spiel-Thematik im Buddhismus:

Auf Seite 107 im zweiten Band in der ersten Hälfte  der "Geschichte der Indischen Litteratur" von Prof. Moriz Winternitz über die "buddhistische Litteratur" findet man, einen Hinweis auf ein Epos in 6 Abschnitten:

Das Vidhurapaṇditajātaka ²), dessen Held der weise Vidhura ist, der auch in der großen Spielscene im  Mahabarata  mahnend und warnend vor den Folgen des Spiels Erwähnung findet.

  • >>Sowohl durch diesen Namen als auch durch die lebhafte Schilderung eines Würfelspiels steht dieses Jātaka zum  Mahābahārata in einer gewissen Beziehung und ist darum von besonderem Interesse.<<
  • >> -----------------------
  • ²) Jātaka Nr. 545. Englische Übersetzung von cowell und Rousse, Vol. VI, pp. 126-156. Nech einer etwas abweichenden birmanischen Versioen hat das Jātaka R.F. St. Andrew St. John im JRAS 1896, 441-475 übersetzt.
  • ³) Vgl. oben Bd. I, S. 269, 350 ff, 365 und 401. Vidhura kommt auch Theragāthā und Majjhimanikāya vor.<<
  • Seite 107 in "Geschichte der Indischen Litteratur" von Dr. M. Winternitz, O. Professor am der Deutschen universität in Prag, Zweite Band - Erste Hälfte, "Die buddhistische Litteratur", Leipzig, C.F. Amelangs Verlag, 1913

Adios